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Fußball Deutschland gewinnt 3:0 gegen die Färöer
Sportbuzzer Fußball Deutschland gewinnt 3:0 gegen die Färöer
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09:02 08.09.2012
Von Heiko Rehberg
Mario Götze (r) und Marco Reus freuen sich über das 1:0 in der 28. Minute.
Mario Götze (r) und Marco Reus freuen sich über das 1:0 in der 28. Minute. Quelle: dpa
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Hannover

Die 32.669 Zuschauer in der AWD-Arena waren nicht gerade aus dem Häuschen – unzufrieden heim gingen sie aber auch nicht. 27 Minuten hieß die Partie am Freitagabend im Grunde nicht Deutschland gegen Färöer, sondern: alle deutschen Spieler gegen Gunnar Nielsen. Der Mann ist der Torwart der Färinger, und in den ersten 27 Minuten erwies er sich als unüberwindbar. Wo Marco Reus (8. und 22. Minute), Thomas Müller (20.), Sami Khedira (11.) und Miroslav Klose (26.) auch hinschossen, Nielsen war mit den Händen und notfalls auch mal mit einem Fuß noch dran.

Dabei hatte Gästetrainer Lars Olsen ursprünglich vor, den 42-jährigen Jakuk Mikkelsen zwischen die Pfosten zu stellen. Dass er sich dann doch für den 16 Jahre jüngeren Torhüter entschied, bescherte dem 154. der Weltrangliste einen Achtungserfolg: 27 Minuten lang ein 0:0 gegen die großen Deutschen. Und dann kam Mario Götze.

Bundestrainer Joachim Löw – das hat fast schon Tradition – präsentiert in jeder Aufstellung eine Überraschung. Am Freitag in Hannover hieß sie Götze, und das war eine ausgesprochen gute Idee. Der Dortmunder knackte in der 28. Minute den Abwehrriegel der Färöer: ein gekonnter Alleingang, eine schnelle Drehung, ein Flachschuss ins Toreck, fertig war das 1:0 für die deutsche Elf, der es gegen die Gäste aus dem hohen Norden ging wie zehn Jahre zuvor an gleicher Stelle: Sie tat sich trotz drückender Überlegenheit schwer.

Die Deutschen kamen zwar wie von Löw gefordert recht zügig Richtung gegnerischen Strafraum, weil sich die Färinger dort aber versammelten wie Gäste bei einer Party am Freibierstand, mussten Mesut Özil und Co. immer wieder quer spielen. In solchen Momenten sind überraschende Einzelaktionen gefragt von Spielertypen wie Reus oder Özil. Doch davon gab es zu lange zu wenig.

Als sich die Färöer anschickten, frecher zu werden und ihr Glück auch mal in der Offensive zu versuchen, schlug die deutsche Mannschaft ein zweites Mal vor. Müller nutzte auf rechts den ungewohnten Platz, der sich ihm bot, aus seiner Flanke machte Özil technisch erstklassig das 2:0 (54.).

Özil tat das Tor gut, er hatte anschließend mehr gute Aktionen, und dass er, der eigentlich kein Torjäger ist, in der 72. Minute auch das 3:0 erzielte, war nur logisch.

Größere Erkenntnisse gab es für den Bundestrainer an diesem Abend nicht zu gewinnen, dafür waren die Färöer zu schwach. Ein EM-Problem hat die Mannschaft aber mit in die WM-Qualifikation geschleppt: Mit Torchancen schludert sie noch zu sehr herum. Bereits Dienstag in Österreich könnte das gefährlich werden.

06.09.2012
06.09.2012