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Hannover 96 Die Zeichen für Berlin stehen auf Grün
Sportbuzzer Hannover 96 Die Zeichen für Berlin stehen auf Grün
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21:59 05.11.2014
Von Norbert Fettback
Foto: „Er ist in unseren Überlegungen“: 96-Trainer Tayfun Korkut und Lars Stindl (re.).
„Er ist in unseren Überlegungen“: 96-Trainer Tayfun Korkut und Lars Stindl (re.). Quelle: zur Nieden
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Hannover

So schnell lassen sie sich nicht abhängen bei Hannover 96. Auch nicht, wenn es Freitagabend in Berlin gegen Hertha BSC geht. Gegen jenen Klub, der mit den Buchstaben auf dem Trikot wirbt, die derzeit auf viele Reisende aufgrund des angekündigten Lokführerstreiks wie ein rotes Tuch wirken: DB. Die „Roten“, die zu Auswärtsfahrten des Öfteren in den Zug steigen, haben reagiert: Statt mit dem ICE reisen sie mit dem Mannschaftsbus in die Hauptstadt. Mit Mirko Liesebach-Moritz am Steuer, der die 96-Fußballer seit Jahr und Tag sicher von A nach B und zurück bringt. Das sportliche Ziel für den Bundesliga-Tabellensechsten hat Tayfun Korkut ausgegeben. „Wir wollen dranbleiben und was holen“, sagt der 96-Trainer. Mit anderen Worten: Berlin soll für Korkuts Mannschaft eine Reise wert sein.

Den Beweis, dass auch auswärts etwas geht, hat 96 jüngst in Dortmund angetreten. Danach hat die Elf, auch mit freundlicher Hilfe von Alexander Madlung, daheim gegen Eintracht Frankfurt nachgelegt. Die Zeichen stehen auf Grün. Für Korkut ist das auch ein Ergebnis „harter Arbeit. Die Mannschaft hat unheimlich viel investiert“, sagt er. In den beiden vergangenen Ligaspielen habe sich auch gezeigt, dass der Teamgeist stimme und ein hohes Maß an Stabilität da sei, meint der Chefcoach.

Bleibt das so, dann muss 96 wohl nicht befürchten, von der Hertha aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Die Mannschaft darf beim Spiel nach vorn aber gerne noch etwas mehr Dampf machen, gerade bei den heimstarken Berlinern, die im Olympiastadion zuletzt dreimal in Folge gewonnen haben.

Da dürfte es mehr als willkommen sein, dass sich das Comeback von Lars Stindl abzeichnet. Der etatmäßige Kapitän zog sich Ende August einen Außenbandanriss im rechten Knie zu, seit voriger Woche trainiert er wieder mit der Mannschaft. Und der 26-Jährige hat offenbar solche Fortschritte gemacht, dass er in Berlin schon eine Rolle spielen könnte. „Er ist auf einem richtig guten Weg und in unseren Überlegungen“, sagt Korkut. Der Trainer benennt heute vor der Abfahrt sein Aufgebot, es wäre keine Überraschung, wenn der tatendurstige Stindl mit in den Bus steigt.

In Hannover bleiben muss hingegen Christian Pander, dessen Kapselreizung nur leichtes Lauftraining zulässt. Auch Miiko Albornoz (Achillessehnenbeschwerden) fällt weiterhin aus. Somit wäre Edgar Prib als Linksverteidiger wieder erste Wahl. Für das defensive Mittelfeld wird noch der Partner für Manuel Schmiedebach gesucht; einiges spricht dafür, dass der zuletzt gesperrte Ceyhun Gülselam anstelle von Maurice Hirsch ins Team rückt. Und dass Jimmy Briand trotz Verletzung an der Stirn, wovon weiterhin ein Verband kündet, spielen will statt sich zu schonen, ist für morgen ein bemerkenswertes Signal

Sehnen-Teilabriss bei Andreasen

Leon Andreasen bleibt der große Pechvogel der „Roten“. Der 31-Jährige muss einen weiteren Rückschlag wegstecken: Bei ihm wurde bei einer Untersuchung eine weitere Verletzung festgestellt. Dabei handelt es sich nach Angaben des Fußball-Bundesligisten um einen Sehnen-Teilabriss am hinteren linken Oberschenkel. Diese Diagnose stellte Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, den der Mittelfeldspieler vorige Woche in München konsultiert hatte, nach einer Magnetresonanztomografie (MRT). Wie lange der Däne ausfallen wird, ist ungewiss. In der Hinrunde dürfte mit ihm nicht mehr zu rechnen sein.

Bereits Ende September hatte die medizinische Abteilung der „Roten“ bei dem Mittelfeldspieler eine Nervenreizung am hinteren Beckenring diagnostiziert. Diese verursachte eine Überlastung der Oberschenkelmuskulatur im linken Bein und ist noch nicht ausgestanden. Andreasen, den im Verlauf seiner Karriere unterschiedliche Verletzungen immer wieder zurückgeworfen haben, suchte daraufhin weitere Ärzte und Physiotherapeuten auf, darunter auch Müller-Wohlfahrt. Bei 96 werde alles dafür getan, dass er schnell wieder gesund wird, sagte Klubsprecher Alex Jacob. Dazu, auf welche Weise sich Andreasen die neuerliche Verletzung zugezogen hat, ließ 96 nichts verlauten.

Den Beweis, dass auch auswärts etwas geht – wie 96 jüngst in Dortmund angetreten hat – wollen die „Roten“ am Freitag bei Hertha BSC in Berlin erbringen. Danach hat die Elf, auch mit freundlicher Hilfe von Alexander Madlung, daheim gegen Eintracht Frankfurt nachgelegt. Die Zeichen stehen auf Grün. Für Korkut ist das auch ein Ergebnis „harter Arbeit. Die Mannschaft hat unheimlich viel investiert“, sagt er. In den beiden vergangenen Ligaspielen habe sich auch gezeigt, dass der Teamgeist stimme und ein hohes Maß an Stabilität da sei, meint der Chefcoach.

Bleibt das so, dann muss 96 wohl nicht befürchten, von der Hertha aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Die Mannschaft darf beim Spiel nach vorn aber gerne noch etwas mehr Dampf machen, gerade bei den heimstarken Berlinern, die im Olympiastadion zuletzt dreimal in Folge gewonnen haben. Da dürfte es mehr als willkommen sein, dass sich das Comeback von Lars Stindl abzeichnet.     

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