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Edemisser erneuern Kraftraum: „Wir haben den vermisst“

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17:05 17.08.2020
Die LG Peiner Land und die HSG Nord Edemissen haben ihren Kraftraum eingeweiht. Von links: Theresa Carmon (Handball), Christian Engel und Steffen Knoblauch (Leichtathletik), Gunnar Bartels (Handball) und Laura Hagedorn (Sparkasse). Quelle: Lukas Everling
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Edemissen

Für gewöhnlich kreuzen sich die Wege der Leichtathleten von der LG Peiner Land und der Handballer von der HSG Nord Edemissen eher selten. Doch in Zukunft könnte sich das ändern. Denn gemeinsam haben die beiden Sportgemeinschaften den alten Kraftraum an der Edemisser Sporthalle aufgemöbelt und mit neuem Leben gefüllt.

Zehn Geräte finden dort nun auf 30 Quadratmetern Platz – Beinbeuger und -strecker, Hüfttrainer, zahlreiche Freihanteln, Rudergerät und einige mehr stehen den Athleten nun zur Verfügung. Ein großer Spiegel an der Wand hilft, die richtige Körperhaltung zu wahren. Die aufgehängte Tafel dient nicht nur dem Aushang von Infos, sondern augenscheinlich auch der Motivation. „Das einzige schlechte Workout ist jenes, welches du nicht durchführst“, steht dort geschrieben.

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Mehr als ein ganzes Jahr hatte der Raum leer gestanden. „Früher war hier schon einmal ein Kraftraum“, berichtet Gunnar Bartels, Leiter der HSG Nord Edemissen. Doch im Zuge des Kabinenumbaus mussten die Sportgeräte weichen und Platz für die Sportler machen, damit sich diese umziehen können. Als die Kabinen fertig waren, fand der alte Kraftraum zunächst keine neue Nutzung.

„Wir haben den auf jeden Fall vermisst. Und die Leichtathleten sicherlich auch“, sagt Gunnar Bartels, dem die LG-Trainer Steffen Knoblauch und Christian Engel zunicken. Anfang des Jahres hatten die Verantwortlichen beim Landkreis Peine angefragt und die Nutzung, sowie den Umbau zugesagt bekommen. „Danke dafür an den Landkreis“, sagt Bartels.

Eine finanzielle Unterstützung gab es dann noch von der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine, die sich mit 1 000 Euro an dem Projekt beteiligt hat. „Den Rest haben wir über unsere beiden Fördervereine finanziert“, sagen Gunnar Bartels und Christian Engel. Gemeinsam bauten Handballer und Leichtathleten den Raum auch um. Sie verlegten einen neuen Fußboden und strichen die Wände neu. Mit Rene Walter engagierte sich sogar der Vater eines Handballkindes. Als besonderes Accessoire zieren die Logos der LG und der HSG die Wand – anhand einer Projektion von Gunnar Bartels nachgemalt.

Die Sportgeräte stammen von einem Fitness-Studio aus Meinersen und wurden dort ausrangiert. „Wir haben dann auch gezielt geschaut, welche wir brauchen“, erklärt Christian Engel. Für seine Leichtathleten war das vor allem der Hüfttrainer, die Handballer werden in Zukunft vermutlich viel mit den freien Gewichten arbeiten.

Einzig ein Seilzug wäre noch schön gewesen. „Für unsere Speerwerfer und die Handballer allgemein. Aber Platz ist hier der limitierende Faktor“, sagt Engel. Gemeinsam bauten sie die Geräte ab, transportierten sie und bauten sie wieder auf. „Wer sich die hohen Zahlen an den Gewichten anschaut, der weiß, wie schwer die Sachen sind“, sagt Engel lachend.

Gedacht ist der Raum vor allem für die leistungsbezogenen Teams der HSG Nord. „In erster Linie das erste Herren- und das erste Damenteam“, sagt Bartels. Von der LG Peiner Land sollen vor allem die älteren Athleten den Raum nutzen, die auf hoher Ebene nach Medaillen greifen. In die Quere kommen sich die beiden Parteien dabei wohl nicht. „Ein Abend hat ja fünf, sechs Stunden. Kein Training dauert so lange“, meint Steffen Knoblauch.

Von Lukas Everling