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6:1-Sieg: Galliger VfB/SC behauptet den dritten Platz  

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16:54 26.10.2020
Auf die Peiner Damen war gegen den Horner TV Verlass. Laura Gredner (Foto) gewann mit Nadine Cordes das Doppel und mit Bruder Lucas auch das Mixed. Quelle: Ralf BÜchler
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Peine

Mit einem Punkt mehr im Gepäck als vorab eingeplant kehrte der VfB/SC Peine von seinen beiden Auswärtsspielen zurück, denn beim Horner TV siegte der Badminton-Zweitligist mit 6:1 – Lohn waren drei Zähler. Entsprechend schnell verschmerzte er auch die 1:6-Niederlage im Spitzenspiel, die es am Tag zuvor beim TSV Trittau gab. „Ich bin trotzdem mega zufrieden. Schließlich haben wir jetzt zehn Punkte auf dem Konto und sind Dritter – damit hätte ich im Lebtag nicht gerechnet“, sagte Coach Heiner Brandes.

TSV Trittau II – VfB/SC Peine 6:1 (18:5 Sätze). „Die Trittauer waren einfach eine Nummer zu groß für uns“, gestand Brandes. Auch deshalb, „weil sie gleich drei Erstliga-Spieler eingesetzt haben. Wären die nicht dabei gewesen, hätte das anders ausgesehen“, erläuterte Brandes. Doch trotz der Verstärkung aus der Ersten begann das Spitzenspiel gut für den VfB/SC, denn Lucas Bednorsch und Lucas Gredner gewannen das erste Herren-Doppel in drei Sätzen – und das gegen Jonathan Persson und Alexander Strehse, die tags darauf für Trittau in der ersten Liga aufliefen. Es sollte jedoch bei diesem einen Sieg für die Gäste bleiben, alle anderen Partien verloren sie, „wobei wir viermal chancenlos waren“, sagte Brandes. Lediglich im Mixed sowie im zweiten Herren-Doppel gelang den Peinern jeweils noch ein Satzgewinn.

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Ein dritter wäre noch möglich gewesen, aber nachdem Niklas König und Lucas Behme den zweiten Durchgang mit 11:7 für sich entschieden hatten, verloren sie anschließend den dritten Satz in der Verlängerung mit 10:12. „Schade“, bedauerte Brandes, „ein Punkt wäre am Ende drin gewesen, wenn die beiden gewonnen hätten“, erklärte Brandes. Ohnehin aber hatte er sich vorab nicht allzu viel ausgerechnet, „weil Trittau enorme Qualität hat – das hat sich auch in diesem Spiel gezeigt“.

Die Spiele: Jonathan Persson/Alexander Strehse – Lucas Bednorsch/Lucas Gredner 7:11, 8:11, 7:11; Devy Yunita Indah Sari/Emma Moszczynski – Larina Tornow/Laura Gredner 11:9, 11:4, 11:6; Sebastiaan Li/Lasse RathjensNiklas König/Lukas Behme 11:9, 7:11, 12:10, 11:6; Persson – Bednorsch 11:6, 11:8, 11:7; Sari – Tornow 11:5, 11:2, 11:2; Strehse/Moszczynski – Lucas Gredner/Nadine Cordes 11:3, 6:11, 11:6, 11:9; Li – Frank Juchim 11:6, 11:2, 11:4.

Hamburg Horner TV – VfB/SC Peine 1:6 (5:20). „Mit einem solch deutlichen Sieg habe ich niemals gerechnet“, sagte Heiner Brandes, der vom Auftritt seines Teams sehr angetan war. „Das war richtig gut, was alle geboten haben.“ Insbesondere die Mentalität gefiel ihm. „Die ist mittlerweile viel besser als früher. Denn da haben wir nach einer klaren Führung oft noch Punkte verschenkt, jetzt ziehen wir durch – das zeigt, dass die Galligkeit eine ganz andere ist als noch vor ein, zwei Jahren“, freute sich der Coach.

Zugleich habe die Partie auch verdeutlicht, „dass wir über die Geschlossenheit kommen und sehr ausgeglichen besetzt sind“. Entsprechend war sein Team auch in der Lage, den Ausfall von Florentine Schöffski (Lehrgang wegen der Jugend-EM) gut zu kompensieren. „Das hat uns keine Probleme bereitet. Die Hamburger dagegen, bei denen die beste Spielerin fehlte, hatten damit wesentlich mehr Schwierigkeiten – und das haben wir ausgenutzt“, erklärte Brandes, dessen Team aufgrund des Sieges Platz drei behauptete.

Die Spiele: Hauke Graalmann/Mats Miller – Lucas Bednorsch/Lucas Gredner 11:6, 7:11, 12:10, 5:11, 11:9; Weronika Krawiec/Elena Villa Bokov – Nadine Cordes/Laura Gredner 4:11, 4:11, 6:11; Alexander Semrau/Florian SelkeNiklas König/Lukas Behme 7:11, 8:11, 10:12, Semrau – Bednorsch 5:11, 2:11, 6:11, Bokov – Larina Tornow 9:11, 10:12 5:11; Miller/Krawiec – Lucas Gredner/Laura Gredner 9:11, 10:12, 4:11; Graalmann – Frank Juchim 6:11, 11:6, 12:14, 11:4, 6:11.

Corona: Verband befragt die Verein

Weiterspielen oder die Saison angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen unterbrechen? Mit dieser Fragestellung habe sich der Badminton-Verband an die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga gewandt, berichtet VfB/SC-Coach Heiner Brandes, der jedoch von einer generellen Pause, die alle Klubs betrifft, nicht allzu viel hält. „Denn die Hygiene-Konzepte, die die Vereine erarbeitet haben, sind alle sehr gut und schlüssig“, lobt er.

Entsprechend der stringenten Vorgaben begrenze sich der Kontakt bei den Punktspielen auch auf ein Minmum. „Daran halten sich die Teams auch. Und weil das alle verstanden haben, besteht auch keine Gefahr“, betont der Peiner Trainer. Deshalb plädiert er auch dafür, „die Saison nicht zu unterbrechen, sondern fortzusetzen“.

Von Peter Konrad