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Sport Regional Lafferde gibt den Sieg in den letzten drei Minuten noch aus der Hand
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20:16 29.09.2019
Georg Strub (am Ball) warf gegen Münden sechs Tore und wurde am Ende in Manndeckung genommen. Quelle: Ralf Büchler
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Gross Lafferde

Gegen den Oberliga-Absteiger TG Münden spielten die Verbandsliga-Handballer des MTV Groß Lafferde 34:34 – „gefühlt eine Niederlage“, stellte MTV-Co-Trainer Steffen Slabon fest. Allerdings: „Es war auch ein Spiel, in dem wir sehr viel richtig gemacht haben und aus dem wir einiges mitnehmen können.“

MTV Groß Lafferde – TG Münden 34:34 (18:13). Besonders die Schlussphase war ein Krimi. Zwei Minuten vor Schluss gingen die Lafferder durch Marcel Waschke mit 34:31 in Führung. Dann leisteten sie sich vorn einen Fehlpass, der zu einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Robert Schröder führte. „Eine harte Entscheidung“, meinte Slabon. Münden verkürzte in Überzahl auf 33:34, dann sprang der Ball Sören Reuter unglücklich gegen den Fuß, und per Konter kassierten die Lafferder eine halbe Minute vor Schluss den Ausgleich. Selbst in nun doppelter Unterzahl (auch Waschke musste auf die Bank) hatten die Gastgeber noch die Chance auf den Siegtreffer, aber der Wurf von Jonas Brunkes fand nicht mehr den Weg ins Tor.

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Dabei hatte es lange Zeit nach einem Sieg für die Groß Lafferder ausgesehen. Durch eine sichere Abwehr und einen gut aufgelegten Niklas Peinz im Tor setzten sie sich auf 5:1 ab und bauten den Vorsprung beim 9:3 durch Felix Büttner auf sechs Tore aus. „Einziger Wermutstropfen waren zwei frühe Zeitstrafen gegen Abwehrchef Lukas Bühn. Zumindest eine war dabei zu hart“, sagte Slabon. „Allgemein fehlte den sonst guten Schiedsrichtern die Verhältnismäßigkeit. Bei der TG blieben Schubser von der Seite und von hinten regelmäßig ungestraft, wir hingegen bekamen relativ schnell Strafen. Dabei war es keinesfalls ein unfaires Spiel.“

Die Lafferder ließen sich davon jedoch nicht aus dem Tritt bringen, erzielten auch in Unterzahl immer wieder einfache Treffer und führten schon mit sieben Toren. Weil bei ihnen „ein wenig der Schlendrian“ Einzug hielt, warf Münden drei Tore in Serie und verkürzte den Rückstand zur Halbzeit auf 13:18.

Der zweite Durchgang begann mit zwei Rückschlägen für die Gastgeber: Felix Büttner konnte wegen Wadenproblemen nicht mehr eingesetzt werden, und Lukas Bühn kassierte schnell die dritte Zeitstrafe – „eine sehr harte Entscheidung“. Folge: Die TG war jetzt in der Partie. „Sie zeigte uns, wie man ein überzeugendes Kreisläuferspiel aufzieht“, stellte Slabon fest. Eine Manndeckung gegen den starken Georg Strub machte den Lafferdern dann zusätzlich Probleme. Den Vorsprung hielten sie dennoch – bis kurz vor Schluss.

„Münden hat gezeigt, dass sie auch deutliche Rückstände aufholen können. Unterm Strich haben sie sich den Punkt verdient. Uns fehlte am Ende die Cleverness, um den Sieg über die Zeit zu bringen“, sagte Slabon.

MTV Groß Lafferde:Peinz, Hagedorn – Kanning (7), Frühling, Schröder (1), Tillack (3), Strub (6), Büttner (3), Bühn (3), Jemric, Preen, Waschke (4), Reuter (4).

Von Matthias Press