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Sport Regional Jahn darf vom DHB-Pokal träumen
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21:00 23.12.2018
Jubel bei den Jahnerinnen: Das Team um Betreuerin Laura-Sophie Bührig (untere Reihe, lange Hose) gewann das Landes-Pokal-Turnier in Badenstedt. 
Jubel bei den Jahnerinnen: Das Team um Betreuerin Laura-Sophie Bührig (untere Reihe, lange Hose) gewann das Landes-Pokal-Turnier in Badenstedt.  Quelle: Hauke Schilling
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Peine

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Genau das ist Vater Jahns Oberliga-Handballerinnen in der dritten Runde des HVN-Pokals passiert. So gewannen sie das Turnier in Badenstedt, obwohl sie ohne größere Ambitionen angereist waren. Der Erfolg ist gleichbedeutend mit dem Einzug ins attraktive Endrunden-Turnier, dem „Final-Four“. Nun dürfen die Jahnerinnen sogar vom DHB-Pokal-Einzug träumen.

Auch bei Peines drittem Pokal-Einsatz vertrat Laura-Sophie Bührig Trainer Lutz Benckendorf mit Erfolg. Im Internet witzelten die Jahn-Fans schon, nun müsse sie auch im „Final-Four“ ran. „Nein, nein, Lutz gehört natürlich dazu. Und er wird sicher dabei sein“, wiegelte Peines Interimscoach Laura-Sophie Bührig schmunzelnd ab. Davon ab habe man sich über den jetzigen Erfolg sehr gefreut.

MTV Vater Jahn Peine – TV Hannover Badenstedt II 16:15 (8:10). In der engen Partie gegen den Liga-Konkurrenten lag der MTV bis zur 22. Minute zumeist mit ein, zwei Toren zurück. „Doch dann machte Badenstedt einige technische Fehler. Die nutzten wir und zogen schnell von 11:12 auf 16:12 davon“, berichtete Bührig. Die Führung habe man in den verbleibenden fünf Minuten dank guter Deckungsarbeit verteidigt. Und: „Als wir dieses Spiel gewonnen hatten, sagten wir uns, jetzt ziehen wir hier voll durch.“

HG Rosdorf-Grone – MTV Vater Jahn Peine 15:17 (8:9). „Wir brauchten knapp zehn Minuten , um richtig im Spiel anzukommen“, verweist Bührig auf die 6:5-Führung des Landesliga-Spitzenreiters. Doch dann habe man sich berappelt, die Partie gedreht und die Führung dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht mehr hergegeben. „Und das, obwohl sich Lena-Marie Bührig früh verletzte und für den Rest des Turniers ausfiel. Neele Heiligentag musste schon während des ersten Spiels passen, weil sie umgeknickt war“, bedauerte Betreuerin Laura-Sophie Bührig.

Handballverein Lüneburg – MTV Vater Jahn Peine 20:11 (8:6). Der Turniersieg der Peinerinnen stand schon vor der letzten Partie fest, da sich ihre Konkurrenten gegenseitig die Punkte wegnahmen „Das merkte man uns an. Nachlassende Kraft und Konzentration führten dazu, das wir verloren “, räumte Bührig ein. An Nina Eggeling und Jennifer Hüsing habe das nicht gelegen. Die Feldspielerinnen vertraten im Wechsel die nach der zweiten Begegnung aus persönlichen Gründen abgereiste Keeperin Karoline Kilsbach im Tor. „Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht“, sagt Bührig.

Ausschlaggebend für Vater Jahns Gesamterfolg war letztlich der direkte Vergleich zum punktgleichen TV Badenstedt.

MTV: Kilsbach (Tor) – Engelmann, Henrike Bergmann, Heiligentag, Fritzler, Meyer, Hacke, Annika Bergmann, Hüsing, Klauenberg, Marchefka, Eggeling, Lena-Marie Bührig. Die Tore wurden nicht übermittelt.

Das Final-Four wird am 6. oder 7. April 2019 stattfinden, der Spielort wird unter den vier Endrundenteilnehmern ausgelost. Neben dem MTV haben sich der Hannoversche SC, HSG Hude/Falkenburg und SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn qualifiziert. Die drei Erstplatzierten dieses Turniers ziehen in die erste Hauptrunde des DHB-Pokals ein. Zählen die Peinerinnen dazu, könnten sie auf einen Erstligisten treffen. „Das wäre eine coole Sache, ein lohnenswertes Ziel. Wir hätten dann auf jeden Fall ein Heimspiel und die Silberkamp-Halle wäre voll besetzt“, malt sich Bührig die Zukunft aus.

Von Jürgen Hansen