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Namhafte Abgänge, doch: „Unser Kader ist nicht schwächer“

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17:04 21.10.2020
Die HSG Nord Edemissen (in Blau) will in der Landesliga den Durchblick behalten: Der Abstiegskampf soll kein Thema werden. Quelle: ISABELL MASSEL
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Edemissen

Mit einer Bürde gehen Edemissens Landesliga-Handballer in die am Samstag beginnende Spielzeit 2020/21. Denn sie muss die Abgänge der Leistungsträger Manuel Winkler, Jesper Langeheine, Ayke Donker und Marius Müller verkraften. Im Gegenzug hat die HSG Nord mit Timo Betke nur einen Zugang zu verzeichnen. Nichtsdestotrotz ist Edemissens neuer Trainer René Scherbanowitz für für die kommenden Aufgaben zuversichtlich.

„Unser Kader ist nicht schwächer als vorige Saison, wir sind jetzt anders aufgestellt. Tore werden von allen Spielern geworfen, jeder übernimmt Verantwortung. Das haben die Testspiele gezeigt. Wir können guten Gewissens in die Saison gehen“, lauten Scherbanowitzs Erkenntnisse der zurückliegenden Vorbereitung, deren „heiße Phase“ erst Anfang September begann.

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Mit der Einstellung seiner Spieler zeigt er sich hochzufrieden. „Alle ziehen voll mit. Und nach meiner Einschätzung hat jeder einen Schritt nach vorn gemacht. Vom taktischen und athletischen her sind wir besser als zuvor. Das gilt auch für die Abwehrarbeit.“ Die Leistungen in den Tests seien anfangs durchwachsen gewesen. „Doch wir haben uns gesteigert“, verweist der HSG-Nord-Trainer auf die überzeugenden Auftritte bei den knappen Niederlagen gegen Oberligist Fallersleben und Verbandsligist HSG Oha. Zuletzt gewann seine Mannschaft gegen die Landesligisten MTV Groß Lafferde II und TSV Wietzendorf.

Scherbanowitz selbst, der früher unter anderem für den Oberligisten TV Stadtoldendorf auflief, wechselte sich während der Vorbereitungsspiele nur zu zehn- bis zwanzigminütigen Kurzeinsätzen ein. „So wird es wohl auch bei den Punktspielen sein. Erst mal stehen die Jungs auf dem Feld. Wann ich spiele, ist von der jeweiligen Situation abhängig“, betont der 26-Jährige, der sich als „Allzweckwaffe“ sieht, die auf allen Positionen einsetzbar ist.

Beim Punktspielauftakt sowie in den kommenden Wochen wird dem HSG-Nord-Trainer Moritz Streit fehlen, der sich kürzlich einen Haarriss im Knie zuzog. Ansonsten kann Scherbanowitz aus dem Vollen schöpfen. Mehr noch: „Alle Spieler sind hundertprozentig fit und sie haben voll Bock, dass es endlich losgeht.“ Den kommenden Gegner, die Zweite des Lehrter SV, hat er während der Vorbereitung zweimal beobachtet. Seine Erkenntnisse: „Wenn alles normal läuft, bestehen gute Chancen, dass wir gewinnen.“ Anwurf der Begegnung in Lehrte ist am Samstag um 16 Uhr.

Der Kader der HSG Nord Edemissen

Zugänge: Timo Betke (SG Misburg).

Abgänge: Ayke Donker, Jesper Langeheine (beide HSV Hannover), Manuel Winkler (Karriereende), Marius Müller (Studium in Münster).

Der Kader

Tor: Nico Grotefend, Finn Arlt, Roland Bufe.

Rückraum: Lennart Rauls, Adrian Funk, Moritz Streit, Timo Betke, Tom Bendrien, René Scherbanowitz.

Außen: Maximilian Görl, Niclas Bauschmann, Niklas Rauls, Max Hoffmann, Luke Williamson.

Kreis: Jacob Streit, Sören Falkenhain, Robin Zerter.

Trainer: René Scherbanowitz.

Saisonziel: Schnellstmöglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Favoriten: TVE Sehnde, SG Wittingen/Stöcken, SG Zweidorf/Bortfeld.

Von Jürgen Hansen