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Reisereporter Aktuelles Was Sri-Lanka-Urlauber wissen müssen
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14:38 29.04.2019
Eine Woche nach den Anschlägen ist die Sicherheitslage in Sri Lanka immer noch angespannt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen dorthin ab. Quelle: Manish Swarup/AP
Berlin

"Von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka wird abgeraten": So steht es jetzt in den Reise- und Sicherheitshinweisen für das asiatische Land, die das Auswärtige Amt (AA) am Wochenende noch einmal verschärft hat.

Zuvor hatte dies nur für die Hauptstadt Colombo gegolten, nicht für das gesamte Land. Nach den Anschlägen zu Ostern hatten sich am Freitag (26. April) bei einer Razzia erneut Attentäter in die Luft gesprengt. Die deutschen Reiseveranstalter holen teils ihre Gäste zurück und haben Urlaubsreisen nach

Sri Lanka vorerst abgesagt. Ein Überblick:

- Tui: Der Veranstalter aus Hannover hat nach eigenen Angaben bereits die vorzeitige Rückreise für alle Pauschalgäste in Sri Lanka organisiert. Außerdem hat Tui Deutschland alle Reisen nach Sri Lanka bis einschließlich 31. Mai abgesagt.

- DER Touristik: Der Veranstalter kündigt nach eigenen Angaben die Reiseverträge von Urlaubern, die nicht von der kostenlosen Umbuchungs- oder Stornierungsoption Gebrauch machen. Das gilt ebenfalls bis 31. Mai. Zudem nimmt DER Touristik bis dahin keine Neubuchungen für Sri Lanka mehr an. Gästen vor Ort empfiehlt der Anbieter "dringend", vorzeitig auf Kosten des Veranstalters heimzufliegen. Kosten nicht genutzter Urlaubstage würden den Kunden erstattet. Zu DER Touristik gehören Marken wie Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen.

- Thomas Cook: Dieser Veranstalter sagt faktisch ebenfalls alle Reisen bis 31. Mai ab. Urlauber können kostenlos umbuchen oder stornieren. Wer das nicht macht, dessen Reisevertrag wird "im Interesse der Sicherheit der Gäste aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände" aktiv gekündigt, wie Thomas Cook mitteilte. Der Reisepreis werde zurückerstattet. Umbuchungs- und Stornierungswünsche für Sri Lanka über den 31. Mai hinaus würden individuell geprüft, heißt es.

- FTI: Der Veranstalter aus München sagt keine Reisen nach Sri Lanka ab und fordert Kunden auch nicht zur Rückreise auf. Grund sei, dass das AA weder eine ausdrückliche Reisewarnung aufgesprochen noch deutsche Staatsbürger dazu aufgefordert habe, Sri Lanka zu verlassen. Gäste mit Anreise bis 31. Mai können aber innerhalb des Streckennetzes ihrer Fluggesellschaft kostenlos auf ein anderes Ziel umbuchen.

- Alltours: Der Veranstalter bietet für Urlauber mit Abreise bis 31. Mai kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an.

Individualreisende, die nicht über einen Veranstalter gebucht haben, können dagegen nicht einfach von ihrer Reise zurücktreten. Wer aus Angst vor Terror seinen Sri-Lanka-Aufenthalt nicht antreten möchte, der bleibt wohl auf den Kosten sitzen. Individualreisende haben - solange die Flüge stattfinden - kein gesondertes kostenfreies Stornorecht, erklärt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Nur die Steuern und Gebühren bei Flügen erhalten sie bei Nichtantritt der Reise unabhängig vom gewählten Tarif zurück.

Auch bei dem vor Ort gebuchten Hotel oder Mietwagen ist tendenziell das Geld weg, sagt der Reiserechtsexperte Paul Degott aus Hannover. Höchstens aus Kulanz könnten Vertragspartner auf Rechnungen verzichten. Individualreisende haben aber keinen Anspruch darauf. Degott rät dazu, mit Airline, Hotelbetreiber oder Mietwagenfirma ein freundliches Gespräch zu suchen und auf Entgegenkommen zu hoffen.

Wer schon in Sri Lanka ist, dem empfiehlt das AA folgendes: "Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze und insbesondere die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten." Wegen der Sicherheitsvorkehrungen auch um die Flughäfen sollten Flugreisende spätestens vier Stunden vor ihrem Abflug am Airport eintreffen.

dpa

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