Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Aktuelles Island auf der ITB: "Overtourism ist bei uns kein Problem"
Reisereporter Aktuelles Island auf der ITB: "Overtourism ist bei uns kein Problem"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:05 08.03.2018
Sigridur Ragnarsdottir ist Managerin bei Visit Iceland. Visit Iceland gehört zu Promote Iceland, einer öffentlich-privaten Partnerschaft isländischer Unternehmen. Foto: Promote Iceland
Anzeige
Berlin

Island hat in den vergangenen Jahren einen Touristenboom erlebt. Bei deutschen Urlaubern liegt das Land stark im Trend. Wird es langsam zu viel auf der Insel? Diese Frage hat Sigridur Ragnarsdottir von Visit Iceland auf der

Reisemesse ITB in Berlin (7. bis 11. März) beantwortet. 

Anzeige

Ist Overtourism derzeit ein Problem in Island?

Sigridur Ragnarsdottir: Nein, das ist kein Problem. Vor acht Jahren gab es in Island kaum Tourismus, 2008 hatten wir insgesamt nur 500 000 Touristen. Jetzt haben wir 2,2 Millionen, und es ist eine ganzjährige Industrie geworden. Island ist eine große Insel. Pro Tag haben wir im Schnitt ungefähr 50 000 Urlauber. Das ist kein Vergleich mit den Städten, die derzeit über Overtourism diskutieren.

Wie viele Urlauber kommen mittlerweile im Winter?

Ragnarsdottir: Von den 2,2 Millionen Reisenden, die 2017 Island besuchten, kamen 1,4 Millionen in den Monaten von September bis Mai - also im isländischen Winter und in der Nebensaison. Den größten Zuwachs an Touristen gab es in den Wintermonaten, in denen früher überhaupt keine Urlauber kamen. Island im Sommer und Island im Winter, das sind zwei verschiedene Welten. Die Menschen, die im Winter kommen, wollen die Kultur erleben, die Polarlichter und den Schnee. Island ist ein geheimnisvolles Land im Winter.

Wie viele Urlauber verkraftet Island jährlich?

Ragnarsdottir: Wir haben noch viele Kapazitäten. Wir betonen in unseren Marketingaktivitäten, dass man in allen Regionen Islands reisen kann. Für die abgelegenen Gebiete, in denen es derzeit noch wenige Reisende gibt, ist der Tourismus sehr wichtig, damit die Menschen dort weiter leben können. Von daher sind mehr Urlauber dort durchaus erwünscht.  

dpa

Anzeige