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Die Saison-Unterbrechung kam Robert Schröder völlig ungelegen

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14:22 21.01.2021
Robert Schröder hat die Lücke am Kreis gefunden.
Robert Schröder hat die Lücke am Kreis gefunden. Quelle: Ralf Büchler
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Groß Lafferde

Tabellenletzter, 0:6-Punkte: Groß Lafferdes Verbandsliga-Handballer sind so schlecht wie irgend möglich in die Spielzeit 2020/21 gestartet. Außenstehende könnten daher denken, die Anfang November verfügte, coronabedingte Saisonunterbrechung kam gerade rechtzeitig, um Schlimmeres zu verhindern. MTV-Spieler Robert Schröder sieht das anders: „Der Abbruch war keine Rettung und hat meine Mannschaft auch nicht vor etwas bewahrt. Ich sehe uns stark genug, aus eigener Kraft zu punkten, um unten raus zu kommen. Ich bin überzeugt, dass wir das so oder so schaffen.“

Schröder persönlich kam die Unterbrechung völlig ungelegen, denn er war nach einem im Sommer erlittenen Bänderriss gerade auf dem Weg, zu gewohnter Form zu finden. Dass sein Team nicht in Tritt fand, begründet der Kreisläufer in erster Linie mit einer Vielzahl technischer Fehler. „An der Vorbereitung lag es nicht. Die war gut, wir waren fit.“

Jetzt sind Groß Lafferdes Spieler auf sich selbst gestellt, müssen – neben einigen gemeinsamen Online-Trainingseinheiten – eigenverantwortlich etwas für die Fitness tun. „Schön ist das nicht. Aber das allein Laufen nervt noch nicht. Es ist aushaltbar“, betont der 25-Jährige, der innerhalb seiner Mannschaft zusammen mit Sören Reuter zu den Dienstältesten zählt. Vereinsmitglied ist der gebürtige Hildesheimer, der als Kind für die SG Ost Himstedt-Bettrum aktiv war, seit 2007.

Zu seinem Lieblings-Hobby gebracht haben ihn seine Eltern. „Als ich sechs Jahre alt war, sagten sie: Der Junge muss Handball oder Fußball spielen. Sie schleiften mich dann zum Training beider Sportarten. Handball gefiel mir besser.“

Als C-Jugendlicher wechselte er später zum MTV, wo ihn sein damaliger Trainer Eckhardt Meyer vom Rückraumspieler zum Kreisläufer umschulte. Dabei blieb es, und Schröder kann sich nichts anderes vorstellen. „Mit meiner Größe von 1,84 Meter bin ich in der heutigen Zeit ohnehin fast zu klein für den Rückraum.“ Perfekt übt der Rechtshänder seine Rolle auf dem Spielfeld längst nicht aus, da ist er selbstkritisch: „Schwächen habe ich vor allem in der Abwehr. Als Vorgezogener läuft es ganz gut, aber am Verhalten in der 6:0-Deckung muss ich arbeiten. Dafür bin ich schnell und gebe nie auf“, taxiert sich der Architektur-Student, dessen Studiumsort Braunschweig zugleich Wohnsitz ist.

Die Nähe zu Groß Lafferde kommt ihm zupass. „So kann ich Hobby und Studium ohne größeren Zeitverlust ausüben. Das ist auch ein Grund, weshalb ich den MTV nie verlassen habe. Und es macht Spaß in unserer Mannschaft. Außerdem sind die Fans toll. Bei den Heimspielen herrscht immer gute Stimmung.“

Als Zielsetzung für diese Saison sieht Schröder für sein Team allein den Klassenerhalt. „Und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen. Aber das Hauptziel sollte sein, dass wir in dieser Saison überhaupt wieder Handball spielen und die Corona-Krise überwinden.“

Von Jürgen Hansen