Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Fußball Nummernspiel im deutschen Tor
Sportbuzzer Fußball Nummernspiel im deutschen Tor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 18.11.2013
Von Heiko Rehberg
Ron-Robert Zieler beim Training der Nationalmannschaft in Danzig 2012.
Ron-Robert Zieler beim Training der Nationalmannschaft in Danzig 2012. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Seit Bundestrainer Joachim Löw erstmals den Dortmunder Roman Weidenfeller als Torwart nominiert hat, melden sich überall Experten zu Wort, die ihre drei WM-Torhüter aufstellen. Der Name von Zieler fehlt in der Regel bei diesen Aufzählungen. Das muss ihn erst einmal nicht beunruhigen, denn am Ende wird der deutsche Kader nicht in den Kolumnen der Zeitungen und Fachzeitschriften nominiert, sondern vom Bundestrainer und seinem Torwarttrainer Andreas Köpke. Und Köpke hat laut Zieler gesagt, „dass sie mit mir zufrieden sind und ich einfach so weitermachen soll“.

Wenn aber einer wie Oliver Kahn, jahrelang Deutschlands Bester zwischen den Pfosten, sich im „kicker“ für Manuel Neuer, René Adler und Weidenfeller ausspricht, dann hat das schon Gewicht. Gleiches gilt für die „Bild“-Zeitung, die am Freitag behauptete, Informationen zu haben, dass Löw „derzeit dazu tendiert, Weidenfeller und Adler als Nummer 2 und 3 mitzunehmen“ – und auf Zieler und Marc-André ter Stegen zu verzichten.

Löw scheint mittlerweile der Meinung zu sein, dass ihm im Falle eines verletzungsbedingten Ausfalls oder einer Sperre von Neuer, der unumstrittenen Nummer 1, bei einem Turnier ein international erfahrener Torwart mehr hilft als junge Torhüter, zu denen Zieler mit
24 Jahren und ter Stegen mit 21 Jahren gehören.

Ter Stegen hat bei seinen Nationalmannschaftseinsätzen fast slapstickhafte Fehler gemacht, von Zielers zwei bisherigen Einsätzen ist vor allem der gegen Argentinien in Erinnerung geblieben, als er als erster deutscher Nationaltorhüter mit Rot vom Platz flog.

Bis Mai nächsten Jahres, wenn sich Löw entscheiden muss, kann noch viel passieren. „Fest steht, dass ich einfach weiterhin Gas gebe und dass mein Ziel auch die WM bleibt“, sagt Zieler. Er ist ein von sich überzeugter Torhüter, anders als sein Klub Hannover 96 spielt er bislang eine gute Saison. Um aber als Führungsspieler wahrgenommen zu werden, müsste er mehr Ecken und Kanten zeigen. Wenn Zieler aus dem Fünfmeterraum stürmt, um Mitspieler auf etwas hinzuweisen, wirkt das alles immer ein bisschen aufgesetzt; wer das für übertrieben hält, muss sich zum Vergleich nur mal Weidenfeller in einem Champions-League-Spiel anschauen. Das besitzt irgendwie eine andere Wucht.

Geändert hat sich aber auch etwas für den Dortmunder. Bis vergangene Woche war Weidenfeller der herausragende Torhüter, den Löw nicht will. Mit dessen neuer Sichtweise entsteht ein gewaltiger Druck, denn der 33-Jährige firmiert nun als WM-Kandidat. Kommenden Dienstag in London gegen England wird er vermutlich sein Debüt im Nationalteam geben. Nicht nur Ron-Robert Zieler in Hannover wird genau hinschauen.

16.11.2013
Fußball Jubiläum im Testspiel gegen Italien - Löws „falsche 100“
15.11.2013
Fußball Länderspiele gegen Italien und England - Kein „voller Einsatz“ von Özil
14.11.2013