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Amateurfußball Peine Kleine Staffeln, viele Derbys, und: „Gut ist, dass ein Starttermin feststeht“
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Kleine Staffeln, viele Derbys, und: „Gut ist, dass der Start feststeht“

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15:43 10.06.2021
Adler Hämelerwald (am Ball: Marek Gawlista) und der TSV Sievershausen treffen sich in der Vorrunde der kommenden Bezirksliga-Saison erneut.
Adler Hämelerwald (am Ball: Marek Gawlista) und der TSV Sievershausen treffen sich in der Vorrunde der kommenden Bezirksliga-Saison erneut. Quelle: Archiv
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Region Hannover

Der Fußball-Kreisverband Peine und der Bezirk Braunschweig planen den Punktspielstart für Ende August/Anfang September. Die hannoverschen Bezirksligen legen früher los. Adler Hämelerwald, TSV Sievershausen und der TSV Dollbergen werden am Wochenende 14./15. August ihre ersten Punktspiele bestreiten. Darauf verständigten sich die Vereine in einer Videokonferenz mit dem Spielausschuss.

Die drei Vereine aus den an der Grenze zum Landkreis Peine liegenden Orten werden wie in der jüngsten abgebrochenen Saison wieder gemeinsam in einer Staffel kicken. Auch der Spielmodus wird übernommen. Die (voraussichtlich) 79 Bezirksliga-Mannschaften treten in zehn Achter-Vorrundenstaffeln an, aus denen sich jeweils die beiden Erstplatzieren für die zwei Aufstiegsrunden qualifizieren, die übrigen Teams ermitteln in sechs Abstiegsrunden die Absteiger.

Allerdings: Auch die Teams, die nicht aufsteigen wollen beziehungsweise können, sollten in der Vorrunde zielstrebig spielen und Punkte sammeln. Kritik hatte es vor dem Saisonabbruch gegeben, dass sich einige Teams eventuell „hängen lassen“ könnten, weil die Platzierung in der Vorrunde nicht relevant ist, da in der Abstiegsrunde die Rechnung bei null anfängt.

Thorsten Schuschel, Spielausschuss-Vorsitzender des Bezirksverbands Hannover, weist nun darauf hin, dass die Zusammensetzung der Staffeln in der Abstiegsrunde auch von der Platzierung der Vorrunde abhängen wird. „Es werden also nicht zum Beispiel alle Drittplatzierten in einer Staffel zusammengefasst, sondern es wird eine Mischung der Platzierungen geben.“ Das bedeutet: Wer in der Vorrunde in der Tabelle weiter oben steht, kann in der Abstiegsrunde mit leichteren Gegnern rechnen. „Die regionale Zusammensetzung ist erst das zweite Kriterium“, kündigt Schuschel an.

„Für uns ist die Staffel-Einteilung der Vorrunde sensationell gut“, freut sich Adler-Trainer Peter Wedemeyer. „Wir bekommen laufend Derbys.“ Die 25 Kilometer nach Ramlingen sind die längste Anfahrt für die Hämelerwalder. „Bis zum Winter wird es toll. Auch für mich als Trainer ist es schön. Ich brauche niemanden zu motivieren.“

Ziel sei es, die Vorrunde zu genießen und eine gute Ausgangsposition zu erspielen. „Das wird aber sehr schwer für uns. Wir werden eine sehr junge Mannschaft haben“, sagt Wedemeyer. Julien Kahnt will nur noch in der Altherrenmannschaft des TSV Bildung Peine kicken, und Wanja Woltersdorf ist berufsbedingt nach Würzburg gezogen. Die Neuzugänge Fabian und Dominik Dörpfeld (beide FC Lehrte) sowie Finn Martens (SV Uetze) sind sehr jung, allerdings kehrt Maurice Kotz nach einjährigem krankheitsbedingten Ausfall zurück, und Marcel Hesse hat sein Trainingspensum enorm gesteigert und will wieder spielen.

„Gut ist, dass ein Starttermin feststeht“, sagt Matthias Salzmann, Trainer des TSV Sievershausen. „Jetzt kann man planen. Ich persönlich hätte mir aber wieder eine Saison mit normaler Staffelgröße gewünscht. Weil es dann ehrlicher ist, wenn man andere Teams hinter sich lässt. Aber die Spiele der vergangenen Saison waren schön, und wir nehmen es so hin, wie es kommt.“

Wie die Hämelerwalder lassen es die Sievershausener mit lockerem Training zweimal die Woche vorsichtig angehen. „Die Jungs müssen sich erst wieder an die Belastung gewöhnen. Wir hatten anfangs schon einen Zerrungsfall“, sagt Salzmann. Er muss vorerst auf Nils Höpner verzichten, der während seines Referendariats fortzieht. Zum TSV wechseln dafür Lennart Renken und Finn Mitera vom TSV Arpke.

„Der Punktspielstart liegt in den Sommerferien. Ich hätte es für besser gefunden, bis September zu warten“, sagt Lars Bischoff, Trainer des TSV Dollbergen. Über die komplette Saison auszuspielende gleichbleibende Staffeln hätte er ebenfalls für besser gefunden. „So besteht die Gefahr, dass die Vorrunde nur zum Einspielen genutzt wird und es in der Abstiegsrunde ein Hauen und Stechen gibt, weil dann fast jedes Spiel ein Endspiel ist.“

Aber egal in welcher Konstellation würde es für seine TSV-Mannschaft eine Herkulesaufgabe sein, die Klasse zu halten. „Wenn wir das schaffen, wird es für mich wie eine Meisterschaft sein“, sagt Bischoff. Seine ohnehin schon junge und entsprechend unerfahrene Mannschaft werde in der nächsten Saison nicht unbedingt erfahrener sein. Denn Marcel Kattenhorn hat den TSV Richtung Celle verlassen, Fabijan Feraj wechselt zum SV 06 Lehrte. Dafür rücken aus der A-Jugend Jonas Kampel und Jonas Scholz zu den Herren auf.

Von Matthias Press