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Trainings-Tutorials für Viktoria Woltwiesche

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16:31 29.03.2021
Philipp Huczala (blau) und die Woltwiescher Fußballer verloren ihre drei Spiele in der Bezirksliga.
Philipp Huczala (blau) und die Woltwiescher Fußballer verloren ihre drei Spiele in der Bezirksliga. Quelle: foto: Ralf Büchler
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Woltwiesche

Ein Pflichtspiel konnte Jerome Kuhlmann mit dem SV Viktoria Woltwiesche bisher noch nicht gewinnen. Im umstrittenen Bezirkspokal gingen alle sechs Partien verloren, in der Liga sammelte das Team in drei Spielen keinen einzigen Punkt. Das gemeinsame Projekt soll allerdings ohnehin ein länger angelegtes sein, weshalb Kuhlmann nach seiner Vertragsverlängerung optimistisch bleibt. Warum er mit seinem Team einen anderen Blick auf das Thema Corona hat, und wie sich in der kommenden Serie der Kader der Woltwiescher zusammensetzen könnte, darüber sprach der 32-jährige Trainer mit der PAZ.

Die aktuelle Situation: „Wir machen eine Laufchallenge innerhalb unserer Mannschaft und jeden Donnerstag machen wir ein Cybertraining. Damit sind wir wenigstens von der Kondition her weiterhin gut unterwegs. Außerdem haben Dominik Berger und unsere Physiotherapeutin gemeinsam Tutorials für die Spieler erarbeitet. Sie haben Videos aufgenommen, bei denen sie Übungen zeigen, die die Jungs zu Hause machen können. Es geht ein wenig um die Technik mit Ball und zum Beispiel um räumliches Sehen, das die Jungs brauchen, wenn sie sich für eine Flanke oder einen hohen Ball positionieren wollen.“

Ist der voraussichtliche Saisonabbruch in Ordnung?: „Das ist ein ganz schwieriges Ding. Ich bin Fußballer und ich finde, dass es nichts schöneres gibt, als im Frühling endlich wieder auf den Platz zu kommen. Wir dürfen das Infektionsgeschehen aber auf gar keinen Fall außer Acht lassen und sollten nicht versuchen, um jeden Preis zu spielen. Bei uns hat sich ein Spieler während der zweiten Welle infiziert und der kämpft mit einigen Spätfolgen. Wenn man mit so jemandem in Kontakt steht, dann sieht man das Thema auch wieder ganz anders. Das hat bei uns im Team wirklich für große Betroffenheit gesorgt. Ein Abbruch ohne Wertung wäre für uns vom Sportlichen her kein Nachteil, da wir derzeit Letzter in unserer Staffel sind. Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt geschafft hätten.“

Die persönliche Zukunft: „Ich habe meinen Vertrag in Woltwiesche gleich um zwei Jahre verlängert, damit wir an die jungen Spieler ein Signal senden. Der Verein und ich glauben an dieses Projekt. Alle aus dem Trainerstab sind bisher sehr begeistert von der Arbeit in Woltwiesche.“

Zu- und Abgänge: „Im Winter stoßen noch keine neuen Leute zu uns, aber für den Sommer bin ich schon in Gesprächen mit einigen potenziellen Kandidaten, die alle etwas jünger sind. Aber nur mit den jungen geht es nicht. Bei uns müssen nun endgültig die mittelalten Spieler in die Fußstapfen der vielen erfahrenen treten. Ich bin aber froh, dass für die neue Saison bereits alle 26 Spieler aus unserem Kader zugesagt haben.“

Von Lukas Everling