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Fußball Ismaël heuert in Nürnberg an
Sportbuzzer Fußball Ismaël heuert in Nürnberg an
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13:45 05.06.2014
Foto: Hier jubelt Valèrien Ismaël noch für die U23 des VfL Wolfsburg beim Derby gegen die Amateure Hannover 96 - jetzt sitzt der Franzose in Nürnberg auf der Bank.
Hier jubelt Valèrien Ismaël noch für die U23 des VfL Wolfsburg beim Derby gegen die Amateure Hannover 96 - jetzt sitzt der Franzose in Nürnberg auf der Bank. Quelle: Surrey
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Nürnberg

 - Der 1. FC Nürnberg setzt für die erhoffte schnelle Rückkehr in die Fußball-Bundesliga auf einen Trainer-Neuling. Wie die Franken am Donnerstag offiziell bekanntgaben, wird Ex-Profi Valérien Ismaël ab sofort neuer Coach beim "Club". Der ehemalige Verteidiger wechselt von der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg nach Nürnberg, wo er seine erste Trainer-Station im Profifußball antritt.

An diesem Donnerstag stand die Vorstellung des 38-Jährigen an. Das Engagement des Franzosen hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet. Ismaël wird Nachfolger von Chefcoach Gertjan Verbeek und Interimstrainer Roger Prinzen. Ismaël spielte in der Bundesliga für Werder Bremen, Bayern München und Hannover 96 - mit den Bremern (2004) und Bayern (2006) gewann er jeweils das Double aus Meisterschaft und Pokal. 2009 beendete er seine aktive Karriere. Am Dienstag hatten sich die Verantwortlichen der Franken und der Ex-Nationalspieler zu finalen Verhandlungen getroffen.

Daraufhin verkündete Wolfgang Wolf, Leiter der FCN-Fußballabteilung, bei Sport1, mit Wolfsburg eine Einigung erzielt zu haben. Ismaël selbst hatte zuvor bereits seinen Wunsch bekanntgemacht, in Nürnberg Trainer zu werden. Diesem entsprach dann auch Wolfsburgs Manager Klaus Allofs - obwohl er den Coach gerne behalten hätte und anfangs noch auf gemeinsame "Absprachen und Pläne" verwies.

Dann aber gab Allofs doch nach. "Wenn jemand so eine Chance hat, muss man sich damit auseinandersetzen", sagt er der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". VfL-Chefcoach Dieter Hecking meinte: "Wir sind Sportsmänner genug, Ismaëls Wunsch zu akzeptieren." In Nürnberg war der 38-Jährige allerdings nicht erste Wahl - erst nach den im letzten Moment gescheiterten Verhandlungen mit Wunschkandidat Holger Stanislawski rückte der Franzose in den Fokus.

"Wir hatten gute Gespräche und einen sehr guten Eindruck von Ismaël", berichtete Fußball-Chef Wolf bei Sport1. Der Neu-Coach hatte jüngst mit den Wolfsburger Amateuren den Aufstieg in die 3. Liga verpasst. In Nürnberg, wo nach dem bitteren Gang in die Unterklassigkeit derzeit ein in großen Teilen neuer Kader zusammengestellt werden muss, soll er es im Kampf um den schnellen Wiederaufstieg besser machen.

dpa/no

05.06.2014
05.06.2014