Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional Durchgerüttelt in den Karpaten
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Durchgerüttelt in den Karpaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 04.08.2018
Geschafft! Die Eulenexpress-Mountainbiker vom RSC Wanderlust Peine jubelten nach der Zielankunft bei der Beskidy-Trophy. Quelle: BikeLife
Istebna/Peine

Wer dieses viertägige Etappenrennen mit tückisch-gefährlichen Geröll-Abfahrten, kniffligen Wurzel-Pfaden oder Anstieg-Strapazen wagen will, für den hat Mountainbiker Peter Grünert aus der Eulenexpress-Gruppe des Peiner RSC Wanderlust schon mal einen guten Tipp: „Vaseline in rauen Mengen für den Hintern.“ Mit acht Teammitgliedern wurde er bei der Beskidy-Trophy, einem Mountainbike-Abenteuer im Dreiländereck Polen/Tschechien/Slowakei, ordentlich durchgerüttelt – doch die Eulenexpress-Fahrer haben sich mit Erfolg ins Ziel gequält – und Frank Eggert bei seinem fünften Start sogar erstmals ohne Panne.

„Trails über Trails – das war Mountainbike-Spaß pur“, bilanzierte Monika Eggert trotz der Strapazen. Sie hatte allerdings noch einen anderen Grund zur Freude. Sie gewann ihre Altersklasse. Die rund 280 Kilometer und 10500 Höhenmeter hatte sie in zusammengerechnet 17:06 Stunden gemeistert. Schnellster Eulenexpress-Fahrer im Feld der 367 internationalen Starter war Marko Trutschel. Er schaffte die vier Etappen sogar in 15:28 Stunden und schob sich damit auf den beachtlichen 58. Platz im Feld der 367 internationalen Starter auf der langen Classic-Distanz.

Dass die Etappen alles andere als eine Spazierfahrt waren, zeigten die Listen der ins Ziel gekommenen Fahrer, die wurden nämlich immer kürzer. Stürze, Pannen, entkräftete Radsportler – es gab reichlich Schwund. Nur 286 Mountainbiker kamen auch ins Ziel. Die Peiner aber hielten alle durch.

Etappe 1 forderte ihnen jedoch schon viel ab. „Der Hauptgegner war die Hitze. Auf den Wiesenanstiegen stand die warme Luft und machte das Atmen schwer“, schilderte Eulenexpress-Mountainbiker Frank Eggert. Im Wald gab es zwar Schatten, „doch dafür Dauerfeuer von unten durch Wurzeln und Steine“, verdeutlichte er. Olaf Flechtner sehnte ausnahmsweise mal einen ruhigen Abschnitt herbei, auf den Mountainbiker normalerweise gut verzichten können: „Wann kommt endlich ein langweiliger Forstweg?“, fragte er scherzend.

Auf Etappe 2 krachte es: Ein Gewitter-Schauer überraschte die Starter. Marie Peukert freute sich nach Hitze am ersten Tag über die Abkühlung auf dem Rad. „Regen beim Bergauffahren ist wie ein gekühltes Weizen am Strand“, flachste sie. Und Frank Eggert staunte über die Folgen des Unwetters: „Noch nie zuvor habe ich einen Fluss aus Hagelkörnern gesehen. Das war faszinierend und beängstigend zugleich“, sagte er. Die Peiner überstanden die glitschigen Abfahrten, kamen allerdings ziemlich schlammverschmiert nach 76 Kilometern und 2600 Höhenmetern ins Ziel.

An Tag drei folgte die Königsetappe mit 75 Kilometern und 2983 Höhenmetern. Immerhin noch 60 Kilometer und 2420 Höhenmeter waren am Schlusstag durch die Bergwälder des Karpaten-Gebirges rund um den Skiort Istebna gefordert. „Warnschilder vor den Bären stehen hier übrigens nicht umsonst rum, teilweise fährt man wirklich durch scheinbar unberührte Wildnis“, verdeutlichte Frank Eggert, der sich riesig darüber freute, dass alle acht Eulenexpress-Fahrer das Ziel erreicht hatten. Das schafften sie übrigens auch, weil Kathrin Grochla und Sonja Grünert sich um die Verpflegung kümmerten, mit denen die Fahrer ihre Energietanks wieder auffüllen konnten. Dabei stellte Sonja Grünert fest: „Die Raupe Nimmersatt ist im Vergleich zu acht Mountainbikern am Abendtisch ein Witz.“

Die Ergebnisse

Langstrecke (280 Kilometer, 10500 Höhenmeter, 367 Starter/286 Finisher): 58. Marko Trutschel 15:28 Stunden; 68. Olaf Flechtner 15:44; 119. Monika Eggert 17:06; 154. Frank Eggert 17:49; 167. Marco Velser 18:08; 245. Martin Briegnitz 20:46; 252. Marie Peukert 20:56.

Kurzstrecke (202 Kilometer, 7540 Höhenmeter, 281 Starter/241 Finisher): 172. Peter Grünert 13:18 Stunden.

Von Christian Meyer

Ein paar Minuten lang durfte sie nach ihrem letzten Versuch noch von DM-Bronze träumen. Doch dann war auch die Medaille futsch. Das Groß Ilseder Kugelstoß-Ass Josefine Klisch ist mit 15,40 Meter Vierte bei der U18-DM in Rostock geworden und verpasste damit ihr Minimalziel einer Medaille. Beim Reiten will sie im Heimaturlaub nun den Kopf frei kriegen.

03.08.2018

Klein, aber fein! Bei der siebten Auflage der Woltorfer Dressurtage können Pferdesport-Fans am Wochenende auf dem Gelände von Johannes Lieberg Dressur-Sport der Spitzenklasse erleben. Höhepunkte sind die S-Kür in der Abendsonne am Samstag (18 Uhr) mit der Wahl des Publikums-Lieblings und der Grand Prix Special am Sonntag (14.30 Uhr).

02.08.2018
Sport Regional 125-jähriges Bestehens des MTV Stederdorf - Drei Tage Beach-Volleyball im Peiner Freibad

Ein besonderes Event wird dieses Wochenende im Peiner Freibad P3 ausgetragen. Von Freitag bis Sonntag finden dort zum ersten Mal die gemeinsam vom MTV Stederdorf und den Stadtwerken Peine organisierten Peiner Beachdays statt. Kinder und Jugendliche, ambitionierte Leistungsspieler sowie Hobbyspieler jeder Altersgruppe können mitmachen.

02.08.2018