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1. PAZ-Cup-Finale: Babitsch pariert, und Hohenhameln behält die Nerven

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17:23 30.11.2020
Final-Sieger TSV Hohenhameln. Zum Team gehörten (hinten von links): Michael Hesse, André Lau, Marco Schwalenberg, Jens Gehlhaar, Marc Neubauer, Dimitri Babitsch, Norman Willatowski, Uwe Otte, Karsten Gries. Vorn von links: Elmar Ohlendorf, André Handelmann, Lars Schiller, Matthias Bernhardt und Holger Planitz. Quelle: Sven Diestelhorst
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Peine

Der PAZ-Cup war von Anfang an ein Turnier der Superlative im Kreis Peine. Zum ersten Mal wurde die – damals noch inoffizielle – Hallen-Kreismeisterschaft Ende 1997/Anfang 1998 ausgetragen. Superlative gab es damals schon bei den Zuschauerzahlen, am Endspieltag füllten 500 Gäste die Silberkamphalle. Ein weiterer Superlativ war das Preisgeld: Insgesamt bekamen die Teams, die sich für die Endrunde qualifiziert hatten, 7000 Mark.

Im Finale schien der SV Bosporus Peine schon auf der Siegerstraße zu sein. Er führte nach Toren von Hadi Bacaksiz und Sadettin Dagasan nach fünf Minuten schon 2:0. Aber Gegner TSV Hohenhameln gab sich nicht geschlagen. Holger Planitz gelang der Anschlusstreffer, und 22 Sekunden vor Schluss glich André Handelmann aus. Hikmet Koc wäre beinahe vorher das 3:1 gelungen.

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Im folgenden Siebenmeterschießen setzten sich die Hohenhamelner durch. Norman Willatowski verwandelte den entscheidenden Ball. Bosporus-Keeper Uwe Kruse war der Pechvogel. Ausgerechnet der mit 46 Jahren älteste Turnierteilnehmer scheiterte gleich im ersten Versuch an seinem TSV-Kollegen Dimitri Babitsch. Der TSV kassierte 3500 Mark, der SV Bosporus 2000 Mark.

„Das Turnier war super. Ich erinnere mich noch an die Akustik, vor allem die Bosporus-Fans waren genial. Und an André Handelmanns Tor Sekunden vor Schluss. Das war Gänsehaut pur!“, schwärmt Holger Planitz heute noch. „Hinterher war dann Open-End-Feier in der Kabine.“

Das Spiel um Platz 3 war eine klare Angelegenheit: Arminia Vöhrum besiegte den FC Pfeil Broistedt mit 6:2. Dabei gab es drei Doppel-Torschützen: Lars und Andreas Trappe für Arminia, Ralf Bartnik für Broistedt. Dass Landesligist Vöhrum nicht ins Endspiel gekommen war, lag auch am VfL Woltorf. Im letzten Gruppenspiel hätte die Arminia mit vier Toren Differenz gewinnen müssen und führte schon 5:2. Doch dann bekam Arminia-Keeper Michael Stark eine Zwei-Minuten-Strafe, und Woltorfs Thomas Schäfer verkürzte auf 3:5.

Noch einen Höhepunkt gab es: Das Kopfballtor von Ralf Karschunke. Es war das erste am Endspieltag und der Vallstedter gewann damit einen „Farbfernseher“ – spendiert vom Menz-Technikhaus, das es heute nicht mehr gibt. Die Fotos in der PAZ waren noch schwarz-weiß, und dass so ein Fernseher bunte Bilder liefert, wurde vor der Jahrtausendwende noch extra betont.

Von Matthias Press