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Amateurfußball Peine „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“
Amateurfußball Peine „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“
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19:00 31.05.2019
Jannes Handelmann (links) hofft auf einen erfolgreichen Abschluss der enttäuschenden Rückrunde. Quelle: im
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Gross Lafferde

Am neunten Spieltag der 1. Kreisklasse stand der SV Teutonia Groß Lafferde II mit 19 Punkten noch an der Spitze. Danach schwanden die Aufstiegsambitionen. In den restlichen Partien der Saison gewann das Team lediglich zwei weitere Spiele. In der Rückrunde holte Groß Lafferde II gar nur zwei Zähler.

Nach der 0:7-Pleite gegen den BSC Bülten vor zwei Wochen war dann Schluss für Trainer Marten Moch, der eigentlich erst nach dem Saisonende gehen wollte. Er zog sich freiwillig als Coach zurück. Vor der letzten Begegnung der laufenden Spielzeit gegen den SV Germania Blumenhagen rangiert die Teutonia mit 28 Punkten auf Platz 13. Im Interview mit der PAZ erklärt SV-Spieler Jannes Handelmann, wie es zu diesem Einbruch kommen konnte.

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Jannes, wie groß war die Euphorie, als Sie am neunten Spieltag an der Tabellenspitze standen?

Die Euphorie war zu dem Zeitpunkt schon sehr groß. Das ist so, wenn man ganz oben steht – und das auch noch unerwartet. Damit haben wir selbst auch nicht gerechnet.

Was lief zu Saisonbeginn alles richtig?

Wir waren einfach alle motiviert, weil es in eine neue Saison ging. Das hat nach der Winterpause leider nachgelassen.

Warum ist Ihre Mannschaft danach so extrem eingebrochen?

Ich gehe davon aus, dass viele damit gerechnet haben, dass es einfach so weiterläuft wie bisher. Darunter hat die Trainingsbeteiligung gelitten. Dann hatten wir noch zwei Ausfälle von Stammspielern. Deswegen lief es in der Rückrunde nicht mehr so.

Haben Sie persönlich damit gerechnet, dass die Leistung so zurückgeht?

Dass wir so stark einstürzen, konnte niemand voraussehen. Gerade, weil wir ja vorher so gute Leistungen gezeigt haben.

Warum konnte niemand den freien Fall aufhalten?

Das ist schwierig zu sagen. Wir haben ein paar Spieler in der Mannschaft, die ein wenig außerhalb wohnen. Für die ist es sowieso schwer, in der Woche zum Training zu erscheinen. Nachdem wir einige Spiele verloren hatten, ist die Beteiligung am Training dann immer weiter zurückgegangen.

Lief bis auf die niedrige Beteiligung unter der Woche noch etwas besonders schief?

Nein, eigentlich nicht. Das war schon der Hauptgrund, warum die Saison so verlaufen ist.

Was hat Sie in dieser Spielzeit am meisten geärgert?

Neben dem Saisonverlauf, dass ich mich kurz vor der Winterpause verletzt habe. So konnte ich die Spiele vor dem Hinrundenende nicht mehr dabei sein.

Wie hat Ihre Mannschaft auf die vorzeitige Trennung von Trainer Marten Moch reagiert?

Das war für uns als Mannschaft erst einmal schwierig. Wir haben ohne Trainer dagestanden, aber wir haben die Entscheidung von Marten respektiert und versuchen nun, das Beste daraus zu machen.

Wie geht es in der nächsten Saison mit Ihrer Mannschaft weiter?

Unser Fußballobmann Tim Paul führt derzeit Gespräche mit einigen potenziellen Trainern. Die Mannschaft wird an sich so zusammenbleiben, wie sie jetzt ist. Es kommen noch einige Spieler aus der A-Jugend dazu. Dann müssen wir sehen, ob die es in die erste Mannschaft schaffen oder zu uns in die zweite kommen. Das ist die aktuelle Planung für die neue Saison.

Am Sonntag spielen Sie zu Hause gegen Germania Blumenhagen. Wollen Sie wenigstens gegen den Tabellenletzten noch einmal gewinnen?

Wir bereiten uns unter der Woche ganz normal im Training vor und wollen dann am Wochenende den Dreier gegen Blumenhagen einfahren. Das ist das letzte Heimspiel der Saison. Danach werden wir als Verein mit beiden Herrenmannschaften und den Damen noch ein wenig zusammensitzen und die Saison gemütlich ausklingen lassen.

Von Nico Schwieger

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