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Zwei Härkepokal-Siege und der Absturz: Winkler blieb Adenstedt lange Jahre treu

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17:13 02.03.2021
Mit der SG Adenstedt kickte Markus Winkler (grün) lange in der Bezirksklasse und übernahm als Spielertrainer, als die Mannschaft in die 3. Kreisklasse abstürzte. Außerdem machte er viele Spiele gegen Bundesligisten mit. Das Foto oben rechts zeigt eine Partie gegen Eintracht Braunschweig.
Mit der SG Adenstedt kickte Markus Winkler (grün) lange in der Bezirksklasse und übernahm als Spielertrainer, als die Mannschaft in die 3. Kreisklasse abstürzte. Außerdem machte er viele Spiele gegen Bundesligisten mit. Das Foto oben rechts zeigt eine Partie gegen Eintracht Braunschweig. Quelle: Kim Neumann
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Adenstedt

Beim Training sei Markus Winkler als Spieler so gut wie immer gewesen. Der heutige Trainer der SG Adenstedt wohnte stets im Ort und war deshalb zu Fuß schnell am Odinshain. „Auch bei so einem Schnee wie zuletzt haben wir trainiert“, erinnert sich der 45-Jährige, der als Spieler nur zwei Ausflüge zu anderen Vereinen gemacht hatte. Die vielen anderen Jahre kickte er für die SGA. Winkler gewann zweimal den Härke-Pokal und ging nach dem Rückzug aus dem Bezirk auch den Weg in die 3. Kreisklasse mit.

Besonders stolz ist Markus Winkler darauf, dass er seine Mannschaft beim Härke-Pokal-Triumph 2000 als Kapitän auf das Feld geführt hatte. Mit 4:0 gewannen die Adenstedter gegen Edemissen. „Da waren wir auch der Favorit. Als wir 1995 gewonnen hatten, da war das ganz anders“, erinnert sich Winkler. Da hieß der Gegner Arminia Vöhrum und spielte zwei Klassen über dem damaligen Bezirksklassisten SG Adenstedt.

Und das Spiel lief noch nicht gerade lange, da stand der damals 20-jährige Markus Winkler im Mittelpunkt. „Ich wollte hinten einen Ball per Volley weit rausschlagen. Das Ding ist mir aber irgendwie über den Schlappen gerutscht und hinten bei uns ins Tor“, berichtet Winkler – 0:1. Und obwohl die Vöhrumer auch danach das bessere Team gewesen seien, gewann die SGA das Spiel noch mit 2:1 und revanchierte sich für die 0:2-Finalniederlage aus dem Vorjahr. „Es ist schon schön, wenn man als Außenseiter gewinnt“, erklärt Winkler.

Der heutige Adenstedter Coach spielte in seiner aktiven Zeit vornehmlich auf der Außenbahn – oftmals eher defensiv aufgestellt. Dennoch: „In die Tiefe stoßen, den Ball in den Rückraum legen oder schon früher flanken. Das konnte ich. Ich war eher der Vorlagengeber.“

Seine ersten Jugendjahre absolvierte Winkler in seinem Wohnort Adenstedt. Zur B-Jugend wechselte er nach Ölsburg und fuhr fortan mit dem Fahrrad zum Training, ehe er zu seinem Eintritt in den Herrenbereich wieder an den Odinshain wechselte. Und dort blieb er bis in seine 30er. „Hohenhameln hat immer mal wieder angefragt wegen eines Wechsels. Ich habe aber lieber weiter mit den Jungs gekickt, mit denen ich heute noch schöne Fahrten unternehme“, sagt Markus Winkler.

Erstmals Coach wurde er zu Saison 2005/06 mit gerade einmal 29 Jahren. Als spielender Trainer sollte er das Team in der Kreisliga übernehmen, doch es brach nach dem Bezirksklassen-Abstieg auseinander, und die SG Adenstedt fing in der untersten Liga an: der 3. Kreisklasse. „Ich hatte mein Wort gegeben und das dann durchgezogen“, sagt Winkler, der an der Seite einiger junger Spieler kickte – die er zuvor sechs Jahre in der Jugend selber trainiert hatte.

Die SG Adenstedt stieg zweimal auf. Erst als Tabellendritter und ein Jahr später sogar als Fünfter in die 1. Kreisklasse. „Doch es folgte auch direkt wieder der Abstieg“, berichtet Winkler. Ein weiteres Jahr in der 2. Kreisklasse machte Winkler noch mit, ehe er sich als 34-Jähriger nochmal eine neue Herausforderung suchte. „Für zwei Jahre habe ich für die SG Solschen in der Leistungsklasse gespielt, danach dann in der Alten Herren in Adenstedt.“

Markus Winkler wohnt immer noch in Adenstedt und ist nicht nur Trainer, sondern auch Mitgliederwart bei der SG und spielt Tischtennis im Verein. In seiner aktiven Zeit als Spieler habe er alles für sein Team gegeben und würde den damaligen Markus Winkler auch heute aufstellen: „Ich hatte viel Einsatzwillen und habe von meiner Zweikampfstärke und Schnelligkeit gelebt.“

Von Lukas Everling