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Hannover 96 Nur 96 im Kopf
Sportbuzzer Hannover 96 Nur 96 im Kopf
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20:09 17.03.2015
Von Norbert Fettback
Rot steht ihm besser als Gelb-Schwarz: Das denken zumindest die 96-Fans von Leonardo Bittencourt.
Rot steht ihm besser als Gelb-Schwarz: Das denken zumindest die 96-Fans von Leonardo Bittencourt. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

Vielleicht kracht es sogar richtig. Dafür, dass es in dieser Woche lauter werden könnte in der Spielerkabine von Hannover 96, gibt es diverse Gründe. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund, das als richtungweisend gilt, sind die richtigen Töne gefragt. Da darf gern das getan werden, was der Mannschaft auf dem Platz zuletzt nicht gelungen ist: mal so richtig aufdrehen. Auch, um ein wenig lockerer zu werden in der angespannten Situation. Einer, der dafür sorgen kann, ist Leonardo Bittencourt. „Musik gehört dazu“, sagt der 21-Jährige, der als Spaßvogel im Team gilt und gern den Entertainer gibt, wenn die Spieler nach dem Training eine Zeit lang zusammensitzen. „Auch das kann einiges lösen.“

Lösen muss 96 vor allem das Problem, das Siegen verlernt zu haben. Neunmal in Folge hat es damit nicht geklappt. Was jetzt aber passieren soll, wenn es nach Bittencourt geht. „Gegen Dortmund wollen wir drei Punkte einfahren“, sagt ausgerechnet einer, der bis zum Sommer 2013 selbst das Borussen-Trikot getragen hat.

Für ihn ist das eine schöne Erinnerung daran, wie es in der Bundesliga begonnen hat. Nicht mehr. „In den 90 Minuten werde ich kein Kumpel von einem sein, der in Schwarz-Gelb auftaucht“, sagt der Mittelfeldspieler. Dabei hat Bittencourt erst vor ein paar Tagen seinem BVB-Spezi Marco Reus in einer freundlichen SMS zu dessen jüngsten Toren gratuliert. Weil es sich für ihn so gehört.

Man nimmt es dem jungen Mann ab, dass sein Innenleben auf die „Roten“ ausgerichtet ist und sich in seinem Denken alles um den erhofften Heimsieg am Sonnabend gegen die Borussia dreht, weil das aktuell „das Beste für den Kopf“ sei. Aktuell durchlebt Bittencourt eine Leidenszeit, da es für 96 nicht läuft und er selbst jüngst bei der Niederlage in Mönchengladbach aufgrund einer Gelbsperre auch noch den Zuschauer geben musste. „Ich fühle mich sehr wohl in Hannover“, sagt er. „Bei den Fans und bei der Mannschaft komme ich gut an.“

Und nun soll er in drei Tagen vorspielen beim Dortmunder Trainer? Für 6 Millionen Euro könnte der BVB Bittencourt nach dieser Saison zurückholen, so sieht es eine Option in seinem Vertrag bis 2017 vor. Ein Thema, das der junge Mann ausblendet, der in dieser Spielzeit nicht übermäßig Werbung in eigener Sache machte. „Ich muss Herrn Klopp am Sonnabend nichts beweisen“, sagt Bittencourt. „Er kennt mich gut genug.“ Und fast philosophisch meint er: „Für mich zählt nur das Hier und Jetzt.“

Noch ein Grund, es neun Spieltage vor Saisonende krachen zu lassen. Bittencourt denkt dabei auch an das Hinspiel, als er 90 Minuten lang dabei half, den Dortmundern in deren Stadion drei Punkte zu stibitzen. Sein Motto für den Sonnabend hat er längst formuliert: „Wir müssen sie erneut schlagen.“

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