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Neuer Klub in der Regionalliga Nordost: Duda trainiert nun Halberstadt

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17:30 01.07.2021
Gibt nun die Richtung beim VfB Germania Halberstadt vor: Trainer Benjamin Duda.
Gibt nun die Richtung beim VfB Germania Halberstadt vor: Trainer Benjamin Duda. Quelle: Christian Hanke
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Peine

Benjamin Duda hat einen neuen Trainerjob gefunden: Nachdem der gebürtige Peiner seinen Vertrag beim VfV Borussia Hildesheim nicht verlängert hatte, steht er nun seit Dienstag beim VfB Germania Halberstadt unter Vertrag. Lange Zeit war der 32-Jährige beim Drittliga-Aufsteiger TSV Havelse und bei Nordklub VfB Lübeck im Gespräch, nun hat es Benjamin Duda ziemlich kurzfristig in die Regionalliga Nordost verschlagen. Dennoch sagt der Coach: „Ich habe mich aus voller Überzeugung für dieses Projekt entschieden.“ Bis zum Saisonstart in dreieinhalb Wochen hat er noch viel Arbeit vor sich, ebenso wächst aber die Vorfreude.

Der VfB Germania steckt bereits mitten in der Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison, die am 25. Juli mit einem Heimspiel gegen die Reserve von Hertha BSC beginnt. Ein unüblicher Zeitpunkt für einen Trainerwechsel, doch zwischen Dudas Vorgänger und dem Vorstand hatte es unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Klubs gegeben. „Der Verein ist dann an mich herangetreten und am vergangenen Wochenende haben die Gespräche eine enorme Dynamik aufgenommen“, erklärt der gebürtige Peiner, der für ein Jahr unterschrieben hat.

Bereits am Mittwoch stand Benjamin Duda im Testspiel gegen den Drittligisten Hallescher FC (0:6) erstmals an der Seitenlinie. In den Kader müsse er noch viel Zeit investieren: „Meine Nächte sind derzeit kurz.“ Aktuell hat der VfB Germania Halberstadt lediglich 15 Spieler unter Vertrag, die zudem noch ziemlich jung sind. „Das ist zu dünn, um wettbewerbsfähig in die neue Saison zu starten. Die Situation ist ein gewisses Risiko, aber ich sehe das auch als Chance an“, erklärt der 32-Jährige, der den Kader nun nach seinen Vorstellungen planen kann. „Wenn man als Trainer mitten in der Saison zu einem neuen Verein kommt, ist das nicht mehr möglich.“

Sportlich befinde sich der VfB Germania Halberstadt mit Dudas Ex-Klub VfV Borussia Hildesheim auf einer Stufe, allerdings seien die Rahmenbedingungen in der 40.000 Einwohner zählenden Stadt in Sachsen-Anhalt besser. „Die Trainingsbedingungen dort haben mich beeindruckt. Das ist für mich der nächste Entwicklungsschritt“, sagt der gebürtige Peiner. „Außerdem ist die Regionalliga Nordost viel attraktiver als die Nord-Staffel.“

So stelle die vierte Liga im mitteldeutschen Rundfunk einen präsenten Bestandteil der Berichterstattung dar. Außerdem freut sich Benjamin Duda auf die Auswärtsspiele bei den großen Traditionsklubs der Region. „Carl Zeiss Jena, Chemnitzer FC oder Energie Cottbus. Da spielt man vor 6000 bis 8000 Zuschauern.“ Auch sein neuer Verein habe eine treue Fanbase, auf die sich der 32-Jährige freut.

Die etwa 100 Kilometer von Peine nach Halberstadt wird Duda, der in der Burgschule in Peine als Lehrer tätig ist, nun mehrfach in der Woche zurücklegen. „Es kann aber auch vorkommen, dass ich mal eine Nacht in einem Hotel in Halberstadt bleibe.“ Denn die Germanen, die einen Wandel vom Profiverein ins Halbprofitum hinter sich haben, trainieren zweimal pro Woche vormittags – hinzu kommen die Einheiten am Nachmittag. „Überhaupt lassen sich Schule, Ausbildung oder Job mit dem Fußball im Verein gut koppeln“, lobt Benjamin Duda.

Von Lukas Everling