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Fußball Löw sortiert schon wieder Spieler aus
Sportbuzzer Fußball Löw sortiert schon wieder Spieler aus
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09:02 14.05.2014
Foto: Er war zufrieden mit dem torlosen Testspiel gegen Polen: DFB-Bundestrainer Joachim Löw.
Er war zufrieden mit dem torlosen Testspiel gegen Polen: DFB-Bundestrainer Joachim Löw. Quelle: dpa
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Hamburg

In der Nacht nach dem unspektakulären 0:0 der deutschen Ersatz-Nationalmannschaft im Testspiel gegen Polen diskutierten Joachim Löw und seine Helfer nochmals die aktuelle Kadersituation. Schon kurz nach dem Abpfiff der höchst unterschiedlich beurteilten Partie in Hamburg musste der vorläufige 30-köpfige WM-Kader des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Weltverband FIFA gemeldet werden. Für den Mittwochmittag kündigte der Bundestrainer die erste Streichliste an. "Wir gehen mit 25 oder 26 Spielern ins Trainingslager", bestätigte Löw. Bisher hatte er 30 WM-Kandidaten berufen. Vier oder fünf davon können nach den ohnehin schon unberücksichtigten Mario Gomez, René Adler und Max Kruse den Sommerurlaub buchen.

Für die endgültige Auswahl der dann nur noch 23 Brasilien-Fahrer will sich Löw "Zeit lassen" - höchstwahrscheinlich bis zum Meldeschluss am 2. Juni. "Wir haben die Trainingseinheiten in Südtirol, einige Testspiele gegen die U 20, ein Spiel gegen Kamerun. Dann wird man die Gesamtsituation beurteilen. Wir werden versuchen, alle Positionen doppelt zu besetzen", kündigte der DFB-Chefcoach nach dem Hamburger Vorbereitungs-Auftakt an, der allerdings mit der Brasilien-Mission noch nicht viel zu tun hatte. "Es ist natürlich klar, das war nicht der WM-Auftakt. Das Spiel stand unter einem anderen Gesichtspunkt", sagte Löw: "Die Mannschaft muss ausgewogen sein. Es ist wichtig, dass es Konkurrenzkampf gibt. Ich will sehen, dass die Spieler um die WM-Tickets kämpfen."

Von den insgesamt zwölf Neulingen, die gegen die ebenfalls mit vielen neuen Leuten antretenden Polen eingesetzt wurden, können sich nur wenige ihren WM-Traum erfüllen. Den beiden Innenverteidigern Shkodran Mustafi (Sampdoria Genua) und Matthias Ginter (Freiburg) stellte Löw ebenso wie den Offensivkräften Max Meyer (Schalke) und Kevin Volland (Hoffenheim) für ihre Länderspiel-Premieren besonders gute Zeugnisse aus. "Mir hat das Spiel auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Ich fand, es war ein unterhaltsames Spiel mit sehr hoher Intensität", meinte der Bundestrainer - für einige Beobachter doch überraschend.

"Die Mannschaft hat mutig und gut organisiert gespielt, war läuferisch sehr gut, hat viele Kilometer abgespult", erklärte Löw zum Auftritt seiner besseren U 21-Mannschaft, die am Anfang mit einem Schnitt von nur 21,45 Jahre alle bisherigen Altersgrenzen unterboten hatte. Dass die Zuschauer in Hamburg viel Geduld hatten und nur am Ende angesichts der wenigen Höhepunkte der Partie zart pfiffen, war schon bemerkenswert. "Ich glaube schon, dass das Publikum ein gutes Gespür gehabt hat für diese junge Mannschaft und zufrieden war. Ich kann mir nichts anderes vorstellen", erklärte Löw.