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Sport Regional Freudentanz nach spannendem Mannschaftsfinale: DM-Gold für Peine
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19:00 16.11.2018
Deutsche Mannschaftsmeister im Trampolinturnen. Von links: Sheridan Kola, Lea Asche, Lucia Vorrat und Leah Abel.
Deutsche Mannschaftsmeister im Trampolinturnen. Von links: Sheridan Kola, Lea Asche, Lucia Vorrat und Leah Abel. Quelle: verein
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Worms

Die Aufregung beim MTV Peine war vor dem Start groß. Zwei Tage vor der Meisterschaft meldete sich die 13-jährige Lea Asche wegen Magenproblemen krank. Ersatzturnerin Lena Behrens meldete sich ebenfalls krank. „Mit nur drei Turnern an den Start zu gehen, ist zwar möglich, aber nicht optimal, da sich dann niemand einen größeren Fehler erlauben darf“, sagte Trainerin Daniela Kola.

Doch am kommenden Tag ging es Lea schon wieder besser, und sie konnte zur Meisterschaft in Worms anreisen in der Hoffnung, dass sie am kommenden Tag springen kann. Die Peinerinnen gingen dann mit Sheridan Kola, Leah Abel, Lea Asche und der Dielmissenerin Lucia Vorrat – also mit dem kompletten Team – an den Start.

Aber auch hier lief es im Vorfeld nicht glatt. Aufgrund eines Meldefehlers ging Sheridan Kola als Erstes bei den 12- bis 13-Jährigen an den Start. „Eigentlich sollte sie als Letzte starten, da die Schlussturnerin starke Nerven braucht und bei Bedarf ihre Übung umstellen muss“, sagte Trainerin und Mutter Daniela Kola.

Sheridan brachte aber auch als erste Starterin eine starke Leistung. Auch Leah Abel turnte starke Übungen im Vorkampf. „Wie erwartet turnte Lea Asche etwas verhalten, da der Magen ihr immer noch Probleme bereitete“, sagte Daniela Kola. „Sie half aber mit, ein Polster für Schlussturnerin Lucia Vorrat aufzubauen.“ Die brachte dann nochmal ordentlich Punkte aufs Konto der Peinerinnen.

Den Pflichtdurchgang gewannen die Jahnerinnen deutlich. Den Kürdurchgang allerdings nur noch ganz knapp. Schnell stand fest, dass die Jahnerinnen im Finale am Nachmittag als Favoriten starten würden. Knapp gefolgt von den Turnerinnen der Frankfurt Flyers.

Im Finale herrschte dann große Spannung. „Sheridan turnte routiniert. Lea ging es besser und sie konnte bei ihrer Übung etwas höher springen“, sagte die MTV-Trainerin. Hinzu kam, dass die Frankfurterinnen Nerven zeigten: Ein Mädchen konnte die Übung nicht beenden, und so waren die restlichen Turner unter Druck.

„Doch auch Leah Abel geriet in ihrer Kürübung in Schwierigkeiten und musste das Ende improvisieren“, sagte Kola. Und als dann die Schlussturnerin der Flyers viele Punkte vorlegte, lag alles an Lucia Vorrat, ob es Gold oder Silber wird. „Wie besprochen turnte Lucia eine Übung, die mit einem Salto mehr noch etwas mehr Schwierigkeitspunkte erzielte, und traf die Übung sehr gut“, lobte Kola. Lucia erturnte dem MTV Peine 44,75 Punkte.

Gespannt warteten beide Teams vor dem Bildschirm, bis die Ergebnisse schließlich angezeigt wurden. Und dann gab es Jubel und Freudentänze bei den Peiner Turnerinnen, der Trainerin und den mitgereisten Eltern und Großeltern. Die Jahner hatten die Frankfurterinnen deutlich geschlagen.

Von Matthias Press