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Hannover 96 Wer übernimmt bei Hannover 96 in der 2. Liga?
Sportbuzzer Hannover 96 Wer übernimmt bei Hannover 96 in der 2. Liga?
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20:45 31.03.2016
Von Heiko Rehberg
Wer übernimmt bei Hannover 96?
Wer übernimmt bei Hannover 96? Quelle: dpa/HAZ/Montage
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Hannover

Seit Mittwoch um 17.02 Uhr ist Hannover 96 ganz offiziell auf der Suche nach einem Trainer für die 2. Liga. Es ist eine etwas vertrackte Situation, weil der Fußball-Bundesligist mit Thomas Schaaf noch einen Trainer hat, der im Falle des unwahrscheinlichen Klassenerhalts auch Trainer bleiben würde. Doch die Einigung mit Schaaf, beim Abstieg die Zusammenarbeit zu beenden, ermöglicht dem Club, zweigleisig planen zu können - und zwar von sofort an. Man wolle „weiter um die 1. Liga kämpfen, sich aber auch um die 2. Liga intensiv Gedanken machen“: Das ist laut Geschäftsführer Martin Bader der Spagat, den der Verein in den kommenden Wochen hinbekommen muss. „Wir haben unsere Ideen, die versuchen wir abzuarbeiten“, sagte Bader.

Namen, das gehört zum Geschäft, nannte Bader keine, und nicht jeder „heiße Kandidat“, der in und von den Medien ins Rampenlicht geschoben wird, ist auch einer. Auch das gehört zum öffentlichen Trainersuchspielchen. Aus allem, was im Umfeld des Clubs an Spekulationen kursiert, lässt sich aber zumindest ein Kreis von Kandidaten benennen. Fünf Trainer, die bei 96 gehandelt werden:

Markus Kauczinski

In der vergangenen Saison war der 46-Jährige mit dem Karlsruher SC ganz dicht dran an einer Sensation: In der Relegation gegen den Hamburger SV fehlte dem KSC nur das Glück zum Sprung in die 1. Liga. Den Erfolg konnte Kauczinski diese Saison nicht wiederholen, der KSC hat in der 2. Liga mit Auf- und Abstieg nichts zu tun, die Arbeit des Trainers wird aber von Beobachtern weiterhin in höchsten Tönen gelobt. Kauczinski hat bereits vergangenes Jahr verkündet, dass für ihn in Karlsruhe am Saisonende Schluss ist, doch der Trainer habe weiter „alles im Griff“, urteilte das Fachmagazin „kicker“. Ein Erstligateam hat Kauczinski noch nicht betreut, in Karlsruhe war er vorher Jugend-, Reserve- und Interimstrainer, dazu kommen vier Jahre als Jugendcoach bei Schalke 04. Sein Vorteil: Er kennt die 2. Liga.

Holger Stanislawski

Ihn wollte Bader damals bereits zum 1. FC Nürnberg holen, das Engagement, so heißt es in Nürnberg, scheiterte aber an der Besetzung des Trainerstabes. Der 46-Jährige führte den FC St. Pauli 2010 in die 1. Liga und stieg mit dem Club gleich wieder ab. Bei 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Köln blieb er anschließend nicht länger als eine Saison. Seit 2013 ist er ohne Trainerjob und leitet als Geschäftsführer einen Rewe-Supermarkt im Hamburger Stadtteil Winterhude.

Mirko Slomka

Bei vielen Fans ist er immer noch sehr beliebt: Slomka hat Hannover 96 im Jahr 2010 vor dem Abstieg gerettet und danach zweimal in die Europa League geführt, im Dezember 2013 wurde er von Tayfun Korkut ausgelöst. Seit seinem Rauswurf beim Hamburger SV, den er im Februar 2014 übernommen hatte, war der Hannoveraner bei mehreren Clubs im Gespräch, unter anderem beim VfB Stuttgart, 1899 Hoffenheim, Austria Wien und Young Boys Bern. Nach allem, was zu hören ist, wäre Slomka einer Rückkehr zu 96 nicht abgeneigt. Die „Bild“-Zeitung fragte bereits: „Wiederaufstieg mit Slomka?“ Im Umfeld des Clubs gibt es jedoch Vorbehalte gegen Slomka nach seinem damaligen Dauerstreit mit Sportdirektor Jörg Schmadtke.

Markus Gisdol

Beim FC Schalke 04 war er Assistenztrainer von Ralf Rangnick. Den Durchbruch als Trainer schaffte er bei 1899 Hoffenheim. 2013 rettete er die Mannschaft in der Relegation vor dem Abstieg. Nach zwei Spielzeiten im Mittelfeld ging es mit Hoffenheim jedoch wieder abwärts, im Oktober vergangenen Jahres wurde Gisdol freigestellt. Der 46-Jährige ist aktuell auch bei RB Leipzig im Gespräch, wo Rangnick den Trainerposten zum Saisonende wieder abgeben möchte.

Thorsten Fink

Der frühere HSV-Coach soll schon einmal ein Angebot gehabt haben, das Traineramt von 96 zu übernehmen. Sagte Fink in einem Interview. Seine Variante geht so: Fink hatte im Mai 2015 bei Austria Wien angeheuert, „nach einem halben Jahr wieder zu gehen, hätte einen komischen Beigeschmack“ gehabt. Nach HAZ-Informationen soll Fink bereits bei der Nachfolgersuche für Korkut der Favorit eines 96-Gesellschafters gewesen sein.

Heiko Rehberg 03.04.2016
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