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Sport Regional „Dieser Ausfall tut richtig weh“
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18:51 06.01.2020
Auftritt vor toller Kulisse: Jonas Brunke (beim Wurf) belegte mit Groß Lafferde Rang sechs in Hildesheim. Pechvogel des MTV war Marcel Waschke, der sich schwer verletzte. Quelle: Foto: Hartmut Butt
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Hildesheim

Die Verbandsliga-Handballer des MTV Groß Lafferde haben wie erwartet den überragenden dritten Rang aus dem Vorjahr beim KWG-Regio-Cup in Hildesheim nicht wiederholt. Nach zwei Tagen in der Volksbank-Arena kehrten die Lafferder mit Rang sechs zurück – und einer Hiobsbotschaft: Im letzten Spiel gegen Alfeld brach sich Marcel Waschke die Mittelhand. „Das ist ganz bitter für ihn und uns“, sagte MTV-Coach Dennis Bühn.

Passiert sei die Verletzung ohne Gegnereinwirkung. „Bei einem Wurf hat es geknackt“, erklärte Bühn, der den erneuten Ausfall eines Spielers mit Galgenhumor nahm. „In dieser Saison sammeln wir Verletzungen.“ Ausfallen werde Waschke wenigstens drei Monate, sagte Bühn. „Das tut schon richtig weh, da Marcel der Spieler der Hinrunde war.“ Der MTV-Coach hofft nun darauf, „dass demnächst der eine oder andere Verletzte wieder zurückkehrt“. Fest steht für ihn aber schon jetzt, „dass wir in den nächsten beiden ganz wichtigen Spielen improvisieren müssen“, betont Bühn.

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Ohnehin war er nur mit einem dünn besetzten Kader nach Hildesheim gereist. Entsprechend sah auch die Vorgabe aus. „Wir wollen das Spiel um Rang fünf erreichen“, sagte er kurz vor Beginn. Das gelang auch deshalb, weil Bühn mit Arne Hansen und Adrian Jemric sowie Kevin Winkler wieder Unterstützung aus der zweiten Mannschaft hatte. Hinzu gesellte sich mit Sören Reuter ein Langzeitverletzter, der in Hildesheim seine ersten Gehversuche auf dem Handball-Parkett wagte. „Die lange Pause habe ich aber noch gemerkt. Es fehlt noch die Schnelligkeit und das Verständnis für die spielerischen Abläufe“, sagte Reuter, der jedoch mit seiner Erfahrung und Ruhe dem Spiel der Lafferder gut tat.

MTV Groß Lafferde – SF Söhre 7:9. Schwerer hätte es für die Lafferder zum Auftakt nicht kommen können, trafen sie doch auf den Titelverteidiger. Der MTV startete jedoch gut. Der bestens aufgelegte Lionel Lütgering parierte nicht nur erstklassig, sondern trat auch zweimal als Torschütze in Erscheinung. Denn als Söhre seinen Keeper durch einen siebten Feldspieler ersetzt hatte, unterliefen den Söhrern zwei Ballverluste. Lütgering reagierte schnell und warf die Lafferder mit 6:4 in Führung. Lütgering besaß sogar noch eine dritte Chance, warf aber knapp vorbei. Anschließend steigerte sich Söhre jedoch und drehte die Partie. „Schade, eine Überraschung wäre möglich gewesen“, sagte Lütgering.

Lafferde:Lütgering (2), Brunke (1/1), Waschke (1), Reuter (1), Hansen (1), Kamradt (1).

MTV Groß Lafferde – HSG Gronau/Barfelde 15:7. Einen ungefährdeten Sieg feierten die Lafferder gegen den Regionsligisten. Schnell zog der Favorit auf 7:2 davon. „Das war bereits die Entscheidung“, sagte Trainer Dennis Bühn. Schließlich betrug die Spielzeit in der Vorrunde nur 20 Minuten. Anschließend blockten die Lafferder immer wieder die Würfe des Gegners – und Marcel Waschke sowie Christian Preen liefen einen Gegenstoß nach dem anderen, so dass der MTV am Ende klar gewann.

Lafferde:Waschke (5), Preen (4/1), Hansen (2), Winkler (1), Jemric (1), Kamradt (1), Tillack (1).

MTV Groß Lafferde – SG Börde 7:13. Das Spiel gegen den Verbandsliga-Konkurrenten fand am zweiten Spieltag statt, allerdings musste Bühn auf Hansen, Jemric und Reuter verzichten. Aufgrund der Ausfälle zog auch Abteilungsleiter Steffen Slabon ein Trikot über – und im Verlauf des Spiels kam er zum Einsatz und erzielte ein sehenswertes Tor von der Rechtsaußen-Position. „In der Abwehr hat er ebenfalls seinen Mann gestanden, es war ein ordentlicher Einstand“, sagte Bühn. Letztlich aber sei sein Team chancenlos gewesen. Es dauerte acht Minuten, bevor Jonas Brunke das erste Tor für den MTV erzielte – es war der Treffer zum 1:7. „Da war die Entscheidung bereits gefallen.“

Lafferde: Brunke (2), Winkler (2), Waschke (1), Kamradt (1), Slabon (1).

MTV Groß Lafferde – SV Alfeld 5:8. Nach einem Sieg und zwei Niederlagen hatten die Lafferder den Halbfinaleinzug verpasst. Im Spiel um Platz fünf trafen sie auf Ligakonkurrent SV Alfeld, der im Vorjahr ebenfalls der Gegner in der Platzierungsrunde war. Damals ging es jedoch um Platz drei und vier, wobei die Lafferder gewannen. Diesmal allerdings gab es eine Niederlage.

Entscheidend war in dem fünfzehn Minuten dauernden Spiel die Schlussphase, in der sich die Alfelder von 4:3 auf 7:3 absetzten.

Lafferde: Brunke (1/1), Preen (1), Waschke (1), Kamradt (1), Slabon (1).

Den Turniersieg holte sich überraschend Eintracht Hildesheim II. Der Verbandsligist schlug Favorit SF Söhre mit 17:12. Dritter wurde GW Himmelsthür durch ein 13:11 gegen Börde.

Von Hartmut Buttund Peter Konrad