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16:00 06.07.2019
Sein Kinder-Training in Klein Ilsede wird Tim Winter vermissen. Quelle: Isabell Massel
Oberg

Manchmal spürt er es schon, dieses Kribbeln im Bauch, das eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung ist, wie er es zum Beispiel auch 2015 vor seiner ersten Teilnahme an der Deutschen Jugend-Meisterschaft der Leichtathleten erlebte. Der 18-jährige Oberger Tim Winter wird nächsten Monat für ein Jahr nach Argentinien gehen und dort im Freiwilligendienst mit Behinderten arbeiten. Er freut sich auf sein Projekt, seine Gastfamilie, ein leckeres Hüftsteak. Nur, dass er sein Trainer-Amt für die Kinder-Leichtathletik-Gruppe des TV Klein Ilsede aufgeben muss, „das macht mich schon etwas traurig“.

1,3 Millionen Einwohner statt 2200, Córdoba statt Oberg, Spanisch statt Deutsch: Im August beginnt für Tim Winter, der gerade am Gymnasium Groß Ilsede sein Abitur gemeistert hat, das Abenteuer Auslandsjahr. In der zweitgrößten Stadt Argentiniens wird der Ex-Leichtathlet der LG Peiner Land in dem christlichen Projekt „Cottolengo Don Orione“ Menschen mit Behinderung betreuen. Er findet das eher interessant als mutig. „Ich habe mal ein Praktikum im Krankenhaus gemacht. Meine Mutter arbeitet bei der Lebenshilfe. Ich möchte später mal Medizin studieren, da passt das“, sagt der Blondschopf.

Zu seinen Aufgaben werden zum Beispiel die Beschäftigungs-Therapie für Behinderte oder die Öffentlichkeitsarbeit auf der Internet-Seite des Projekts gehören. „Und ich würde gerne Gymnastik anbieten. Das wäre ganz cool“, sagt Tim Winter. Bei aller Vorfreude – ein wenig Grummeln in der Magengegend ist auch (noch) da. Die größten Sorgen des 18-Jährigen: „Ich hoffe, dass ich in kein Fettnäpfchen in Sachen Kultur trete. Und ich spreche noch kein Spanisch. Die ersten Wochen werden deshalb sicherlich ziemlich hart“, ahnt er.

Ein paar Brocken Spanisch hat sich Tim Winter deshalb schon selber beigebracht. „Ninjo“ und „Ninja“, „Junge“ und „Mädchen“ zum Beispiel. Für etwas Beruhigung soll der zweiwöchige Vorbereitungskursus zum Start sorgen. „Auf den hoffe ich sehr. An fünf Tagen haben wir jeden Tag fünf Stunden Unterricht“, erzählt der Oberger.

Auf einer Messe, die er mit Freundin und Trainer-Kollegin Nele Fiene besucht hatte, wurde er auf den vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit geförderten Freiwilligen-Dienst aufmerksam und bewarb sich für das weltwärts-Programm des Vereins „Experiment“. „Das ist nicht das typische Auslandsjahr. Ich glaube, so taucht man am tiefsten in die Kultur ein“, sagt Tim Winter. Wo er landen wird, war nicht klar, er durfte nur Projekt-Vorlieben angeben. Mit dem Argentinien-Los ist er glücklich. Zum 18. Geburtstag hat er zwei Reiseführer geschenkt bekommen und schmökerte darin voller Vorfreude. „Die Landschaft soll schön und abwechslungsreich sein.“ Córdoba ist eine Studenten- und Sportstadt, in der es viele Fitness-Studios gibt. Da will sich Tim Winter auch gerne anmelden: Nach einer Zerrung und Hüftproblemen beendete er frustriert seine Leichtathletik-Karriere und widmete sich dem Fitness- und Muskeltraining. „Und es ist vielleicht ganz gut, um sich dort schnell zu integrieren“, sagt er.

Für die Peiner Allgemeine Zeitung wird Tim Winter regelmäßig über sein Argentinien-Abenteuer berichten. Zu den Dingen, die er unbedingt in den Koffer packen wird, gehört der Laptop aber noch aus einem anderen Grund. „Um den Kontakt nach Hause zu meiner Familie und Freundin zu halten.“ Er ahnt, dass das erste Weihnachten ohne sie emotional werden kann.

Von Christian Meyer

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