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Sport Regional Ein Tor fehlt zur Oberliga: Lafferde muss nachsitzen
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17:48 20.06.2019
Jakob Schmidt setzt von der Linksaußen-Position zum Tor-Abschluss an: Mit den A-Junioren des MTV Groß Lafferde verpasste er den Sieg in der Oberliga-Relegation erneut nur knapp.
Jakob Schmidt setzt von der Linksaußen-Position zum Tor-Abschluss an: Mit den A-Junioren des MTV Groß Lafferde verpasste er den Sieg in der Oberliga-Relegation erneut nur knapp. Quelle: Ralf Büchler
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Groß Lafferde

„Das war schon bitter. Denn zweimal hat uns nur ein Tor zur Qualifikation gefehlt“, stellte der neue MTV-Trainer Kai Nötzel fest.

In der Halle am Lafferder Busch gewannen die Groß Lafferder zwar zwei ihrer vier Spiele, doch ihren Auftakt-Krimi gegen Relegationssieger Sportfreunde Söhre und den Abschluss-Thriller gegen den Zweiten HSG Heidmark verlor der MTV jeweils mit einem Tor – das bedeutete Platz drei in der Endabrechnung und zumindest noch ein Ticket für die letzte Runde am kommenden Sonntag in Oyten.

MTV Groß Lafferde – Sportfreunde Söhre 13:14 (4:4). Auch der bärenstarke Niklas Zellmann konnte mit seinen acht Toren die ärgerliche Niederlage nicht verhindern. „Nach dem Abgang von Jesper Langeheine und Ayke Donker zum Bundesliga-Aufsteiger TSV Anderten muss Niklas eine Leader-Rolle übernehmen – und das hat er super gemacht“, lobte MTV-Trainer Kai Nötzel. Beim 12:11 hatte sein Team noch geführt, doch die Gäste bewiesen die besseren Nerven. „Wir haben im Angriff teilweise etwas zu früh und voreilig abgeschlossen. Außerdem hat man uns noch die Nervosität angemerkt“, erklärte Nötzel.

MTV: Hansen (1), Fischer (2), S. Schmidt (1), Zellmann (8), J. Schmidt (1).

MTV Groß Lafferde – HSV Warberg/Lelm 17:12 (8:6). Mit mehreren starken Aktionen parierte MTV-Keeper Ole Grunst eine Groß Lafferder Führung heraus. „Er hat klasse gehalten, das hat uns Sicherheit gegeben“, lobte MTV-Trainer Kai Nötzel. Garant für den höchsten Sieg seines Teams in der Endrunde sei zudem die Leistungssteigerung im Angriff gewesen. „Vorne war vernünftig Bewegung drin. So konnten wir Lücken finden“, stellte Nötzel erfreut fest. Als mutig erwies sich Simon Schmidt, dem zum Start vier Tore in Folge gelangen. „Sein Eins-gegen-Eins-Verhalten war gut“, lobte sein Trainer.

MTV: Hansen (1). Fischer (4), S. Schmidt (4). Zellmann (5), J. Schmidt (3).

TV Georgsmarinenhütte – MTV Groß Lafferde 9:14 (5:6). Mit einer starken zweiten Hälfte machten die Groß Lafferder den Sieg perfekt. „Wir hatten konditionelle Vorteile“, konstatierte MTV-Trainer Kai Nötzel, der sich zudem darüber freute, dass sich seine Mannschaft nicht von der offensiveren 5:1-Deckung des Gegners irritieren ließ. Ganz im Gegenteil: „Die Mannschaft hat gute Lösungen gefunden, und wir konnten viele Tore über die Halbpositionen und den Kreis erzielen“, sagte Nötzel.

MTV: Hansen (1), Fischer (2), Waschke (2), Heyde (1), S. Schmidt (1), Zellmann (6), J. Schmidt (1).

HSG Heidmark – MTV Groß Lafferde 14:13 (7:7). Da Heidmark und Söhre zuvor 12:12 gespielt hatten, reichte den Groß Lafferdern im letzten Spiel des Tages ein Remis zum Relegationssieg – doch sie vergaben in einem dramatischen Spiel den Matchball. „Acht Sekunden vor Schluss sind wir auch noch zur Torchance zum möglichen Ausgleich gekommen – genau so, wie wir sie uns erspielen wollten. Jonas Waschke hatte den Mut zum Wurf, leider hat Heidmarks Keeper den Ball stark pariert“, bedauerte MTV-Trainer Kai Nötzel. Beim 8:7 hatte sein Team letztmals geführt. Doch eine kurze Schwächephase führte zum vorentscheidenden 10:13-Rückstand. „Heidmark hat in diesem Spiel die Big Points gemacht.“

MTV: Wittenberg (2), Hansen (1), Fischer (4), Waschke (2), S. Schmidt (1), Zellmann (2), J. Schmidt (1).

Die Groß Lafferder waren mächtig geknickt wegen der verpassten Qualifikation. Am Sonntag wollen sie nun ihre letzte Chance in Oyten nutzen, wo sie in der Relegations-Schlussrunde ab 13 Uhr auf den VfL Edewecht und ab 15 Uhr auf die HSG Nordhorn-Lingen treffen. „Ich sehe dafür nicht schwarz, auch wenn es nicht einfacher wird. Wir haben bisher schon eine klasse Runde gespielt, deshalb haben wir auch reelle Chancen“, sagt Coach Kai Nötzel. Nur der Gruppensieger schafft es direkt, der Gruppenzweite kann im Entscheidungsspiel noch gegen den Zweiten der Parallel-Gruppe nach dem Oberliga-Strohhalm greifen.

Von Christian Meyer