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Sport Regional Auf nach Budapest: Peiner starten bei der Senioren-EM
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15:39 28.06.2019
Auf zum Abenteuer Senioren-EM: Aus dem Landkreis Peine schlagen in Budapest Volker Schrader (von links), Frank Hollstein, Olaf Billert-Papendorf, Andreas Korth, Klaus Lemke, Thorsten Grzeskowitz und Jörg Schlichtmann auf. TSV-Bildung-Akteur Volker Schrader hofft darauf, mit seinem ungewöhnlichen Spielstil ein paar Gegner ärgern zu können.
Auf zum Abenteuer Senioren-EM: Aus dem Landkreis Peine schlagen in Budapest Volker Schrader (von links), Frank Hollstein, Olaf Billert-Papendorf, Andreas Korth, Klaus Lemke, Thorsten Grzeskowitz und Jörg Schlichtmann auf. TSV-Bildung-Akteur Volker Schrader hofft darauf, mit seinem ungewöhnlichen Spielstil ein paar Gegner ärgern zu können. Quelle: Fotos: Isabell Massel
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Kreis Peine

Klaus Lemke ahnt schon, was ihn beim Abenteuer in Budapest zumindest in einem Einzel erwarten könnte: „Ich werde Erfahrung und Bälle sammeln.“ Der Tischtennis-Bezirksklassen-Spieler des MTV Vechelade startet mit vier Vereinskollegen von Sonntag an bei der Senioren-EM in Ungarn – und bekommt es unter anderem mit einem Zweitliga-Spieler aus Italien zu tun.

Hobby-Spieler treffen auf Ex-Profis – bei der Tischtennis-Senioren-EM ist das möglich, weil sich die Teilnehmer nicht sportlich qualifizieren müssen, sondern sich einfach anmelden können. Und genau das macht den Reiz aus. Deshalb wagen sich auch Volker Schrader vom TSV Bildung Peine und Thorsten Grzeskowitz vom TTC Berkum in Budapest in ihr zweites Senioren-EM-Abenteuer nach dem Heimspiel 2013 in Bremen. „Alleine die Eröffnungsfeier mit Fahnen-Einmarsch war schon super“, erinnert sich Schrader. Tischtennis-Legenden wie Welt- und Europameister Mikael Appelgren aus Schweden oder der deutsche Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner schlugen damals ebenfalls auf. Das größte Erlebnis war für Schrader allerdings etwas anderes: „Ein Zeitspiel in der Altersklasse Ü80. Da trafen zwei echte Schupfkönige aufeinander.“

Schrader hat mit Kumpel Grzeskowitz für die Ü50-Klasse gemeldet. Sein Ziel: „Drei Sätze gewinnen, viel Spaß haben und Leute kennenlernen“, sagt er. Flug und Hotel haben die beiden schon vor fast einem Jahr gebucht. Sie machen aus ihrem Tischtennis-Abenteuer einen Kurz-Urlaub mit ihren Frauen und wollen sich auch die Stadt angucken. Die Rückreise ist für Freitag gebucht. Da beginnt die Hauptrunde. „Wenn wir uns dafür qualifizieren, hätten wir ein Problem“, flachst Schrader. Nach einem Blick auf seine Gruppen-Gegner aus Russland, Italien und Slowenien rechnet er nämlich fest damit, dass er das Turnier in der Trostrunde am Donnerstag beenden wird. Schrader wäre zufrieden, „zum Peiner Freischießen am Freitag will ich nämlich pünktlich wieder hier sein“, sagt er.

Bis zu 3500 Teilnehmer können in Budapest mitschmettern und mitschnippeln. Gleich fünf davon kommen vom MTV Vechelade: Andreas Korth, Frank Hollstein, Klaus Lemke, Olaf Papendorf und Jörg Schlichtmann. Die drei Letztgenannten hat das Senioren-EM-Fieber bei ihrem Debüt 2017 in Helsingborg in Schweden gepackt. „Die Stimmung war toll, alles war super organisiert. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und Spaß zeichnet das Turnier aus – und den einen oder anderen Alt-Star kann man auch treffen“, schwärmt Klaus Lemke. In Schweden hatten sich die Vechelader eine Holzhütte gemietet und einen schönen Männer-Urlaub mit Tischtennis, Skat und Doppelkopf daraus gemacht. Diesmal haben sie eine Wohnung gemietet und freuen sich auf Budapest. „Ich hatte mir schon seit Jahren mal vorgenommen, die reizvolle Stadt zu besuchen, bisher hatte es noch nicht geklappt. Auch von den anderen war noch keiner da“, sagt Lemke.

Als die Auslosung der Gruppen feststand, recherchierten die Vechelader prompt gleich mal im Internet nach ihren Gegnern. Klaus Lemke staunte nicht schlecht: Er bekommt es unter anderem mit einem deutschen Oberliga-Spieler und einem Zweitliga-Spieler aus Italien zu tun. Weil er in Helsingborg nur knapp an der Hauptrunde vorbeigeschrammt war, hatte er nun auf den Einzug gehofft: „Aber das liegt diesmal wohl nicht drin“, ahnt Lemke. Doch bei der Senioren-EM macht sogar verlieren (fast immer) Spaß.

Von Christian Meyer