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HSG Nord gelingt die Wende, und der SG gelingt ein Zittersieg

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17:50 15.11.2021
Lennart Rauls ist zwischen zwei Westercellern hindurchgeflutscht. Er warf sechs Tore für die HSG Nord.
Lennart Rauls ist zwischen zwei Westercellern hindurchgeflutscht. Er warf sechs Tore für die HSG Nord. Quelle: Foto: Ralf Büchler
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Bortfeld

Ein Handballspiel ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Das machten die Handballer der SG Zweidorf/Bortfeld bei ihrem Heimsieg im Spitzenspiel gegen die SG VfL Wittingen/Stöcken deutlich. Den Kopf aus der Schlinge gezogen haben Edemissens Landesliga-Handballer. Sie gewannen nach zuvor drei sieglosen Spielen in Folge dass Duell gegen den direkten Abstiegskampf-Konkurrenten Westercelle deutlich. Dadurch kletterte die HSG Nord auf den drittletzten Tabellenplatz.

SG Zweidorf/Bortfeld – SG VfL Wittingen/Stöcken 27:25 (13:15). „Dieses Spiel ist an die Nerven gegangen“, sagte ein nach Spielschluss völlig erschöpfter SG-Leiter Sigurt Grobe. Vor allem die Schlussminuten hatten es in sich. 48 Minuten lang mussten die SG-Anhänger warten, bis ihre Mannschaft das erste Mal in Führung ging. Tobias Brümmer verwandelte einen Siebenmeter zum 21:20. Zwei Minuten später legte er nach und erhöhte auf 22:20. Nun schienen die großartig kämpfenden Gastgeber auf der Erfolgsspur zu sein. Doch die spielstarken Gäste gaben sich noch nicht geschlagen, wollten den vierten Sieg in Folge einfahren.

Zwei Minuten vor dem Abpfiff erhielten die Gäste einen Siebenmeter zugesprochen. Ihr überragender Werfer Janosch Kochale trat an die Sieben-Meter-Linie – und scheiterte an Bortfelds überragendem Torhüter Joshua Kramme. Danach war wieder Brümmer dran. Er verwandelte seinen Siebenmeter zum 26:24. Die Entscheidung war für die SG Zweidorf/Bortfeld gefallen.

Über weite Strecken der ersten Hälfte hatte es nicht nach einem Erfolg der Gastgeber ausgesehen, die mit 1:4 und 4:8 in Rückstand gerieten. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen und im Angriff einige Fahrkarten geworfen“, sagte Grobe. Hoffnung keimte auf, als Keno Rutsch in der 22. Minute zum 11:11-Ausgleich traf. Danach geriet die SG wieder mit 13:17 in Rückstand, weil sie Wittingens Janosch Kochale nicht in den Griff bekam, der 13 Tore erzielte. „Wir sind überglücklich, dass wir dieses gutklassige Spiel gewonnen haben“, sagte Grobe.

SG Zweidorf/Bortfeld: Pursche, Kramme – Brümmer (8/5), Rutsch (5), Warnecke (3), Schultz (3), Walter (2/1), Larsen (2), Zakravsky (2), Voges (1), Schulze (1), Schröder, Praet.

HSG Nord Edemissen – VfL Westercelle 32:21 (16:12). „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen“, gab HSG-Spieler Manuel Winkler die Stimmungslage der Seinen wieder. Zu kritisieren habe es kaum etwas gegeben. „Es war eine geschlossen starke Mannschaftsleistung. Und Torwart Finn-Yannes Arlt ragte heraus. Er hielt mehrere hundertprozentige Chancen.“

Schon in der Anfangsphase demonstrierten die Gastgeber, wer Herr im Hause ist und legten ein 8:2 (10.) vor. „Danach leisteten wir uns eine kurze Schwächephase. Aber es war die einzige im ganzen Spiel“, verwies Winkler darauf, dass die Gäste auf zwei Tore herankamen. Doch die Edemisser fingen sich schnell, bauten ihren Vorsprung wieder aus, gingen mit einer beruhigenden Führung in die Pause. „Zu diesem Zeitpunkt war ich mir schon ziemlich sicher, dass wir gewinnen.“

Nach dem Wechsel machte die HSG da weiter, wo sie aufgehört hatte, ließ die Gäste nicht mehr auf Schlagdistanz herankommen. „Denn unsere 6:0-Deckung stand weiter sehr kompakt. Die meisten Anspiele auf Westercelles Kreisläufer wurden verhindert. Und vorn fanden wir immer Lösungen, um Tore zu machen“, lobte Winkler.

HSG Nord Edemissen: Flörke, Arlt (beide Tor) – Bendrien, Zemke (1), Görl, Falkenhain (2), Zerter, Lennart Rauls (6), Niklas Rauls (6). Bauschmann (1), Gremmel, Funk (6), Hoffmann (10/6).

Von Hartmut Buttund Jürgen Hansen

15.11.2021
15.11.2021
15.11.2021