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Hannover 96 Der Mann mit der Drei-Punkte-Garantie
Sportbuzzer Hannover 96 Der Mann mit der Drei-Punkte-Garantie
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23:05 31.10.2014
Von Norbert Fettback
„Er will wieder treffen“: In neun Bundesligaspielen für 96 hat Joselu zwei Tore erzielt – heute soll gegen Eintracht Frankfurt das eine oder andere dazukommen.
„Er will wieder treffen“: In neun Bundesligaspielen für 96 hat Joselu zwei Tore erzielt – heute soll gegen Eintracht Frankfurt das eine oder andere dazukommen. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Es wäre kein schlechter Moment. Es wäre sogar ein sehr guter Moment. Für Joselu und für Hannover 96: Wenn der 24 Jahre alte Stürmer in der Bundesliga ins Tor getroffen hat, dann verließen die „Roten“ den Platz als Sieger. So geschehen beim Auftakt gegen Schalke 04, als Joselu das entscheidende 2:1 gelang. Auch beim 1:0 gegen den 1. FC Köln ging das „goldene“ Tor auf seine Kappe. Seitdem aber läuft der Spanier einem Erfolg hinterher – es ist es an der Zeit nachzulegen. Am besten gegen Eintracht Frankfurt, den Klub, für den er noch in der vorigen Saison stürmte. Joselu, der Mann mit der Drei-Punkte-Garantie auch gegen seinen alten Verein?

„Er will wieder treffen“, sagt sein Trainer. „Und er wird das am Sonnabend mit aller Macht versuchen. Ich hoffe, er kriegt es hin.“ Dass Joselu mehr kann, als er in den vergangenen fünf Pflichtspielen gezeigt hat, weiß auch Tayfun Korkut. Sonst hätte er ihn ja nicht immer wieder aufgestellt und ihm sein Vertrauen geschenkt. Auf die Weise ist Joselu in Bringschuld geraten: Zwei Tore bei neun Einsätzen ist nicht gerade eine Topquote für einen Fünf-Millionen-Euro-Einkauf und um einiges schlechter als seine Frankfurter Bilanz (neun in 24 Ligaspielen). Dass 96 zu den Geizhälsen im Fußball-Oberhaus gehört, was die Trefferausbeute betrifft, hat auch mit dem Mann mit der Rückennummer 11 zu tun, der zuletzt auch ein wenig lustlos wirkte.

Die Gelegenheit, das zu ändern, erscheint günstig. Die Frankfurter präsentieren sich in der Abwehr nicht gerade als einträchtig, abzulesen an bereits 18 Gegentoren, also zwei pro Spiel. Und sagt man von Fußballern nicht, sie würden sich gerade gegen ihren alten Verein reinhängen? Korkut lässt das im Fall von Joselu nur bedingt gelten. „Er hatte bei der Eintracht eine tolle Zeit“, sagt der 96-Coach. „Er muss keinem Frankfurter etwas beweisen.“ Andersherum wird nach Korkuts Ansicht ein Schuh draus: „Joselu fühlt sich in Hannover sehr wohl. Das ist seine Motivation.“

Dann nichts wie ran, kann man mit Blick auf das Frankfurt-Spiel nur sagen. Für die „Roten“ geht es nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch um öffentliche Wiedergutmachung. Mit Auftritten wie beim Pokalspiel in Aalen und in der Liga im eigenen Stadion gegen Mönchengladbach haben sie bei ihren Anhängern jüngst viel Porzellan zerdeppert.

Er könne die „Enttäuschung komplett nachvollziehen“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner am Freitag. Er wehrt sich zugleich gegen aus seiner Sicht unberechtigte Kritik: 96 stehe trotz vieler verletzter Spieler immerhin auf Platz 7 der Tabelle. Das sei nicht der richtige Zeitpunkt, um darüber zu befinden, ob die Mannschaft gut genug sei. Korkut meint: „Die Ziele für diese Saison haben wir definiert. Wir sind im Soll.“ Wichtig sei, jetzt dranzubleiben.

Dranbleiben kann 96 am besten mit drei Punkten gegen Frankfurt. Die wiederum, das hat Korkut herausgestellt, werde es nur mit einer „deutlichen Leistungssteigerung“ geben. Eine Forderung, die mit Ausnahme von Torhüter Ron-Robert Zieler an alle in der Mannschaft gerichtet ist. Dass der Trainer sein Team, auch aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Christian Pander, erneut umformieren muss, erleichtert die Aufgabe nicht unbedingt. Anderseits: Kann es noch schlechter werden als am Dienstagabend beim 0:2 in Aalen?

Ein Hoffnungsträger neben Joselu ist heute Edgar Prib. Nach dem Comeback als Einwechselspieler im Pokal erwägt Korkut einen Einsatz des 24-Jährigen von Anfang an. Die Aussage des Trainers, er werde „auf den Positionen improvisieren“, lässt manchen Schluss zu. Auch den, dass Prib links verteidigt.

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