Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Fußball regional Bezirks-Beschluss: Kleine Staffeln bleiben, Punktspielstart frühestens Ende August
Sportbuzzer Fußball regional

Bezirksbeschluss: Kleine Staffeln bleiben, Spiele frühestens Ende August

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:16 12.05.2021
Die Vechelder Jeldrik Moldenhauer (vorn links) und Kevin Maurach (rechts) im Zweikampf mit Vöhrums Martin Ritter (blau). Ende August könnte es nach den Planungen des Fußball-Bezirks mit Punktspielen wieder losgehen.
Die Vechelder Jeldrik Moldenhauer (vorn links) und Kevin Maurach (rechts) im Zweikampf mit Vöhrums Martin Ritter (blau). Ende August könnte es nach den Planungen des Fußball-Bezirks mit Punktspielen wieder losgehen. Quelle: Ralf Büchler
Anzeige
Kreis Peine

Der Spielausschuss des Fußball-Bezirksverbands Braunschweig hat entschieden: Punktspielstart in der neuen Saison soll Ende August/ Anfang September sein. Es wird weiter in kleinen Staffeln gespielt, und der aktuelle Bezirkspokal wird ausgelost, der künftige wieder im K.o.-System gespielt.

„Natürlich wären große Staffeln schöner, aber wir wissen ja nicht, wie sich die Pandemie entwickelt. Doch selbst wenn der Spielausschuss gesagt hätte, dass nur fünf Spiele stattfinden, wären die Jungs froh, wieder auf den Platz zu dürfen“, sagt Oliver Hilger, Trainer des Bezirksligisten Teutonia Groß Lafferde. „Es wird Zeit, dass wir zur Normalität zurückkehren. Man kann ja inzwischen niemanden mehr mit Laufchallenges oder Ähnlichem motivieren.“

Ähnlich sieht es Dennis Kleinschmidt: „Egal wie. Hauptsache ist, dass es weitergeht“, sagt der Trainer des Landesligisten SV Lengede. Er bekomme fast täglich Nachrichten und Anfragen von seinen Spielern, wie und wann das Training starten könnte. „Für ein relativ normales Training müsste nach heutigem Regelungsstand der Inzidenzwert unter 35 liegen“, sagt Kleinschmidt. „Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Wir können also nur weiter warten und weiter impfen.“

Allerdings werde der Verein bei einer Online-Konferenz besprechen, welche Testmöglichkeiten und -verfahren anwendbar sind. Denn: Negativ getestete Erwachsene dürfen im Freien kontaktlosen Sport treiben, sofern ein Abstand von jeweils zwei Metern eingehalten wird oder je Person eine Fläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung steht. „Die Frage ist dann allerdings, ob es den Spielern beizubringen wäre, regelmäßig eine Stunde vor dem Training zu erscheinen, um die Testprozedur zu durchlaufen.“ Jetzt vom Mai bis Ende August durchzutrainieren, habe auch nicht viel Sinn.

Bei diesem Saison-Zeitplan findet der Lengeder Coach die kleinen Staffeln „nicht schlecht“. Sollte sich die Coronalage tatsächlich früher als gedacht entspannen und Fußball möglich sein, können eventuell Pokalrunden vorgezogen werden. „Wichtig ist aber, dass wir endlich mal wieder eine Saison zu Ende spielen können“, sagt Kleinschmidt.

Für Bünyamin Tosun haben die Beschlüsse des Bezirksspielausschusses Sinn. „Mal angenommen, dass wir im Juli wieder in kleinen Gruppen mit dem Training loslegen können, brauchen wir die Zeit bis Ende August zur Vorbereitung“, sagt der Trainer des VfB Peine. Und dann würden wegen des späten Punktspielstarts auch die kleinen Staffeln richtig sein. Einer Neueinteilung stünde er offen gegenüber. Diese Saison hatten alle Bezirksligisten aus dem Kreis Peine in der Staffel 2B gespielt, bis auf den VfB Peine (2A). Derbys würde es für den VfB bei gleicher Einteilung nicht geben. „Ich fand es aber auch mal gut, andere Mannschaften kennenzulernen“, sagt Tosun.

Nils Könnecker würde der Spielbetrieb in größeren Staffeln zwar „grundsätzlich mehr Spaß“ machen, aber: „Das hatte ich vergangene Saison auch gesagt, und wir sehen ja, was dabei herausgekommen ist“, sagt der Trainer des Bezirksligisten Arminia Vöhrum. In Anbetracht der Situation ist ihm die Staffelgröße weniger wichtig, als dass „endlich wieder der Ball rollt“.

Wichtig wäre ihm auch, dass wieder normal trainiert werden darf. „Kontaktloses Corona-Training ist Murks. Das hat uns letztes Jahr schon nicht gut getan“, sagt er in Erinnerung an schlechte Spiele in der Bezirkspokal-Gruppe.

„Diese Jahr kann ich die Einteilung in kleine Staffeln noch mitgehen, aber das darf nicht zur Dauereinrichtung werden“, sagt Thomas Mainka, Trainer des Bezirksligisten TSV Wendezelle. „Das Salz in der Suppe sind die Punktspiele. Und wenn ich vielleicht nur zehn davon habe, aber durchgehend trainiere, werden sich viele gegen den Fußballsport entscheiden.“

Für Herta Equord und Trainer Stephan Klemke könnte der Beschluss des Spielausschusses, den aktuellen Bezirkspokal auszulosen, zur Fortsetzung der Erfolgsgeschichte werden. Schon der Kreispokal war ausgelost worden, Herta erreichte das Finale, unterlag da Arminia Vöhrum – kam aber dennoch als Nachrücker in den Bezirkspokal. Denn Gewinner Arminia Vöhrum war als Aufsteiger ohnehin qualifiziert. Bleibt das Losglück, würde die Herta bald im Landespokal mitkicken – falls da nicht auch noch gelost wird...

Von Matthias Press