Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional Neue Handschrift: SG setzt auf mehr Flexibilität
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Neue Handschrift: SG setzt auf mehr Flexibilität
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 30.08.2018
Marcel Frühauf (l.) ist ein Gewinner der Vorbereitung bei der SG Zweidorf/Bortfeld.
Marcel Frühauf (l.) ist ein Gewinner der Vorbereitung bei der SG Zweidorf/Bortfeld. Quelle: Hartmut Butt
Anzeige
Bortfeld

Einen Wechsel auf der Kommandobrücke hat es bei den Landesliga-Handballern der SG Zweidorf/Bortfeld gegeben: Denn Coach Michael Nechanitzky wechselte nach drei Jahren bei der SG zum Oberligisten SG Börde – künftig hat Martin Kays das Sagen. Das Ziel ist indes das gleiche wie vor einem Jahr: „Wir wollen oben mitmischen“, betont SG-Leiter Sigurt Grobe.

Auch in der vergangenen Serie spielte sein Team um den Titel, musste aber am Ende dem Kreisrivalen aus Groß Lafferde den Vortritt lassen – der Rückstand betrug lediglich zwei Punkte. „Wir hatten Pech, dass in den zurückliegenden zwei Jahren immer ein Team besser war als wir“, bedauert Grobe. Immerhin aber ist die SG die mit Abstand beste Mannschaft der vergangenen fünf Jahre in der Landesliga Braunschweig. In fünf Spielzeiten errang sie dreimal die Vizemeisterschaft, hinzu kommen ein dritter und fünfter Platz.

Kein Wunder also, dass die Bortfelder nun am Ende dieser Saison gerne ganz oben stehen würden. „Doch das wird schwer“, prognostiziert Grobe. Dennoch geht er durchaus zuversichtlich in die neue Serie, „da sich einiges getan hat bei uns“. Vor allem dank der Arbeit von Martin Kays – in der Vorbereitung sei die Handschrift des neuen Trainers bereits deutlich geworden. Der Coach erwartet von seinen Spielern ein flexibles Auftreten, zudem werden im Rückraum immer wieder die Positionen gewechselt. „Das macht es dem Gegner schwer, sich auf unsere Angreifer einzustellen.“

Zudem ist es Kays in kurzer Zeit gelungen, bei einigen Spielern neues Selbstvertrauen und Stärke zu wecken. Das beste Beispiel ist Marcel Frühauf, der unter Nechanitzky nicht zur ersten Sieben gehörte. Frühauf spielte häufig auf der mittleren Rückraum-Position oder am Kreis. Unter Kays ist Frühauf im linken Rückraum gesetzt – und dort hat Frühauf sein Können nun schon mehrmals bewiesen. Hinzu kommt, dass er Sieben-Meter-Werfer Nummer eins ist.

Ein weiterer Gewinner des Trainerwechsels ist Nils Zakravsky. Bei Nechanitzky wurde er auf der Linksaußen-Position eingesetzt. Kays sieht ihn eher dagegen im Rückraum – und in dem hat er in den Vorbereitungsspielen und im Pokalwettbewerb gute Leistungen gezeigt. Mit ihm hat der neue Trainer nicht nur mehr Alternativen im Rückraum, sondern vor allem auch unterschiedliche Spielertypen.

Große Hoffungen setzt die SG auch auf Neuzugang Marko Reinholz, der vom Oranienburger HC zur SG gestoßen ist. „Er könnte für Furore sorgen“, sagt Grobe. Denn mit seinem Spielverständnis sowie seiner Wurfkraft sei er auf jeden Fall eine Verstärkung – und damit dürfte er den Abgang von Steffen Weigel (Laufbahnende) auffangen. Entsprechend sieht auch die Zielsetzung aus: Die SG will erneut in der Spitzengruppe mitmischen. Grobe hätte indes nichts dagegen, „wenn wir am Ende Meister werden – doch das wird ein harter Weg“. Der erste Schritt in Richtung Titelgewinn soll am Samstag zum Auftakt gemacht werden, wenn die SG die HG Elm erwartet (18.30 Uhr). „Ein guter Start wäre Gold wert“, betont Grobe.

Von Hartmut Butt