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Sport Regional Auszeit fruchtet: Vecheldes Kolja Frey krönt seine Aufholjagd
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18:35 20.02.2020
Er wehrte nicht nur ab, er griff plötzlich auch an: Mit einer Taktik-Umstellung drehte Vecheldes Kolja Frey sein Einzel gegen Hahndorf. Quelle: Foto: Ralf Büchler
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Vechelde

Arminia-Kapitän Carsten Gruhn freute sich nach zwei verlorenen Spitzenspielen über den ersten Sieg der Rückrunde: „Der war wichtig, den in den nächsten beiden Spielen müssen wir mit Ersatz antreten“, sagte er.

SV Arminia Vechelde II – SV Hahndorf 9:2 (27:13). Im Hinspiel hatten die Vechelder noch auf Thore Richter und Christian Blank verzichten müssen, diesmal trat der Gast ersatzgeschwächt an. Und das nutzte der Tabellendritte eiskalt aus. Nur ein Einzel und ein Doppel gaben die Gastgeber ab. Sogar nur zwei Partien waren in den fünften Satz gegangen – und beide gewannen die Vechelder. Noppenspieler Kolja Frey schaffte dabei sogar das Kunststück einen 0:2-Satzrückstand gegen André Passon zu drehen. Eine Auszeit wirkte Wunder. Im vierten Satz drehte Frey einen 4:6-Rückstand mit sieben Punkten in Folge tatsächlich noch in einen 11:6-Sieg. „Das hat seinen Gegner völlig fertig gemacht. Kolja hat sein Spiel umgestellt, hat fortan wieder aggressiver gespielt. Er hat mehr Mut gehabt, hat sogar mal mit der Noppe attackiert“, betonte Arminia-Kapitän Gruh. Das zahlte sich aus: Frey gewann den Entscheidungssatz noch klar 11:4. „Sein Sieg hat uns sehr gefreut“, betonte Teamkollege Gruhn. Denn nach mehreren starken Spielzeiten läuft es bei Frey nicht mehr so gut, er verbesserte seine Bilanz durch den Aufholjagd-Erfolg aber auf 6:13.

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In seinem erst vierten Saisoneinsatz hinterließ Thore Richter im oberen Paarkreuz einen starken Eindruck. „Er hat fast keine Fehler gemacht und ist schon wieder fast bei alter Form zurück. Seine Rückhand ist sein Sahneschlag – und mit ihr traut er sich jetzt wieder mehr zu“, stellte Arminia-Kapitän Gruhn erfreut fest.

Umso ärgerlicher ist es, dass Vecheldes Nummer zwei im folgenden Arminia-Spiel am Freitag ebenso fehlen wird wie Teamkollege Christian Blank. Titelanwärter ESV Goslar gastiert ab 20 Uhr, der stolperte jüngst aber sogar über Abstiegskandidat MTV Ölsburg. Die Vechelder sehen der Partie gelassen entgegen: „Die Hinserie hat gezeigt, dass uns die Rolle des Underdogs ohnehin mehr liegt als die des Favoriten“, betont Gruhn. Unmöglich sei ein Sieg aber nicht. Gleiches gilt für Samstag, wenn die Vechelder den Tabellensiebten MTV Lichtenberg erwarten (16 Uhr) und dort nicht nur Blank und Richter sondern auch noch Youngster Luca Anders ersetzen müssen. „Wir können locker aufspielen“, findet Gruhn.

Die Spiele: Klaus Schwickerath/Luca AndersPhilipp Schulz/Sebastian Engel 0:3, Thore Richter/Carsten GruhnAhmet Acar/Michael Gatzke 3:1, Christian Blank/Kolja FreyAndré Passon/Ronny Engel 3:0, Schwickerath – Engel 3:1, RichterSchulz 3:0, AndersGatzke 0:3, Blank – Acar 3:2, Gruhn – Engel 3:0, FreyPasson 3:2, SchwickerathSchulz 3:0, Richter – Engel 3:1.

Von Christian Meyer