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Fußball-Bezirk: Fünf Auswechslungen, und Stefan Voth ist neuer Chef

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18:02 16.01.2021
Der Bezirkstag lief als Online-Veranstaltung. In der Mitte sitzt der neue Vorsitzende des Fußball-Bezirksverbands, Stefan Voth.
Der Bezirkstag lief als Online-Veranstaltung. In der Mitte sitzt der neue Vorsitzende des Fußball-Bezirksverbands, Stefan Voth. Quelle: Matthias Press
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Braunschweig

Der Fußball-Bezirksverband Braunschweig hat einen neuen Vorsitzenden: Stefan Voth ist Nachfolger von Egon Trepke, der nach 38 Jahren ehrenamtlicher Arbeit und mehr als 14 Jahren als Bezirks-Vorsitzender nicht mehr für das Amt kandidierte.

Der 55-jährige Voth, bisher Vorsitzender des Bezirks-Schiedsrichterausschusses, wurde am Samstag beim Bezirkstag gewählt, der als Online-Veranstaltung stattfand. Dabei wurde Trepke zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Noch einen für die Fußballer wichtigen Beschluss gab es: Ab der kommenden Saison darf jede Mannschaft in Pflichtspielen fünfmal auswechseln – allerdings stehen dafür nur die Halbzeit und drei weitere Wechselphasen zu Verfügung. Einmal müssen also zwei Spieler gleichzeit gewechselt werden, wenn das gesamte Kontingent ausgeschöpft werden soll.

Der Antrag dazu kam vom SV Union Salzgitter. „Lasst uns so vielen Spielern das Fußballspielen erlauben, wie es der DFB zulässt“, sagte Union-Fußball-Abteilungsleiter Adrian Borgs. Die der Bundesligaregelung entsprechenden Auswechselphasen sollen dazu dienen, um Zeitspiel in der Schlussphase zu unterbinden.

Achim Melzer von Arminia Vechelde sprach sich bei der Online-Veranstaltung für den Union-Vorschlag aus, um bei hoher Anzahl von Spielen in kurzem Zeitraum die Belastung der Spieler zu vermindern.

Jörg Zellmer hatte beantragt, die Zahl erlaubten Auswechselungen auf vier zu begrenzen. „Die Niedersachsenliga und drei andere Bezirke des Fußball-Landesverbandes haben die Anzahl der möglichen Auswechselspieler auf vier erhöht“, schrieb der Vorsitzende des Bezirks-Spielausschusses in seiner Begründung. Hier wolle er eine Angleichung erreichen. Zudem könnten tiefer spielende Mannschaften geschwächt werden, wenn mehr Spieler als mögliche Auswechsel-Kandidaten im Kader der höheren Mannschaften eingesetzt würden.

Klaus-Peter Otto, neuer Vorsitzender des Schiri-Ausschusses, plädierte in seiner Wortmeldung ebenfalls für vier Wechselspieler. „Wir haben einen Schiedsrichter-Austausch mit den Bezirken Hannover und Lüneburg. Die Unparteiischen müssten sich jedesmal auf andere Auswechsel-Modalitäten einstellen.“ Und für die Schiedsrichter-Assistenten gäbe es höhere Anforderungen aufgrund der Wechselphasen.

Bei der Online-Abstimmung ergab sich dennoch eine knappe Mehrheit für den Union-Antrag auf fünf Auswechselungen. 21 Ja-Stimmen standen 19 Nein-Voten entgegen bei fünf Enthaltungen.

Konkrete Aussagen zur Saison-Fortsetzung gab es beim Bezirkstag nicht. Wann es wieder Punktspiele geben wird, wussten die Verbands-Chefs nicht zu sagen. Trepke hatte „wenig Hoffnung, dass der Spielbetrieb im Februar wieder aufgenommen werden kann“. Und Günter Distelrath, Chef des Fußball-Landesverbandes, sagte in seinem Grußwort zum Zeitpunkt einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs: „Niemand kann zurzeit eine verbindliche Aussage machen.“

Von Matthias Press