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10:49 19.07.2013
In Niedersachsen und Bremen sind Zecken derzeit besonders aktiv.
In Niedersachsen und Bremen sind Zecken derzeit besonders aktiv. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Bremen/Hannover

Zecken sind derzeit besonders aktiv. In Niedersachsen und Bremen gibt es sie auch in den öffentlichen Parkanlagen, wie die Gesundheitsämter der beiden Bundesländer mitteilten. „Eine Zeckengefahr hat man überall“, sagte der Virologe Masyar Monazahian vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt. „Die meisten Zeckenstiche bekommt man aber immer noch im eigenen Garten.“ Die Referentin des Gesundheitssenators der Hansestadt Bremen, Stephanie Dehne, verwies darauf, dass alle Menschen und Tiere, die sich in der Natur aufhalten, betroffen sein können. Es sei ein Irrtum, das hauptsächlich bestimmte Berufsgruppen wie Förster oder Gärtner gefährdet seien.

„Sie sitzen auf Grashalmen und Büschen und werden dort gegebenenfalls vom Menschen abgestreift. Dann krallen sie sich sofort an der Kleidung oder der Haut fest“, sagte Dehne. Nach Angaben von Monazahian gibt es nur bei kurzem Rasen keine Gefahr. Wer in die Natur gehe, solle sich absuchen und Zecken direkt entfernen. Danach sollte man die Tierchen am besten verbrennen oder zerquetschen. Im Abfluss sterben sie ihm zufolge nicht. „Sie können sogar bei 40 Grad in der Waschmaschine überleben.“

Zecken können verschiedene Infektionskrankheiten übertragen. In Deutschland sind es vor allem Borreliose und FSME. In Norddeutschland kommt das FSME-Virus, das eine Hirnhautentzündung verursachen kann, allerdings selten vor. Borreliose ist weiter verbreitet. Dabei entzündet sich zunächst die Haut, später können auch Gelenke oder Organe betroffen sein. Nach Angaben des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes tragen bis zu 35 Prozent der Zecken die Erreger in sich.

Wer die kleinen Blutsauger schnell entferne, hat Monazahian zufolge aber nichts zu befürchten. Denn die Erreger brauchen bis zu 24 Stunden, um sich auszubreiten. Wer eine Zecke zu spät entdecke und an Borreliose erkranke, könne in der Regel mit Antibiotika geheilt werden. Auch hier gelte: Je früher die Krankheit erkannt werde, desto besser. 

dpa

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