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Sport Regional „Ich möchte die erfolgreiche Arbeit von Janusz fortführen“
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12:00 30.08.2019
Der neue und der alte Trainer der Vallstedt-Vechelde-Vikings: Heiko Herzberg (links) und Janusz Tomaszewski. Quelle: Stefan Saltzmann
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Vechelde

Wenn Volleyball-Regionalligist VV Vikings am Samstag in Burgdorf im Nordwestdeutschen Pokal spielt, sitzt ein neuer Trainer auf der Bank: Heiko Herzberg. Der 55-Jährige hatte zuletzt elf Jahre in Erfurt als Trainer und dann als Geschäftsführer des Volleyball-Bundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt gearbeitet.

Zwischen Erfurt und Gifhorn, wo er mit seiner Familie lebt, ist er gependelt – und nun dauerhaft zurück. „Ich werde bei den Vikings nicht alles umkrempeln, sondern ich möchte die erfolgreiche Arbeit von Janusz Tomaszewski fortführen“, kündigte er an. Tomaszewski war schon vergangene Saison aus gesundheitlichen Gründen kürzer getreten. „Es war jetzt eine freundschaftliche Übergabe, und ich danke Janusz für seine Arbeit“, sagte Herzberg.

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Der Schritt zum Regionalligisten ist für den Gifhorner ein bewusster Schnitt. Nach einer aufreibenden Zeit, in der der Sport vom Geschäftsbetrieb geprägt war, suchte er jetzt einen Verein, in dem Spaß und Freude im Vordergrund stehen, nicht der Kommerz – und fand ihn bei den Vallstedt-Vechelde-Vikings. Beruflich übernahm er das Amt als Referent für Vereinsservice bei Special Olympics Niedersachsen*.

Zurück zu den Wurzeln

Der Kontakt zu den Vikings entstand über Spieler Oliver Wendt, und nach zweimal Probetraining wollte Herzberg zu dem Regionalligisten, und die Spieler wollten ihn als Trainer. Das Training war cool, er macht einen sehr professionellen Eindruck“, gab Spieler Stefan Saltzmann die Eindrücke der Mannschaft wieder.

Der Gifhorner, der als gerade mal Jugendlicher mit dem Volleyballspiel begonnen hatte, bezeichnet die neue Aufgabe in Vechelde und Vallstedt als „back to the Roots“ (zurück zu den Wurzeln). Er ist aber lange genug im professionellen Bereich tätig gewesen, um nach wenigen Trainingseinheiten zu wissen, wo er ansetzen muss, um das Team weiterzubringen. „Die Grundlage ist das Vermeiden von Fehlern. Wenn die Spieler ballsicherer werden, machen sie automatisch mehr Punkte.“ An den „Basics“ zu arbeiten heißt auch, die Spieler individuell im technischen Bereich zu verbessern. „Das wird sich mittelfristig auszahlen“, sagt Herzberg.

Pokalspiele als Vorbereitung

Beim Training hat er gemerkt, dass die Spieler willig und für Hinweise dankbar sind. „Die Jungs wollen erfolgreicher sein“ – und das sei eine gute Grundlage. „Eine Baustelle“ sei allerdings der Zuspielbereich. Den Kader hier zu ergänzen, sei schwer. Vorrangig gehe es darum, im Training eine Verbesserung zu erreichen.

Das neue Spielgemeinschaftskonstrukt der Vallstedt-Vechelde-Vikings sieht er positiv. In einer Zeit, in der bundesweit die Zahl der Volleyballspieler zurückgehe, die Stärkung der Jugendarbeit anzustreben und die Vereinsarbeit auf eine breitere Basis zu stellen, sei „gut und charmant“.

Die Pokalspiele am Samstag sieht Herzberg als willkommenes Training. „Wir konnten in den bisher wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten personell bedingt nur in Kleingruppen arbeiten. In den Pokalspielen können wir Aufschlag-Annahme-Situationen üben. Der Pokal gehört für uns zur Vorbereitung.“

Im Pokal spielen die VV Vikings am Samstag ab 12 Uhr im Schulzentrum Burgdorf gegen TSV Giesen Grizzlys III und MTV 48 Hildesheim (alle Gruppe B). In Gruppe A spielen die TSV Giesen Grizzlys II, Wolfenbütteler VC und TSV Burgdorf. Die Erst- und Zweitplatzierten spielen im Halbfinale über Kreuz.

*Der Landesverband Special Olympics Niedersachsen ist außerordentliches Mitglied im Landessportbund. Als gemeinnütziger Verein organisiert Special Olympics Trainingsprogramme und Wettbewerbe mit dem Ziel, die Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung zu fördern.

Der Kader der VV Vikings

Zugänge: Hannes Wichmann (vom MTV Gifhorn).

Abgänge: Adrian Quistorff (zum SF Aligse), Jonas Stroth (zum USC Braunschweig).

Kader:Stefan Saltzmann, Alexander Brem, Bastian Ebeling, Chris-Nico Koch (fällt wohl ganze Saison verletzungsbedingt aus), Christian Theuerkauf, Elias Messerschmidt, Fabian Regier, Hendrik Schultze, Martin Tanger, Oliver Wendt, Sebastian Kaletka, Torben Paetzold (fällt noch einige Wochen verletzungsbedingt aus), Hannes Wichmann.

Trainer: Heiko Herzberg.

Saisonziel:Oberes Mittelfeld

Favoriten: Ammerland, Oldenburg.

Von Matthias Press

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