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Fußball Scholl kann noch nicht auf Lala setzen
Sportbuzzer Fußball Scholl kann noch nicht auf Lala setzen
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06:16 15.09.2012
Von Christian Purbs
Lala: „Seit zwei Wochen trainiere ich wieder."
Lala: „Seit zwei Wochen trainiere ich wieder."
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München

Mehmet Scholl war bedient. Richtig bedient. Pressekonferenzen in der Fußballprovinz sind für den Trainer des FC Bayern München II ohnehin ein Gräuel. Und als der Trainer des VfL Frohnlach, der mit seinem Team am vergangenen Wochenende den Bayern die erste Saisonniederlage beigebracht hatte, nach dem Abpfiff statt auf der gemeinsamen Pressekonferenz zu erscheinen erst einmal unter die Dusche verschwand, war Scholl aber mal so richtig angefressen.

Was folgte war eine 13-Sekunden-Pressekonferenz, die schon jetzt Kultstatus hat. „Das Spiel hat mir nicht gefallen. Mir ist vieles heute unangenehm aufgestoßen. Das muss ich erst einmal mit mir selber abmachen. Vielen Dank“, sagte Scholl - und verschwand.

Damit hat Scholl sogar den legendären Auftritt von Klaus Augenthaler in den Schatten gestellt. Der damalige Trainer des VfL Wolfsburg hatte sich 2007 selbst vier Fragen gestellt und diese auch gleich selbst in 42 Sekunden beantwortet.

Verantwortlich für die schlechte Laune des Bayern-Trainers sind die enttäuschenden Leistungen seines Teams. Mit dem Auftrag Meisterschaft gestartet, liegen die Münchener nach dem 11.Spieltag der Regionalliga Bayern auf dem 5. Platz, Spitzenreiter FV Illermissen ist schon mit acht Punkten enteilt.

Es läuft nicht rund beim FCB, daran kann auch Altin Lala nichts ändern. Der ehemalige Profi von Hannover 96 sollte mit seiner Erfahrung das junge Bayern-Team auf den Erfolgsweg führen, doch schon am 2. Spieltag verletzte sich der Mittelfeldspieler. „Ich habe mir beim Spiel in Hof einen Muskelfaserriss geholt und damit auch in der nächsten Begegnung gespielt“, sagt der Bayern-Kapitän, der die vergangenen acht Partien aussetzen musste: „Seit zwei Wochen trainiere ich wieder. Ich bin zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber vielleicht kann ich am Wochenende wieder dabei sein.“

Es gebe „keinen Stress“

Er fühle sich in München weiterhin wohl, sagt Lala; dem Gerücht, dass die Bayern mit seiner Leistung nicht zufrieden sind und auf seine Dienste verzichten wollen, widersprach der Albaner. Es gebe „keinen Stress“ zwischen ihm in dem FC Bayern, „wenn ich nicht mehr gebraucht werden würde, dann muss ich mich auch nicht auf die Bank setzen. Das macht keinen Sinn, dann könnte da auch ein junger Spieler sitzen.“ In den nächsten Spielen will Lala mit dem Bayern-Nachwuchs wieder erfolgreich sein, die Arbeit mit den vielen unerfahrenen Spielern sei jedoch „hartes Brot. Das ist ein Prozess, das geht nicht von heute auf morgen“, sagt der 36-Jährige.

Vielleicht geht es ja bald wieder aufwärts mit der Bayern-Reserve. Zumal auch Scholl seinen - manchmal sehr eigenen - Humor wiedergefunden hat. Der ARD-Experte erklärte nach dem Länderspiel der deutschen Nationalelf gegen Österreich am Dienstagabend, an wem er seinen Frust nach Niederlagen auslasse. „An meinem Hund. Der macht dann Salto. Entweder vorwärts oder rückwärts, je nachdem, wie ich ihn treffe“, sagte Scholl verschmitzt und fügte schnell hinzu: „Ich habe keinen Hund.“

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