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Sport Regional Lafferde hat sich „ganz gut verkauft“
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13:00 29.07.2019
Schwerstarbeit im Rückraum: Jonas Brunke (MTV Groß Lafferde) steigt hier hoch. Quelle: Foto: Hartmut Butt
Gross Lafferde

Kondition und Stehvermögen war von Spielern und Zuschauern gefragt. Beim Testspiel des MTV Groß Lafferde gegen den Drittligisten Eintracht Hildesheim herrschten hohe Temperaturen in der Sporthalle von Groß Lafferde. Angesichts der äußeren Umstände zeigten beide Vertretungen eine gute Vorstellung. Der Verbandsligist zog sich vor über 200 Zuschauern achtbar aus der Affäre.

MTV Groß Lafferde – Eintracht Hildesheim 24:39 (10:20). Die Gäste aus Hildesheim waren mit ihrer derzeit stärksten Besetzung nach Groß Lafferde angereist – nur verletzte Akteure fehlten. Gästetrainer Jürgen Bätjer begann mit seiner stärksten Besetzung. Das zahlte sich aus. Die Gäste erwischten einen Traumstart, gingen 13:4 in Führung.

„In der Abwehr mussten wir Schwerstarbeit verrichten. Die Hildesheimer Spieler sind unheimlich schnell und passgenau“, sagte MTV-Akteur Tino Mrasek. Vor allem Gäste-Linksaußen Lothar von Hermanni machte dem MTV das Leben schwer. Er war pfeilschnell bei Gegenstößen und variantenreich bei seinen Würfen von der Linksaußen-Position. Er machte es den guten Groß Lafferder Torhütern Jan Hagedorn und Florian Frühling schwer, Bälle von ihm zu halten.

„Wir haben es Hildesheim bei unseren Angriffsbemühungen häufig auch zu leicht gemacht, den Ball abzufangen“, sagte MTV-Trainer Dennis Bühn. Zu ungenau und in einigen Phasen auch zu statisch agierte der Verbandsligist. „Die Jungs hatten in der Anfangsphase der Partie großen Respekt vor den Hildesheimer Angreifern“, sagte Torhüter Florian Frühling.

Schwierigkeiten machte den Gastgebern im Angriff vor allem die offensive Abwehr der Gäste, die einen großen Anteil an den Fehlern der Bühn-Sieben hatte. Eine starke Phase hatte diese, als sie von 4:13 auf 8:13 verkürzen konnte. Zwei der vier Tore wurden durch Jan-Bennet Kanning und Kevin Winkler sogar durch Tempogegenstöße erzielt.

Im Groß Lafferder Rückraum fiel vor allem Jonas Brunke auf, der immer wieder versuchte, Tore zu erzielen. „Ich habe gemerkt, dass meine Mitspieler zu wenig werfen, da habe ich mir mehr Versuche genommen“, sagte Brunke. Es sei natürlich deutlich schwieriger gewesen, gegen die Hildesheimer Treffer zu erzielen als in der Verbandsliga. „Die Abwehrspieler verschieben geschickt, machen die Räume eng. Da wird es schwer, zu Torerfolgen zu kommen“, sagte Brunke. Mehrfach blockten die Hildesheimer Würfe und starteten sofort die Gegenstöße.

Mit zehn Toren Rückstand zur Pause waren die Gastgeber im Soll. In der zweiten Hälfte wuchs der Abstand zwar noch um fünf Tore an, aber: „Ich glaube, wir haben uns ganz gut verkauft“, sagte Tino Mrasek. Die Gastgeber haben gesehen, wo noch Schwächen sind. „Für uns war es ein guter Test“, meinte auch Gästespieler Lothar von Hermanni. Der wollte seine 14 Tore nicht zu hoch bewerten. „Einen großen Verdienst daran haben meine Mitspieler. Die von uns gespielte offensivere Abwehr kam mir natürlich entgegen“, sagte Lothar von Hermanni.

MTV Groß Lafferde: Hagedorn, FrühlingBrunke (8/4), Mrasek (4), Strub (3), Büttner (2), Kanning (2), Winkler (2), Preen (2), Schröder (1), Tillack, Kamradt, Reuter, Jemric.

Von Hartmut Butt

Für diesen Hitze-Test schwitzen Groß Lafferdes Verbandsliga-Handballer gerne. Freitag (20 Uhr) gastiert Drittliga-Titelmitfavorit Eintracht Hildesheim zum Vorbereitungs-Schmankerl in der Halle am Lafferder Busch. MTV-Coach Dennis Bühn fordert einen leidenschaftlichen Auftritt – so wie 2017, da gelang dem MTV gegen Erstligist Burgdorf sogar ein Kempa-Trick.

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