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Sport Regional Josefine Klisch setzt auf die Kraft ihrer Pferde
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14:00 03.08.2018
Kugelstoß-Ass Josefine Klisch (rechts) genießt beim Heimaturlaub die Arbeit mit den Pferden. Das Foto zeigt sie mit ihrer Mutter Wibke und den Pferden "Dancing Grey (rechts) und "Willow Run". Das Leichtathletik-Talent will beim Reiten Kraft für die restliche Saison tanken. Quelle: privat
Rostock

Der undankbare vierte Platz – „Es war ein Tag, an dem einfach nichts ging. Die Technik an sich war gut, aber ich habe überhaupt keine Kraft im Stoß gespürt“, sagte die 17-Jährige. Die Enttäuschung darüber ist jedoch längst der Vorfreude auf Heimaturlaub mit Pferden und einem Abenteuer gewichen: An ihrem neuen Wohnort in Stuttgart wagt das Top-Talent die Umstellung auf die Drehstoß-Technik.

Aber der Reihe nach: In Rostock mussten Deutschlands Nachwuchshoffnungen mit großer Hitze kämpfen. „Um 11 Uhr waren schon 33 Grad. Aber das ist für mich keine Ausrede, mich stört das Wetter eigentlich nicht, ich komme sogar mit Regen im Kugelstoß-Ring klar“, betonte Josefine Klisch. Trotzdem lief es für die U18-EM-Starterin nicht nach Wunsch. Bis zum fünften Versuch waren in einem hochklassigen Wettkampf ihre Stöße alle nur knapp über der 15-Meter-Marke gelandet. Mit dem sechsten wuchtete Josefine Klisch die Kugel immerhin noch auf 15,40 Meter und kletterte auf Platz drei. Doch Cassandra Bailey (LG Stadtwerke München) konterte direkt mit 15,99 Meter und ließ die Bronze-Hoffnung der Groß Ilsederin zerplatzen.

Josefine Klisch probierte alles, doch mit 15,40 Meter verpasste sie bei der U18-DM in Rostock knapp die Bronzemedaille. Quelle: Ralf Görlitz

Den Sieg holte Sina Prüfer (Hallesche Leichtathletik-Freunde) mit 17,50 Meter vor Cimberly Dreistein (Bayer Leverkusen, 16,10 Meter). „17,50 Meter sind krass. Sina ist eine echte Wundertüte“, gratulierte Josefine Klisch. Dass sie dagegen diesmal keine Top-Weite schaffte, erklärt sich die 17-Jährige mit den mentalen Spuren, die die durchwachsene Saison mit zwei Vereins- und Schulwechseln hinterlassen hatte. „Das hat unterbewusst sicherlich eine Rolle gespielt. Es lag zumindest nicht daran, dass ich nicht heiß auf die DM gewesen wäre.“ Doch das Selbstvertrauen litt.

Und genau deshalb hat sie jetzt einen Sonder-Auftrag ihres neuen Trainers Peter Salzer bekommen: Den Kopf frei kriegen! Josefine Klisch genießt einen Monat trainingsfrei. Nach ihrer Rostock-Enttäuschung reiste sie direkt zu ihren Eltern nach Groß Ilsede und freut sich auf Schimmel-Stute „Dancing Grey“ und Hannoveraner-Oldie „Willow Run“. Die Pferde der Klischs sollen das Kugelstoß-Talent mental wieder stark machen. Und die 17-Jährige ist fest überzeugt davon, dass das gelingen kann: „Wenn ich auf dem Pferd sitze, bin ich einfach happy. Reiten ist für mich das schöne Gefühl, zu Hause zu sein.“

Im September geht es dann wieder nach Stuttgart. Von den ersten Trainingseinheiten nach ihrem Wechsel von der LG Hannover zum VfL Sindelfingen war Josefine Klisch angetan. „Es macht wieder Spaß“, lobt sie die Arbeit unter Ex-Bundestrainer Peter Salzer, der unter anderem Niko Kappel zum Paralympics-Sieg in Rio führte. Optimistisch stimmt sie auch der geplante Umstieg auf die Drehstoßtechnik, mit der sie in ihrer Altersklasse eine echte Ausnahme-Erscheinung wäre. Doch: „Ich hatte bei den ersten Versuchen damit von Anfang an ein gutes Gefühl, weil es sich so rund angefühlt hat und ich plötzlich einen richtigen Bumms im Stoß hatte“, erzählt Josefine Klisch. Das macht ihr Mut.

Von Christian Meyer

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