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Hannover 96 96 kassiert fünfte Heimpleite hintereinander
Sportbuzzer Hannover 96 96 kassiert fünfte Heimpleite hintereinander
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00:15 15.03.2016
Von Christian Purbs
Frustriert: Die "Roten" nach der Niederlage gegen Köln.
Frustriert: Die "Roten" nach der Niederlage gegen Köln. Quelle: dpa
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Hannover

Aus, vorbei, 2. Liga, 96 ist dabei. Mit der achten Niederlage durch das 0:2 im Heimspiel gegen den 1. FC Köln im neunten Spiel der Rückrunde hat Hannover 96 wohl auch die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga verspielt. Nicht nur die sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz scheinen kaum noch aufholbar, auch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft nach dem Rückstand kurz vor der Halbzeit präsentierte, macht kaum noch Hoffnung. „Es tut mit furchtbar leid, dass wir im Moment nichts anderes mehr liefern können“, sagte 96-Trainer Thomas Schaaf.

Es war ein bitteres Spiel für Schaaf, der mit 96 auf dem Weg in die 2. Fußball-Bundesliga eine weitere Negativmarke verkraften musste. Der seit Januar bei den "Roten" beschäftigte Trainer verlor mit seinem neuen Club mit 0:2 gegen den 1. FC Köln und kassierte damit die fünfte Heimpleite hintereinander - eine solche Negativserie gab es noch nie für einen neuen Coach. Für die äußerst effektiven Kölner traf vor 40600 Zuschauern ausgerechnet der ehemalige Hannoveraner Leonardo Bittencourt (43., 62. Minute). Die Gäste vergrößerten damit nach zuvor vier sieglosen Spielen den Abstand zu den Abstiegsrängen.

Schaaf sah bis zur Kölner Führung die bisher beste Vorstellung seiner Mannschaft unter seiner Regie. Der Trainer-Routinier erlebte eine anfangs überraschend überlegene Heimmannschaft, die sich auch spielerisch gegen überraschend schwache und verunsicherte Kölner durchsetzen konnte. Hannover nutzte aber seine Chancen nicht und wurde dafür von Bittencourt bitter bestraft.

Der 22-Jährige war in Hannover besonders bemüht. Bittencourt, der vor seinem Wechsel nach Köln zwei Jahre für 96 spielte, rannte bei seiner Rückkehr nach Hannover viel, er konnte sich zwar nur selten durchsetzen - am Ende aber ausgiebig jubeln. Zunächst durfte Bitttencourt nach einem schönen Anspiel von Marcel Risse kurz vor der Halbzeit ungestört verwandeln. Nach dem Wechsel traf der wendige Offensivspieler nach Ballverlust von Kenan Karaman sowie Vorarbeit von Jonas Hector und Yannick Gerhardt. Damit war die Partie nach einer guten Stunde entschieden. Ein Aufbäumen der „Roten“? Fehlanzeige.

 Das war lange Zeit nicht unbedingt zu erwarten, denn Hannover dominierte über weite Strecken. Dreh- und Angelpunkt war Hiroshi Kiyotake. Allein Adam Szalai hätte für die Vorentscheidung sorgen können. Während der zuletzt gesperrte Hugo Almeida zunächst auf der Bank blieb, durfte der von Hoffenheim ausgeliehene Ungar beginnen und vergab die beiden größten Chancen auf die 96-Führung. In der 26. Minute schoss er den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei, vier Minuten später hätte er völlig freistehend aus zwölf Metern treffen müssen. Doch der Ball flog über das Tor.

Köln tat wenig und hatte kaum Ballbesitz, nutzte jedoch seine wenigen Chancen effektiv. Das war der Unterschied zu den „Roten“, die im und um den Kölner Strafraum viel zu kompliziert und umständlich agierten. Sie spielten ohne Selbstvertrauen. Sie spielten wie ein Absteiger. 

Hannover: Zieler - Hiroki Sakai, Milosevic (56. Hugo Almeida), Schulz, Sorg - Schmiedebach, Salif Sane - Karaman, Kiyotake, Fossum (62. Klaus) - Szalai.

Köln: Horn - Sörensen, Mavraj, Heintz, Hector - Lehmann, Vogt (90. Olkowski) - Risse, Gerhardt - Modeste (89. Osako), Bittencourt (87. Hartel).  

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)

Tore: 0:1 Bittencourt (43.), 0:2 Bittencourt (61.)

Zuschauer: 40.600

Gelbe Karten: Schmiedebach (2) - Sörensen (3)

Torschüsse: 17:12

Ecken: 9:1

Ballbesitz: 57:43 Prozent

 

12.03.2016
Christian Purbs 12.03.2016
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