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Sport Regional 2126 Bahnen! Vöhrumer Olaf Walther siegt mit Rekord
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19:00 23.04.2019
Olaf Walther vom Tri-Team Vöhrum gewann mit 2126 absolvierten Bahnen das 24 Stunden-Schwimmen in Sarstedt – seine 53,1 Kilometer bedeuteten zudem Streckenrekord. Quelle: privat
Sarstedt

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, bei einer so großen Veranstaltung als Gesamtsieger zu finishen. Schon im vergangenen Jahr beim ersten Platz in Wolfsburg kamen mir fast die Tränen“, erklärte Walther.

Insgesamt legte der Vöhrumer eine Strecke von 53,1 Kilometern zurück und verbesserte damit seinen persönlichen Rekord aus dem vorigen Jahr um gleich acht Kilometer. Die Konkurrenz war letztlich chancenlos – der Vorsprung auf den Zweitplatzierten betrug 19 Kilometer. Dabei waren die Voraussetzungen nicht die besten, denn der 50-Jährige ging mit einer leichten Erkältung in den Wettbewerb. „Trotzdem wollte ich aber persönliche Bestleistung schwimmen.“ Diese lag bis dato bei 43,5 Kilometern.

Zu Beginn sei es jedoch sehr hektisch zugegangen, da auf einer 25-Meter-Bahn bis zu 15 Schwimmer gleichzeitig starteten. „Deshalb war es zunächst auch unmöglich, seinen eigenen Rhythmus und das richtige Tempo zu finden“, berichtete Walther. Das ständige Überholen und anschließende Ausgebremst werden durch langsamere Schwimmer habe sehr viel Kraft gekostet.

Dieser Zustand besserte sich erst nach acht Stunden. „In dieser Zeit habe ich viele unbeabsichtigte Tritte und Schläge von anderen erhalten“, erklärte er. Von diesen Widrigkeiten ließ er sich jedoch nicht beirren, absolvierte die ersten elf Stunden fast ohne Pause.

Lediglich alle 30 Minuten hielt er für wenige Sekunden am Beckenrand an und nahm Verpflegung zu sich – und nachdem er die 30-Kilometermarke erreichte hatte, betrug sein Vorsprung auf den ärgsten Verfolger bereits zehn Kilometer. Allerdings war er pro Kilometer 1:44 Minute schneller unterwegs, als er es sich für seine Marschroute vorgenommen hatte. Doch je länger der Wettkampf dauerte, „umso beschwerlicher wurde es für mich“.

Folglich waren in dieser Phase vor allem mentale Stärke und Willenskraft gefordert, um weitere Bahnen zurückzulegen. Nach 40 Kilometern jedoch rächte sich das anfänglich zu hohe Tempo. Walter hatte zwar ausreichend Nahrung und Getränke zu sich genommen, dennoch sank sein Blutzuckerspiegel, so dass er leichte Kreislaufprobleme bekam. „Deswegen habe ich dann auch eine Pause von 90 Minuten eingelegt.“ Diese Maßnahme und weitere Verpflegung sorgten dafür, dass der Vöhrumer sich regenerierte. „Das war eine echte Krise, die ich überwinden musste. Ich hatte sogar überlegt, ob ich aufhöre“, sagte Walther.

Aber er entschloss sich, wieder ins Wasser zu gehen und schwamm noch weitere 13 Kilometer, ehe die Strapazen beendet waren. Erschöpft und müde kletterte Walther aus dem Wasser, in dem er 21,5 Stunden zugebracht hatte.

All die Mühen hatten sich jedoch gelohnt. Denn er sicherte sich mit persönlicher Bestleistung nicht nur Platz eins, sondern er stellte auch noch einen Streckenrekord in Sarstedt auf. Zudem bedeuten seine 53,1 Kilometer Bestmarke in Deutschland in der laufenden Saison. Entsprechend stolz war auch der Verein. „Was Olaf geleistet hat, ist unglaublich“, konstatierte Vöhrums Triathlon-Abteilungsleiterin Dany Bremus.

Der Ultraschwimmer und mehrfache Ironman-Teilnehmer hat sich jedoch schon neue Ziele gesetzt. „Im Mai möchte er beim 24-Stunden-Schwimmen in Mühlacker auf 70 Kilometer kommen“, sagt Arminias Triathlon-Pressewart Carsten Janecke. Damit das gelingt, trainiert Olaf Walther pro Woche 15 bis 35 Kilometer im Peiner Schwimmbad P3. Hinzu kommen Rad- und Lauftraining, „so dass ich häufiger zwei Trainingseinheiten pro Tag habe.“

Verbrauch von 18000 Kalorien

Olaf Walther verbrauchte während des Wettkampfes 14 Trinkflaschen á 750 Milliliter mit angemixten kohlenhydratreichen Getränken, 3 Liter Cola, 2 Liter zuckerhaltigen Tee, 2 Dosen Energygetränke, 20 Eiweißriegel, 10 Gels und 500 Gramm Mandarinen. Umgerechnet ergibt diese Energiemenge mehr als 70 große doppelte Hamburger.

Der Körper verbraucht beim zügigen Schwimmen pro Stunde etwa 750 Kilokalorien, so dass in 24 Stunden 18000 Kilokalorien wieder zugeführt werden müssen.

600 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren in Sarstedt dabei. Am Start waren Freizeit-und Leistungsschwimmer sowie langstreckenerprobten Triathleten.

Von Peter Konrad

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