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Sport Regional Ein Titel, ein Kreisrekord und eine DM-Quali: Sarina Barth trumpft auf
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22:00 26.06.2019
Sarina Barth (LG Peiner Land, großes Foto Nr. 465) holte den U18-Landestitel über 400 Meter. Zudem wurde sie Dritte über 100 Meter und knackte auf dieser Distanz auch den Kreisrekord. Ebenfalls Gold holte Victoria Sack (kleines Foto), gewann sie doch bei den Frauen die 400 Meter.
Sarina Barth (LG Peiner Land, großes Foto Nr. 465) holte den U18-Landestitel über 400 Meter. Zudem wurde sie Dritte über 100 Meter und knackte auf dieser Distanz auch den Kreisrekord. Ebenfalls Gold holte Victoria Sack (kleines Foto), gewann sie doch bei den Frauen die 400 Meter. Quelle: Fotos: Grossmann
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Göttingen

Das war schon ein Mammut-Programm, das die 17-jährige Sarina Barth (U18, LG Peiner Land) bei der Leichtathletik-Landesmeisterschaft im Göttinger Jahn-stadion absolvieren musste: Vier Rennen innerhalb von zweieinhalb Stunden. Doch sie kam damit bestens zurecht, wurde sie doch über 400 Meter Erste. Zudem holte sie über 100 Meter Bronze und stellte über diese Distanz auch einen Kreisrekord auf. Ebenfalls Gold über 400 Meter holte Victoria Sack bei den Frauen.

Schon im Vorlauf über 100 Meter trumpfte Barth auf. Denn sie pulverisierte ihre bisherige Bestzeit, steigerte sich von 12,59 auf 12,38 Sekunden und ergatterte damit die nächste Qualifikationsnorm für die Deutsche Jugendmeisterschaft Ende Juli in Ulm. Im Zwischenlauf eine Stunde später verbesserte sie sich noch einmal um zwei Hundertstel Sekunden (12,36 sek) – damit lief sie nicht nur die schnellste Zeit aller Sprinterinnen, sondern sie knackte zudem den 50 Jahre alten Kreisrekord von Waltraud Wora (MTV Peine) aus dem Jahr 1969.

Schlag auf Schlag ging es für sie weiter, da das 400-Meter-Finale nur 45 Minuten später gestartet wurde. Hier wurde Barth ihrer Favoritenrolle gerecht, gewann in 57,95 Sekunden und durfte sich über ihren ersten der begehrten Siegerwimpel des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes freuen. Vom Ziel ging es dann gleich wieder zum sogenannten Callroom für Barth, da nur 15 Minuten später das Finale über 100 Meter auf dem Programm stand. Hier musste sie dann etwas dem Laktat (Milchsäure) in der Muskulatur Tribut zollen, sprintete mit müden Beinen aber immer noch in 12,62 Sekunden ins Ziel und sicherte sich damit die Bronzemedaille. „Meine Beine sind so schwer. Ich weiß gar nicht, wie ich die Treppen hochkommen soll“, sagte Barth und ergänzte mit einem Lachen: „Es macht zurzeit riesigen Spaß zu laufen, da man merkt, dass das Training etwas bringt. Dann quält man sich auch gerne und guckt, was der Körper so alles kann.“

Auch ihre Vereinskameradin Victoria Sack startete als Topfavoritin in der Frauenklasse über die Stadionrunde. Aufgrund der guten Trainingsleistungen war die Zielvorgabe klar: Auch für sie sollte es der Titel sein – und Sack freute sich, dass sie auf der Bahn vier ins Rennen gehen durfte und somit ihre schärfsten Konkurrentinnen im Blick hatte. Lag sie bei Halbzeit des Rennens noch gegen die sprintschnellere Svenja Pape (Hannover) zurück, machte Sack eingangs der Zielkurve Ernst und spielte ihre Stärke, die Schnelligkeitsausdauer, aus. Sie holte Meter um Meter auf und überflügelte ihre Gegnerin anfangs der Zielgeraden. Einmal in Führung, ließ sich Sack den Sieg nicht mehr nehmen und jubelte nach 56,23 Sekunden über ihren ersten Landestitel seit sieben Jahren.

Noch vier weitere Athleten aus Peine erkämpften vordere Platzierungen. Marlen Weinert (LG) überquerte die Latte im Stabhoch-Wettbewerb im zweiten Versuch bei 2,70 Meter und holte damit Silber.

Ihr Vereinskamerad Tim Wiese (U18) startete erstmals bei der Landesmeisterschaft – und er feierte ein starkes Debüt. Denn über 110 Meter Hürden sprintete er in 17,53 Sekunden zu persönlicher Bestleistung, die ihm Rang fünf bescherte.

Einen Platz schlechter schnitt der Meerdorfer Jens Thierse im Weitsprung der Männer ab. Thierse startete zäh in de Wettkampf, musste erst seinen Anlaufrhythmus und seine Lockerheit finden. In seinem besten Versuch katapultierte er sich dann auf 6,50 Meter, war damit aber nicht ganz zufrieden. „Es war mehr drin – und das hätte zu Bronze gereicht“, haderte Thierse.

Einen sehr guten Tag hingegen erwischte das Mehrumer Wurftalent Kevin Hoops (U18). Im dritten Versuch schleuderte er den 700 Gramm schweren Speer auf 41,10 Meter und erzielte damit persönlichen Rekord und Rang sieben.

Außer den sportlichen Leistungen kam es noch zu einem weiteren Höhepunkt aus Peiner Sicht. Denn der langjährige Kampfrichter Johannes Chmielewski, der die LG Peiner Land und den Niedersächsischen Leichtathletik-Verband national und international vertreten hat, wurde auf der sprichwörtlichen Ziellinie von seinen Kollegen aus dem aktiven Kampfrichterkreis auf Landesebene in den „Ruhestand“ verabschiedet. „Wir freuen uns aber, dass Hannes in Edemissen noch gerne weiter hilft“, sagte der 2. Vorsitzende der LG Peiner Land, Steffen Knoblauch, nach der emotionalen Verabschiedung.

Von Christian Engel

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