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Hannover 96 Hiroki Sakai entschuldigt sich bei den Fans
Sportbuzzer Hannover 96 Hiroki Sakai entschuldigt sich bei den Fans
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21:16 17.05.2015
Von Norbert Fettback
„Tut mir leid“: Ron-Robert Zieler (von links), Hiroki Sakai und Marcelo reklamieren bei Schiedsrichter Felix Zwayer, der Sakai Gelb zeigt. Später sah er noch Gelb-Rot.
„Tut mir leid“: Ron-Robert Zieler (von links), Hiroki Sakai und Marcelo reklamieren bei Schiedsrichter Felix Zwayer, der Sakai Gelb zeigt. Später sah er noch Gelb-Rot. Quelle: Stefan Puchner
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Japaner gelten als höfliche und rücksichtsvolle Menschen. Auch Hiroki Sakai weiß, was sich gehört. Am Sonnabend, zu später Stunde, schickte der Rechtsverteidiger von Hannover 96 eine Entschuldigung hinaus in die große weite Fußballwelt.

„Tut mir leid team und fans! Und vielen dank. 3 punkte! noch ein sieg!“, lautete Sakais Twitter-Botschaft, die man auch auf diesen Nenner bringen könnte: Es ist ja trotzdem noch mal alles gut gegangen.

Gut war es nicht, was Sakai in den 77 Minuten abgeliefert hatte, die er im vorletzten Bundesligaspiel der Saison mitmachen durfte. Der 25-Jährige agierte fahrig und übernervös; auf seiner Abwehrseite drohte wiederholt Gefahr. Kurz nachdem 96 mit 1:0 in Führung gegangen war, holte Sakai den Augsburger Linksverteidiger Abdul Baba im Strafraum von den Beinen (29.) - Elfmeter für Augsburg, Gelbe Karte für Sakai.

Eine mit Folgen: Bei einem Kopfballduell traf der Japaner mit dem Ellbogen Tobias Werner im Gesicht, die nächste Verwarnung war fällig. Also Abmarsch Richtung Kabine (77.) nach der ersten Gelb-Roten Karte, die Sakai im 96-Trikot kassierte und die an diesem Tag zum Gesamtbild des Nationalspielers passte. „Sakai war übermotiviert“, sagte Clubchef Martin Kind. „Er hatte nicht die Ruhe und Stabilität, die in solchen Spielen notwendig ist.“ Siehe auch sein Handspiel im 96-Strafraum (66.), das zum Glück für seine Mannschaft vom Referee offenbar nicht wahrgenommen wurde.

Beim Saisonfinale gegen Freiburg ist Sakai aufgrund der Sperre nun Zuschauer. Und danach? Abwanderungsgedanken wurden ihm immer schon nachgesagt. Vielleicht würde eine Luft- veränderung seiner fußballerischen Entwicklung tatsächlich guttun. 

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