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Sport Regional Der Flatterball-Aufschläger trifft auf seinen Ex-Klub
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12:00 17.11.2018
Hände hoch! Die Vallstedter warten am Netz auf den Aufschlag ihres Teamkollegen Adrian Quistorff (kl. Foto).
Hände hoch! Die Vallstedter warten am Netz auf den Aufschlag ihres Teamkollegen Adrian Quistorff (kl. Foto). Quelle: stefan saltzmann/Ralf Büchler
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Vallstedt

Seine alte Liebe ärgern – das hat sich Vallstedts Regionalliga-Volleyballer Adrian Quistorff für Samstag vorgenommen. Dann trifft er nämlich mit den Grün-Weißen im Verfolgerduell auf seinen Ex-Verein VfL Lintorf, für den er in der 3. Liga aufschlug und alle Jugendteams durchlief. „Es war eine schöne und sportlich ambitionierte Zeit, mit dreimal Training pro Woche auf richtig gutem Niveau“, sagt der 27-Jährige, der ganz in der Nähe in Bramsche bei Osnabrück aufwuchs.

Grün-Weiß Vallstedt – VfL Lintorf (Samstag, 20 Uhr, Halle Vechelde). Von einem Dorf-Klub zum nächsten: Für Adrian Quistorff haben Lintorf und Vallstedt viel gemeinsam – und das schätzt der Neuzugang. „Vallstedt ist auch ein Volleyball-Dorf. Das ist super, weil die Verantwortlichen mit Herzblut dabei sind und die Dorfbewohner im Publikum anfeuern – so macht das Spaß“, sagt der Außenangreifer. Vor der Saison war er vom Regionalligisten USC Braunschweig II zu den Grün-Weißen gewechselt. Quistorff studiert in Braunschweig Wirtschaftsingenieurwesen, schreibt derzeit seine Masterarbeit. Für den Wechsel mitentscheidend war nicht nur GW-Mitspieler Hendrik Schultze, mit dem er viele Jugend-Jahre im Niedersachsen-Kader schmetterte, sondern auch die familiäre Atmos-phäre beim SV Grün-Weiß.

In seinem neuen Team fühlt er sich pudelwohl. „Ich wurde super aufgenommen. Kurioserweise hatte ich gleich das Gefühl, als ob ich alle schon ewig kenne“, sagt Adrian Quistorff.

90 Prozent aus dem Kader des Gegners kennt er auch. Und deshalb weiß Vallstedts Neuzugang ganz genau, welch schwere Aufgabe ihn und sein neues Team gegen den Tabellenzweiten erwartet. „Lintorf hat viele erfahrene und clevere Spieler. Auch wenn wir sicherlich nicht in der Favoritenrolle sind, so erwarte ich doch ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, betont Quistorff.

Adrian Quistorff (vorn) spielt gegen seinen Ex-Klub. Quelle: Stefan Saltzmann

Sein Tipp: Eine Vallstedter 3:2-Überraschung. Denn GW hat reichlich Selbstvertrauen mit fünf Siegen in Folge getankt. „Vor allem sind wir im Moment emotional sehr stark. Wir schaffen es extrem, uns gegenseitig zu pushen“, stellt Quistorff erfreut fest. Zudem solle sich im Verfolgerduell auszahlen, dass die Vallstedter hart im Training gearbeitet haben.

Vor allem der Annahme widmete sich Coach Janusz Tomaszewski. Denn nicht nur er weiß, dass aggressive Aufschläge eine echte Lintorfer Waffe sind. „Da müssen wir gegenhalten“, betont Quistorff, dessen Vater Philippe einst für die französische Nationalmannschaft spielte und Profi in Frankreich und Berlin war. Das Volleyball-Talent hat er weitergegeben. „Adrian ist ein cleverer Außen-Annahme-Spieler, der sehr sauber spielt. Einen richtigen Bumms beim Schmetterball hat er zwar nicht, aber davon haben wir ja genug andere im Team“, sagt GW-Kapitän Torben Pätzold über den Neuling, der zudem gefährliche Flatter-Aufschläge im Repertoire hat.

Adrian Quistorff hofft Samstag für die Überraschung gegen sein Ex-Klub auch auf die Heimkulisse. Die Lintorfer Halle ist zwar ein ähnliches Stimmungsnest wie die Vechelder Halle bei Vallstedter Heimspielen. „Früher waren sogar 400 bis 450 Zuschauer bei Spitzenspielen, manche feuerten mit Trommeln an, aber einen Saxofonisten auf der Tribüne wie hier gab es da nicht. So eine tolle Heimatmosphäre ist sehr wichtig“, sagt Quistorff. Mit einem Sieg könnte GW sogar auf Drittliga-Relegationsplatz zwei klettern.

Von Christian Meyer