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Sport Regional Laaf wiedergewählt: „Aber es sind meine letzten zwei Jahre“
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17:26 20.06.2019
Der Kreissportbund-Vorsitzende Wilhelm Laaf (rechts) und der Landessport-Bund-Chef Wolf-Rüdiger Umbach (links) überraschten Landrat Franz Einhaus mit der goldenen Ehrennadel.
Der Kreissportbund-Vorsitzende Wilhelm Laaf (rechts) und der Landessport-Bund-Chef Wolf-Rüdiger Umbach (links) überraschten Landrat Franz Einhaus mit der goldenen Ehrennadel. Quelle: Isabell Massel
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„Ursprünglich wollte ich diesen Posten eigentlich nur sechs Jahre machen, nun sind es schon zehn“, erklärte Laaf nach seiner Wahl.

Zuvor hatte der neue und alte Vorsitzende viel Lob bekommen. „Wilhelm ist ein Mann der klaren Worte – und das ist sehr positiv“, betonte Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Vorsitzender des Landessportbundes in seiner Begrüßungsrede. Auch der Landrat sparte nicht mit anerkennenden Worten für die Dachorganisation der Peiner Sportvereine. „Der Jahresbericht zeigt, wie umfänglich der KSB arbeitet und unterwegs ist. Er bringt sich als wesentlicher Akteur ins gesellschaftliche Leben ein – vor allem in sozialen Fragen“, erläuterte Franz Einhaus. Die 300 000 Euro, die der Kreissportbund jährlich vom Landkreis erhält, seien gut angelegt, „weil der KSB dicht an den Menschen dran ist“, konstatierte Einhaus.

Grundlage dafür sei der Pakt für den Sport, „den wir mit dem Landkreis geschlossen haben“, sagte Laaf. „Diese finanzielle Unterstützung ermöglicht es uns, dass wir unsere Aufgaben erfüllen können.“ Sein Dank galt indes auch den anwesenden Delegierten. „Ihr alle seid es, die mit vielen Ideen und großem Engagement das Ehrenamt mit Leben erfüllen.“

Aber auch Kritisches gab es zu hören. „Ich stelle immer wieder fest, dass wir zahlreiche Angebote machen, aber nur wenige diese auch annehmen.“ Dabei stehe der Sport vor vielfältigen Herausforderungen. Selbige zu meistern, werde schwierig. Um die Vereine dennoch zukunftsfähig zu machen, „müssen wir kluge Überlegungen anstellen“, mahnte Laaf.

In diesem Zusammenhang sei aber auch die Politik gefordert, erklärte Dr. Wolf-Rüdiger Umbach. Zwar gebe es vom Land Niedersachsen für den Bau und die Sanierung von Vereins-Sportstätten von 2019 bis 2022 fünf Millionen Euro pro Jahr zusätzlich, „aber das wird nicht reichen, um den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln“, erläuterte Umbach. Zugleich forderte er die Anwesenden auf, „jetzt einen Antrag zu stellen, wenn sie Baumaßnahmen planen“.

Ums Geld ging es auch bei einem Antrag des KSB-Vorstandes. Er hatte empfohlen, den Jahresmitgliedsbeitrag, den die Peiner Vereine an den KSB entrichten müssen, vom 1. Januar 2020 an zu erhöhen: Für Kinder und Jugendliche sollen künftig 10 Cent mehr gezahlt werden, für Erwachsene 60 – und auch dieser Tagesordnungspunkt wurde zügig abgehandelt, Gesprächsbedarf dazu gab es keinen. Entsprechend wurde der Antrag auch mit großer Mehrheit angenommen – es gab lediglich fünf Nein-Stimmen und eine Enthaltung.

Ähnlich verliefen auch die Wahlen: Dietmar Domanski (Stellvertretender Vorsitzender für Bildung), Klaus Pölka (Stellvertretender Vorsitzender für Sportentwicklung), Martha Wolfstädter (Stellvertretende Vorsitzende für Vereins- und Organisationsentwicklung) wurden allesamt ohne Gegenstimme wiedergewählt. Ausgeschieden aus dem Vorstand ist dagegen Karolin Bartner (Vorsitzende Sportjugend), für sie rückt Thilo Schmidt nach.

Ein Posten blieb jedoch unbesetzt: Für Wolfgang Behrens (Stellvertretender Vorsitzender für Finanzen), der mit einem Präsentkorb und viel Applaus verabschiedet wurde, fand sich kein Nachfolger. „Schade“, bedauerte Laaf, „wir werden uns jetzt erst einmal weiterhin nach einem Ehrenamtlichen umschauen. Aber sollten wir keinen finden, müssen wir diese Stelle eventuell aufwerten und einen Geschäftsführer installieren, der sich dann auch um die Finanzen kümmert – das kostet jedoch Geld.“ Doch unabhängig davon, steht für ihn eines jetzt schon fest. „Auf uns wartet viel Arbeit“, betonte der KSB-Chef.

Von 175 Vereinen nahmen lediglich 81 am Kreissporttag teil. „Das ist eine etwas schlechtere Quote als noch vor zwei Jahren – und diese Zahl ist schon enttäuschend“, erklärte KSB-Referent Ralf Klemm.

Die Geehrten (von links) Wolfgang Zierke, Ekhard Wenzel, Wolfgang Schuppan, Axel Cramm und Peter Heinemann. Quelle: Isabell Massel

Goldene Ehrennadel für Landrat Franz Einhaus

Eine besondere Auszeichnung wurde Landrat Franz Einhaus auf dem 45. Peiner Kreissporttag zuteil – er erhielt vom Landessportbund-Vorsitzenden Dr. Wolf-Rüdiger Umbach die Goldene Nadel. „Es ist eine Ehrung, die es in Niedersachsen noch nicht so oft gegeben hat“, erklärte Umbach. Grund für selbige sei das herausragende Engagement von Einhaus gewesen. „Denn der Pakt des Sports zwischen dem Landkreis und dem KSB war nicht nur der erste Vertrag dieser Art in Niedersachsen, sondern Franz Einhaus und der Kreistag haben damit auch die gesellschaftliche Stellung des Sports anerkannt.“ Zudem habe dieser Kontrakt die Autonomie des KSB gestärkt.

Der Gelobte selbst hatte nicht mit einer solchen Ordensverleihung gerechnet. „Normalerweise erhält man vorher ja immer einen kleinen Tipp, aber das ist eine echte Überraschung“, freute sich Einhaus. „Und als ich die Worte von Herrn Umbach gehört habe, war ich selbst erstaunt, was wir alles schon zusammen auf den Weg gebracht haben – ich hoffe, dass wir auch künftig den Anforderungen weiterhin gerecht werden.“

Weitere Ehrungen

Silberne Ehrennadel: Axel Cramm (SV Lengede), Wolfgang Schuppan (TSV Meerdorf), Ekhard Wenzel, Wolfgang Zierke (VfL Woltorf), Peter Heinemann (TB Bortfeld).

Bronzene Ehrennadel: Roland Bork (Karate 76 Peine).

Von Peter Konrad

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