Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wissen Wühlmäuse vertreiben: Das sind die besten Hausmittel
Nachrichten Wissen Wühlmäuse vertreiben: Das sind die besten Hausmittel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:52 23.05.2019
Erdhügel der Wühlmaus positiv sehen: Die aufgelockerte Erde eignet sich hervorragend für Blumentöpfe. Quelle: dpa-tmn
Hamburg

Wühlmäuse lieben Zwiebeln – und fressen daher manchmal ganze Blumenbeete leer. Was hilft gegen die kleinen Nager? Wichtige Fragen und Antworten:

Wühlmäuse vertreiben: Welche Methode ist tierfreundlich?

Wer den Tieren nichts tun möchte, sollte am besten seine Pflanzen vor deren Heißhunger schützen: So kommen die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern sowie die Blumenzwiebeln beim Anpflanzen in spezielle Körbe aus Draht oder Kunststoff. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) rät, dass die Maschen des Drahtes nicht größer als 15 Millimeter sein sollten. Wer diese selbst bastelt, muss darauf achten, die Seiten gut zu verhaken.

Blumenzwiebeln und die Wurzeln vieler Pflanzen lassen sich vor Wühlmäusen schützen, indem man sie mit speziellen Pflanzkörben in die Erde gibt. Quelle: Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Hausmittel gegen Wühlmäuse: Das hilft wirklich?

Knoblauch soll Wühlmäuse gerüchtehalber abhalten. Davon hält der BDG nichts: Nur weil Menschen starken Knoblauchgeruch unangenehm finden, gehe es der Wühlmaus nicht genauso. Vielmehr vertilge der Nager gern Porree und Zwiebeln von Zierlaucharten, die eng mit dem Knoblauch verwandt sind. Übrigens: Als langfristig wirkungslos gilt auch der Einsatz von Klappermühlen, Klopfschallvibratoren und Geräten mit Ultraschallerzeugung

Ameisen: Lästig, aber wichtig

Ameisen sind lästig, aber sehr nützlich: Manche Arten sind die Müllabfuhr der Natur, andere verschleppen die Samen vieler Pflanzen, sodass diese sich vermehren können. Das Dilemma lässt sich aber lösen:

• Vertreiben: Barrieren mit Kaffeesatz oder -pulver. Stark duftende Kräuter wie Lavendel, Wacholder oder Farnkraut stören den Orientierungssinn der Tiere. Zitronenschalen, Zimtpulver und Essig vertreiben sie ebenfalls.

• Ablenken: Überrennt eine ganze Kolonie die Terrasse, kann man die Tiere ablenken – dafür eignen sich mit Zuckerwasser getränkte Schwammstückchen oder zusammengeknüllten Stoffknäueln, die dann mitsamt den Ameisen auf den Kompost gegeben werden.

• Blattläuse bekämpfen: Hobbygärtner haben meist ein Problem mit Ameisen, wenn sie außerdem ein Problem mit Schädlingen haben. Denn die Ameisen stehen auf den Honigtau der Blattläuse, vor allem die darin enthaltenen Kohlenhydrate. In so einem Fall sollte man also erst mal gegen Blattläuse vorgehen.

Darf ich Wühlmäuse töten?

Die Wühlmaus steht nicht unter Naturschutz und darf bekämpft werden. Allerdings ist dabei besondere Vorsicht geboten: Bevor Hobbygärtner die Fallen aufstellen oder andere Maßnahmen ergreifen, sollten sie sich sicher sein, dass der Besucher im Garten kein Maulwurf ist. Denn der steht unter Naturschutz und darf höchstens vertrieben werden. Problematisch ist die Unterscheidung vor allem, weil die Wühlmaus gerne alte Gänge der Maulwürfe übernimmt.

Maulwurf oder Wühlmaus: Wie findet man das heraus?

Wühlmäuse und Maulwürfe legen beide ein weitläufiges Gängesystem im Boden an. Mit der sogenannten Verwühlprobe lässt sich aber herausfinden, welches Tier darin aktiv ist. Dafür müssen Hobbygärtner den Boden neben den Erdauswürfen kreisförmig mit einem Stab abtasten. Sinkt dieser ruckartig ein, hat man einen Gang gefunden. Dieser Gang wird mit einem Spaten auf einer Länge von 20 bis 30 Zentimetern freigelegt, eine Möhre in beide Enden gesteckt und abgewartet.

Der Maulwurf wird unterhalb des geöffneten Bereiches einen neuen Gang anlegen - ihn also unterwühlen. Die Wühlmaus wird die Möhre eher annagen und den Gang erneut verwühlen.

Weitere Tipps und Hinweise: Die Gänge der Maulwürfe enden unter einem Erdhaufen. Die Gänge der Wühlmäuse liegen hingegen neben den Erdhaufen, deren Form unregelmäßiger und niedriger ist als die der Maulwürfe. Die Erde ist feiner und mit Pflanzenresten vermischt.

Katzen, Wiesel und Co.: Natürliche Feinde der Mühlmaus

Jäger der Wühlmäuse sind Katzen, Mauswiesel, Füchse, Mäusebussarde und Eulen. Ihnen kann man im Garten zum Beispiel Unterschlupf oder einen Jagdplatz anbieten, erklärt der BDG. Wiesel mögen etwa Totholz- und Steinhaufen, Mäusebussarde Sitzstangen. Eulen nisten in alten Scheunen oder auf Dachböden. Mit gut sichtbaren Einfluglöchern lassen sie sich leichter anlocken.

Maulwurf vergrämen: Wie funktioniert’s?

Auch bei ihm helfen die meisten Hausmittel eher wenig - bis auf eines. Die Kinder und Haustiere des Haushaltes. Eine effektive Methode, Maulwürfe aus einem Garten zu vertreiben, sei das Getrappel und Getobe auf dem Rasen für einige Nachmittage, erläutert die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Die Erschütterungen des Bodens stören die Tiere, die sich daraufhin ein neues Revier suchen.

Übrigens: Anders als bei der Wühlmaus raten die Experten beim Maulwurf durchaus zum Einsatz von Knoblauch oder eher Knoblauchbrühe, die in die Gänge gegossen werden kann. Dabei sollten Gartenbesitzer jedoch darauf achten, dass der Maulwurf nicht ertränkt wird. Die kleinen Gartenbewohner verfügen über eine feine Nase und einen guten Geruchssinn - und reagieren auch auf Knoblauch entsprechend empfindlich.

Weitere Gartentipps

Garten im Juni 2019: Gartenarbeiten, die jetzt wichtig sind

Der ganzjährige Gemüsegarten

So klappt es mit dem Gemüsegarten

So gelingt bequeme Gartenarbeit

Bienenfreundliche Gärten: Welche Pflanzen sind gut für Bienen?

Von RND/dpa

Wie wirkt sich der Klimawandel auf Meeresbewohner aus? Forscher haben tierisches Plankton untersucht und eindeutige Veränderungen gefunden. Diese Gemeinschaften verlagern sich demnach weltweit – möglicherweise mit Folgen auch für den Menschen.

23.05.2019

Wer seinen Hund liebt, kocht ihm sein Fressen selbst. Tierärztin Liviana Prola hat deswegen ein Kochbuch für Vierbeiner geschrieben. In „Fütter mich“ zeigt sie, welche Pasta und Polenta dem Hund besonders schmecken. Hier gibt es einige Rezept-Ideen.

23.05.2019

Die Darmkrebs-Rate sinkt bei älteren Menschen deutlich – dank der Früherkennung. Nun zeigen Studien einen drastischen Anstieg bei jungen Menschen. Experten rätseln über die Ursachen. Sollte man das Alter für das Vorsorge-Screening senken?

23.05.2019