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Sport Regional Happy End nach Zehen-Bruch: Peiner Talente gewinnen DM-Titel
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18:34 07.07.2019
Technisch sauber: Die Deutschen Jugend-Meister Sonja Schacht und Bennet Brandes aus Peine zeigen eine ihrer Wurftechniken. Quelle: Isabell Massel
Peine

28 Punkte Rückstand aus der Vorrunde drehten sie sensationell in 1,5 Punkte Vorsprung. U18-DM-Gold für den Judo-Club Peine! „Das war extrem überraschend“, sagte die 16-Jährige.

Denn fünf Wochen vorm Saisonhöhepunkt hatte sich die Dungelbeckerin im Training den Zeh gebrochen, weil sie unglücklich in einer Lücke zwischen zwei Matten hängen geblieben war. Die bittere Folge: Zwangspause ausgerechnet in der DM-Vorbereitung. „Wir konnten nicht so trainieren, wie wir gerne wollten“, schilderte Sonja Schacht. Nach einer Woche stieg sie zwar schon wieder ins Training ein, aber mit angezogener Handbremse. „Der Zeh muss bei Würfen ja nicht nur mein Gewicht, sondern auch das des Partners tragen“, begründete die 16-Jährige. In der Außenseiterrolle sahen sich die beiden Ratsgymnasiasten aber noch aus einem anderen Grund. Die Titelverteidiger Marie Plattfaut und Niklas Klappert aus Nordrhein-Westfalen dürfen inzwischen im EM-Kader mittrainieren. „Wir hatten Angst, dass sie dadurch sehr viel neues Wissen erlernt haben“, erläuterte Sonja Schacht.

Die Deutschen Kata-Meister Sonja Schacht und Bennet Brandes mit ihrer Gold-Medaille. Quelle: Iisabell Massel

In der Vorrunde schien sich ihre Vermutung auch zu bewahrheiten. Beim Nage-no-Kata-Wettkampf müssen die Judokas eine Abfolge von Wurftechniken technisch sauber präsentieren. Körperhaltung, Griffe, die Schritte – es kommt auf Millimeter an. Und die Favoriten lieferten ab, erarbeiteten sich im Feld der neun Teams einen satten 28-Punkte-Vorsprung vor den Peinern. „Das ist relativ viel“, sagte Sonja Schacht. Doch die Peiner bewiesen im Finale der besten Vier Moral und zauberten einen Glanz-Auftritt auf die Matte. „Alle Würfe, die vorher nicht so gut waren, kamen jetzt perfekt“, schwärmte Betreuer Heiner Brandes. Überholmanöver geglückt!

Nach Silber im Vorjahr krönten die Peiner ihre Leistung mit Gold. Bennet Brandes freute sich riesig und hatte auch eine Erklärung, warum die beiden so gut harmonieren. „Wenn es um Judo geht, sind wir Perfektionisten und sehr, sehr ehrgeizig. Wir können diszipliniert trainieren und haben beim Training trotzdem immer sehr viel Spaß miteinander“, sagte der 15-Jährige.

Die Dungelbeckerin und der Duttenstedter kennen sich seit dem sechsten Lebensjahr. „Wir motzen und zicken uns im Training auch mal an, aber vor allem verstehen wir uns gut und lachen total viel zusammen“, sagt Sonja Schacht. Freunde necken sie deshalb scherzhaft gerne als „altes Ehepaar“. Vertrauen ist wichtig beim Judo und der Disziplin Nage-no-Kata. Dort wird nämlich nicht gegeneinander, sondern miteinander gekämpft. Als Werferin schultert Sonja Schacht dort den deutlich größeren Bennet Brandes. Was so spielerisch aussieht, ist harte Arbeit. Da passt ihr Whats-App-Profil-Spruch auf dem Handy perfekt: „Klein, aber giftig.“

Dass ihnen in Erlangen mit dem DM-Titel nun der ganz große Wurf gelang, dafür machen die Peiner aber nicht nur ihren Ehrgeiz verantwortlich. „Wir haben einfach auch tolle Trainer.“ Unter anderem trainieren die beiden auch am Kata-Stützpunkt in Braunschweig beim erfahrenen Coach Jan Smeikal.

Mit dem wollen sie sich nun auf ein Abenteuer vorbereiten. Durch den Titel haben sich Sonja Schacht und Bennet Brandes für die Europameisterschaft in Slowenien im kommenden Jahr qualifiziert. „Ich würde dort gerne mit Sonja teilnehmen und mindestens in die 2. Runde kommen“, sagt Bennet Brandes. Sein Vater und Betreuer Heiner Brandes ist überzeugt, dass das notfalls auch wieder mit eingeschränktem Training klappen könnte. Denn: „Die beiden könnte man mitten in der Nacht aus dem Schlaf wecken und sie könnten ihre Kata machen.“

Von Christian Meyer

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