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Fußball regional Für Oberg gibt es nur ein Ziel: Aufstieg in die Bezirksliga
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Für Oberg gibt es nur ein Ziel: Aufstieg in die Bezirksliga

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16:49 11.03.2021
Leo Grigorjan (links) gehört nicht nur mit acht Treffern zu den besten Torschützen der Fortuna, er hat auch als Obmann – laut Trainer Hubert Meyer – „tolle Arbeit geleistet“.
Leo Grigorjan (links) gehört nicht nur mit acht Treffern zu den besten Torschützen der Fortuna, er hat auch als Obmann – laut Trainer Hubert Meyer – „tolle Arbeit geleistet“. Quelle: Isabell Massel
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Oberg

Den stärksten Angriff, die beste Abwehr und nur Siege: Der TuS Fortuna Oberg ist seiner Favoritenrolle in der Fußball-Kreisliga A bislang vollauf gerecht geworden und befindet sich klar auf Meisterschaftskurs. Entsprechend hat der Coach auch nichts zu bemängeln. „Die Jungs machen das richtig gut“, lobt Hubert Meyer. Seine einzige Sorge derzeit ist, dass die Saison aufgrund der Corona-Krise abgebrochen und annulliert wird. „Ich bin auf jeden Fall dafür, dass die Serie fortgesetzt wird“, sagt Meyer. Auch gegen eine Verlängerung der Saison oder eventuelle englische Wochen hat er nichts einzuwenden. „Das ist besser als alles andere“, mahnt der 66-Jährige, der die Oberger auch in der kommenden Saison trainiert und damit in sein sechstes Jahr bei der Fortuna geht. Inzwischen sei der Verein zu einer Herzensangelegenheit geworden, erklärt Meyer. „Denn hier passt rundherum alles: Vorstand, Mannschaft und Umfeld sind super.“ Was der Trainer des Spitzenreiters für Pläne mit seinem Team hat, verrät er im Wintercheck der PAZ.

Meine Bilanz der Hinrunde: „Die fällt sehr positiv aus. Allerdings hatte ich das vorab auch ein bisschen erwartet, dass es gut läuft. Denn im Sommer hat unser Kader einiges an Substanz gewonnen, so dass wir jetzt nicht nur auf einem sehr guten Level sind, sondern es ist uns jetzt auch möglich, Ausfälle zu kompensieren. In den vergangenen Jahren war das nicht der Fall. Sobald Spieler verletzt waren, haben wir Probleme bekommen. Deshalb hatte ich vor Saisonbeginn auch gesagt, dass wir nur dann aufsteigen, wenn wir Qualität dazu bekommen – und das hat geklappt. Vor allem dank Leo Grigorjan, er hat sich sehr intensiv um Zugänge gekümmert und da tolle Arbeit geleistet.“

Mein Spieler der Hinrunde: „Das ist Merlin Köhler, der im Sommer aus Lengede zu uns gekommen ist. Er hat sich super integriert und zudem hinten rechts durchweg stark gespielt. Auch seine Offensivqualitäten hat er hervorragend eingebracht und viele Tore vorbereitet. Er ist ein guter Junge und wird von allen anerkannt. Die Leistung der anderen soll das nicht schmälern, aber Merlin hat genau das eingelöst, was wir uns von ihm versprochen haben.“

Mein Pechvogel der Hinrunde: „Da muss ich in erster Linie Cem Kara nennen. Er kam auch aus Lengede, hat sich dann aber verletzt. Das tat mir leid, da er ein sehr guter Spieler ist. Inzwischen ist er aber wieder fit und will richtig angreifen. Ebenfalls zu den Pechvögeln zähle ich Roma Rotmann. Denn von den fünf Spielern, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten, war er derjenige, der mit den Folgen am meisten zu kämpfen hatte. Mittlerweile aber hat er alles überwunden – zum Glück.“

Mein Highlight der Hinrunde: (lacht) „Wenn man ein Spiel mit 21:0 gewinnt, kommt man nicht daran vorbei, es als das Highlight einzuordnen. Und es war auch unglaublich, was die Mannschaft in Hohenhameln gezeigt hat. Ihr Siegeswille und die Effizienz waren schon sehr beeindruckend. Das hat aber auch mit dem großen Kader zu tun. Denn weil der Konkurrenzdruck groß ist, sind die Spieler eher bereit, Wege zu gehen und bis zur letzten Minute durchzuziehen.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde: „Die gab es nicht.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Wir wollen alle Spiele gewinnen und versuchen, unser Ziel, den Titel zu holen, zu erreichen – dafür werden wir alles tun und geben. Und wenn wir nicht aus irgendeinem Grund, den ich noch nicht kenne, einbrechen sollten, werden wir am Ende auch oben stehen und als Staffelsieger in das Entscheidungsspiel gehen. Wir jedenfalls sind guten Mutes, dass uns dies gelingt. Ich hoffe nur, dass die Rückrunde auch gespielt wird. Denn die Jungs wollen alle zurück auf den Platz. Und je länger die Warterei dauert, umso größer wird der Frust. Sollte dagegen abgebrochen werden, laufen wir Gefahr, dass wir immer mehr Fußballer verlieren.“

Meine persönliche Zukunft: „Ich habe den Vertrag verlängert, weil ich glaube, dass wir uns die Chance nicht entgehen lassen und aufsteigen. Schaffen wir das, würde ich die Mannschaft auch in der Bezirksliga gerne weiter trainieren und sie dort etablieren. Dass wir dazu das Potenzial haben, war in der Vorbereitung zu sehen, als wir gegen höherklassige Teams mitgehalten und auch gewonnen haben.“

Zugänge: Keine.

Abgänge: Keine.

Von Peter Konrad