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Sport Regional Derby: HSG-Nord-Trainer hofft auf konzentrierte Abschlüsse
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Derby: HSG-Nord-Trainer hofft auf konzentrierte Abschlüsse
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18:09 20.02.2020
Merle Marks (SG Zweidorf/Bortfeld, rechts) hatte im Hinspiel das letzte Tor zum 19:17 geworfen. Die HSG Nord will sich für die Hinspielniederlage revanchieren. Quelle: Foto: Hartmut Butt
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Kreis Peine

Wer ist die Nummer eins im Kreis Peine? Diese Frage dürfte in der Bortfelder Sporthalle geklärt werden, wo sich am Sonntag die Landesliga-Handballerinnen der SG Zweidorf/Bortfeld und der HSG Nord Edemissen im Derby gegenüberstehen. Beide Mannschaften liegen in der Tabelle nur einen Rang beziehungsweise zwei Punkte auseinander.

SG Zweidorf/Bortfeld – HSG Nord Edemissen (Sonntag, 17 Uhr). „Ich erwarte wie im Hinspiel ein knappes Resultat“, sagt SG-Coach Ulrich Bollmann. In Edemissen hatte seine Riege mit 19:17 gewonnen. Und das, obwohl die erfahrene Torjägerin Annika Sonnenberg verletzt auf der Auswechselbank gesessen und Jenna Böger frühzeitig die rote Karte gesehen hatte. Auch im Rückspiel werden Bollmann zwei erfahrene Rückraumspielerinnen fehlen. Ann-Christin Strutz fällt mit einem Kreuzbandriss langfristig aus und Elisa Kelkert ist noch immer verletzt. Zuversichtlich ist Bollmann aber, dass Larissa Kamp wieder einsatzfähig ist.

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Sie hatte in Geismar aufgrund einer Erkältung passen müssen. Mit ihr würde der SG-Coach eine abwehr- und konterstarke Spielerin wieder im Kader haben. Vor allem hätte er im Rückraum eine Alternative mehr. Die Gastgeber haben Respekt vor den Gästen, die in 2020 mit starken Leistungen aufgewartet haben. „Es ist schwer, sich auf Edemissen einzustellen“, sagt Bollmann. Immer wieder würden andere Spielerinnen Akzente setzen. „Das macht es uns nicht einfach, eine Abwehrstrategie zu entwickeln.“´

Er glaubt, dass auch gegen die HSG Nord eine starke Abwehr der Schlüssel zum Erfolg sein wird. In Edemissen konnte er sich zusätzlich auf eine überragende Torfrau Franziska Rother verlassen. „Wenn wir gewinnen wollen, brauchen wir auch im Rückspiel eine überragende Torhüterleistung“, weiß Bollmann, für den ein Sieg wichtig ist, um weiterhin im Rennen um die Vizemeisterschaft zu bleiben.

Die erwähnte Franziska Rother bezeichnet Edemissens Trainer Gundolf Deterding als Schlüsselspielerin der Gastgeberinnen. „Mit ihr im Rücken stellt die SG eine der besten Abwehrreihen der Liga. Wenn wir nicht konzentriert im Abschluss sind, wird sie die Hälfte unserer Chancen wegnehmen.“ Zweidorf/Bortfelds gesamte Mannschaft sieht er ein Stück besser als sein Team. Und: „Die SG hat sich in den vergangenen beiden Jahren nach vorn entwickelt, sie ist auch in der Offensive stark. In vielen Spielen hat sie mehr als 30 Tore geworfen. Wir müssen schon an unsere Leistungsgrenze gehen, um zu bestehen.“

Sein Team überzeugte vorige Woche beim 23:20-Erfolg gegen Vorsfelde kämpferisch und spielerisch. „Den Schwung müssen wir mitnehmen. Doch das allein wird nicht reichen, um erneut zu gewinnen. Zweidorf/Bortfeld sehe ich eine Klasse besser als Vorsfelde. Wir müssen uns steigern“, betont Deterding, der wieder auf die zuletzt fehlende Michelle Thurau zurückgreifen kann. Diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird Dine Neugebauer, die sich vor zwei Wochen im Spiel gegen Geismar am Jochbein verletzte. „Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Dines Jochbein angebrochen ist. Für sie steht daher in Kürze eine Operation an“, bedauert Deterding.

Von Hartmut Buttund Jürgen Hansen