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Die Volleyball-Saison ist bis hinauf zur Oberliga gelaufen

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18:04 15.12.2020
Die Volleyballerinnen des MTV Stederdorf (links) verloren Ende September das Spiel gegen Langenhagen. Das ist inzwischen bedeutungslos – der Spielbetrieb wurde abgesagt. Quelle: Ralf Büchler
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Kreis Peine

Aufsteiger MTV Stederdorf hat erst zwei Spiele in der Volleyball-Landesliga der Frauen absolviert, beide verloren und nach dem Rücktritt von Christian Hansen keinen Trainer mehr. Dennoch hat die Mannschaft den Klassenerhalt geschafft. Denn der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband (NWVV) hat den Spielbetrieb ausgesetzt und wird auf den Auf- und Abstieg verzichten.

Das heißt: Für die Volleyball-Saison 2020/21 wird es von den Kreisklassen bis zur Oberliga keine Wertung geben. Dies gilt auch für den Jugendspielbetrieb. Eine Entscheidung für die Regionalligen und 3. Ligen soll Ende Januar getroffen werden.

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„Ich hoffe, dass wir wenigstens noch in irgendeiner Form spielen können“, sagt Heiko Herzberg, Trainer des Regionalligisten Vallstedt Vechelde Vikings. „Vielleicht bekommt man es hin, von März bis Mai eine einfache Runde zu spielen, unter Einbeziehung der schon absolvierten Begegnungen. Wenn es zeitlich zu eng wird, könnte man Doppel-Spieltage oder auch Dreier-Turniere ansetzen.“

Dass überhaupt gespielt wird, hält Herzberg für wichtiger als die Frage, ob es eine Auf- und Abstiegswertung geben sollte. „Es wäre ja keine realistische Saison, von daher würde ich auf Absteiger verzichten.“

Achim Gückel, Volleyball-Abteilungsleiter beim MTV Stederdorf, hält den Absage-Beschluss bis hinauf zur Oberliga für „sinnvoll und alternativlos. Aber er ist auch sehr bitter!“ Vor allem tue es ihm um die jungen Leute leid, die fast eine ganze Saison nicht spielen können. „Wir hatten eine Trainingsgruppe mit etwa einem Dutzend junger Männer, die viel Spaß am Volleyball haben. Sie können nicht mal mehr in die Halle hinein. Ich hoffe, dass sie nicht weg sind, wenn der Trainingsbetrieb irgendwann wieder losgehen kann.“

Die Verbandsentscheidung sei vor allem deshalb logisch, weil die Hallen-Saison im Volleyball von September bis ind den März läuft und danach die Beach-Serie anfängt. „Die Fußballer können bis zum Sommer spielen. Im Hallen-Volleyball ist das nicht möglich“, sagt Gückel. Nachdem der Spielbetrieb bis Jahresende ausgesetzt wurde, hätten im Januar die Punktspiele beginnen müssen, um wenigstens eine einfache Serie spielen zu können.

Komplett vorbei ist es mit Volleyball nach dem NWVV-Beschluss aber noch nicht. „Die Jugendmeisterschaften auf Landesebene werden unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens und der Landesverordnung unter Vorbehalt im April/Mai stattfinden. Die jeweiligen Bezirksmeisterschaften beziehungsweise Meldungen müssen bis zum Frühjahr durchgeführt worden sein“, teilt der NWVV mit.

Unter Voraussetzung fallender Inzidenzwerte und der Freigabe der Landespolitik bestehe die Möglichkeit, in einen geregelten Wettkampfbetrieb zurückzukehren, heißt es weiter. Wie das geschehen könne, müsse auf Regions- und Landesebene entschieden werden. „Kreative Ideen können mit den jeweiligen Spielwarten oder Vorsitzenden der Regionen geteilt werden.“

Von Matthias Press