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Doppelschlag bringt den TSV Sievershausen auf die Erfolgsspur

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17:59 07.09.2020
Robert Braul (in Blau) leitete mit seinem Ausgleich die Wende ein. Der TSV 03 Sievershausen gewann sein erstes Spiel in der Bezirksliga letztlich mit 3:2. Quelle: Daniel Balkenholl
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Region Hannover

Die Bezirksligisten an der Grenze des Landkreises Peine sind am Sonntag in die neue Saison gestartet. Während sich der TSV Sievershausen und Adler Hämelerwald zum Auftakt über Punkte freuen durften, ging der TSV Dollbergen leer aus.

Das war ein Einstand nach Maß für die Elf von Matthias Salzmann. „Die Jungs haben es geschafft, mich heute als Trainer wirklich stolz zu machen“, sagt der begeisterte Coach.

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Doch zunächst tat sich seine Mannschaft schwer. Nach einem Kopfball ging der Gastgeber in Führung (17.). „Erst nach dem 0:1 sind wir richtig ins Spiel gekommen und haben die Tore genau zur richtigen Zeit geschossen“, meint Salzmann. Die Tore von Robert Braul per Kopf (23.) und Thorben Steguweit (24.) nach einer Flanke brachten die Sievershäuser auf die Erfolgsspur.

Der Doppelschlag zeigte Wirkung bei beiden Teams. Die Ramlinger Reserve war sichtlich beeindruckt, der TSV nahm den Schwung mit und erarbeitete sich weitere hochkarätige Chancen. Direkt nach dem Wiederanpfiff legte Simon Zimmermann zum 3:1 nach (46.). Der Gastgeber schaffte mit einem wuchtigen Freistoß in der Nachspielzeit nur noch den Anschlusstreffer (90.+2).

„Spielerisch war Ramlingen zwar die bessere Mannschaft, aber was wir gemeinsam abgerissen haben, war überragend. Mein Team hat sich bis zur letzten Minute gegenseitig gepusht und am Ende auch verdient gewonnen“, freut sich Salzmann.

Tore: 1:0 Haeber (17.), 1:1 Braul (23.), 1:2 Steguweit (24.), 1:3 Zimmermann (46.), 2:3 König (90.+2).

Mit dem einen Punkt ist Adler-Trainer Peter Wedemeyer zufrieden. Doch: „Lehrte ist verdient in Führung gegangen“, gibt er zu. Ein Abspielfehler im Zentrum führte zum Gegentor (34.).

Probleme hatte seine Mannschaft aber hauptsächlich mit den schnellen Außenspielern der Lehrter. Die Adler-Abwehr hielt dem Druck aber stand. Im zweiten Durchgang waren die Hämelerwalder dann deutlich aggressiver. Nach einem guten Konter ging Marco Klingberg im Strafraum zu Boden. Philipp Geyer verwandelte sicher vom Punkt (58.). Die Partie blieb in der Folge spannend. „Beide Teams hatten Chancen auf das 2:1“, sagt Wedemeyer, der aber keinen Treffer mehr zu Gesicht bekam.

Eigentlich hätte die Partie in Hämelerwald stattfinden sollen, doch der Zustand des B-Platzes am Adlerhorst sei katastrophal. „Tjard Marx hat sich beim Training ohne Fremdeinwirkung an den Bändern verletzt. Der Platz geht gar nicht“, moniert Wedemeyer.

Seit zwei Jahren sei die Bewässerungsanlage kaputt. Die Stadt Lehrte müsste diese reparieren, das sei zu Wedemeyers Unverständnis noch nicht geschehen. Ausweichen ginge nicht: Die Zuschauer-Fläche um den A-Platz sei sehr klein, weshalb sich die Entwicklung eines Hygienekonzeptes dort schwierig gestalte.

Tore: 1:0 Schmitt (34.), 1:1 Geyer (58.).

„Es ist zwar bitter, aber das Ergebnis geht so in Ordnung“, findet TSV-Trainer Lars Bischoff, der nach dem Anpfiff etwas überrascht war. „Sie haben uns komplett das Spiel überlassen und gar nicht gepresst.“ Dafür hätten die Sehnder das Zentrum dicht gemacht, sodass es kaum ein Durchkommen für Bischoffs Spieler gab. Nach Ballverlusten sei der Gastgeber schnell nach vorne gestürmt.

Mit etwas Glück gingen die Dollberger ohne Gegentor in die Kabine. Nach dem Wiederanpfiff kassierte der TSV das erste Tor in der aggressiv geführten Partie – nach einem Ballverlust im Zentrum (54.). Marcel Kattenhorn egalisierte vom Punkt, nachdem der Stürmer selbst gefoult worden war (70.). Danach musste Dollbergens Fabian Feraj nach Gelb-Rot den Platz verlassen (75.). Sehnde stellte wenig später per Elfmeter den alten Abstand wieder her (79.).

Zum Ende der Partie wurde es noch einmal hektisch. Zwei Sehnder flogen mit roten Karten vom Feld. Bischoff ist trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Elf zufrieden. Der Trainer zieht aber auch seine Lehren aus der Partie: „Wir müssen noch an unserer körperlichen Robustheit arbeiten.“

Tore: 1:0 Theuer (54.), 1:1 Kattenhorn (70.), 2:1 Tessmann (79.).

Von Nico Schwieger